Das Lohberger Gesundheitshaus in Dinslaken
Das Lohberger Gesundheitshaus in Dinslaken befand sich ursprünglich in der Hünxer Straße im Zechengelände und zog 2010 ins ehemalige Lohberger Ledigenheim an der Stollenstraße um. Chef des Gesundheitshauses war Martin Schrör. 2012 feierte das Gesundheitshaus sein zehnjähriges Bestehen. Die Sauna mit FKK-Betrieb wurde beim Umzug am alten Standort zurückgelassen. Der ehemalige Standort inklusive FKK-Sauna war wegen seiner enormen Größe zu kostenintensiv geworden, denn die Energiekosten explodierten förmlich und waren auf Dauer nicht mehr tragbar. Für den Einzug ins ehemalige Ledigenheim sprach zudem die deutlich zentralere Lage. Die neue Praxis des ausgebildeten Masseurs Martin Schrör war zudem barrierefrei. Da sich die Angebote und Kurse des Gesundheitshauses vor allem an Seniorinnen und Senioren richteten, war dieser Umstand unverzichtbar.
Interessante Veranstaltungen zur Gesundheit
Im Gesundheitshaus fanden im Rahmen der Musenmeile interessante Veranstaltungen zu kulturellen und gesundheitlichen Themen statt. Martin Schrör referierte hier unter anderem zum Thema "Gesundheit ohne Geld". Gesundheit im Alltag war dem Gesundheitshaus unter Leitung von Martin Schrör ein wichtiges Anliegen. Wie etwa kann Bewegung im Alltag und im normalen Tagesablauf integriert werden? Auch die Stärkung des Immunsystems war ein wichtiges Thema, zu dem der regelmäßige Besuch einer Sauna im typischen FKK-Betrieb unbedingt dazu gehört. Im Gesundheitshaus fanden zudem Koordinations- und Bewegungstrainings sowie Atemübungen statt. Auch Physiotherapie, Krankengymnastik, Massagen, Lymphdrainagen, Ultraschall, Heißluft, Reizstrombehandlungen und Fußbäder wurden angeboten. Persönliche, freundliche und individuelle Ansprache und Beratung waren im Gesundheitshaus selbstverständlich und es muss angenommen werden, dass das Gesundheitshaus eine Leerstelle hinterlassen hat.
Ein ganzheitliches Konzept für Senioren
Das ganzheitliche Konzept für Seniorinnen und Senioren setzte Martin Schrör im Gesundheitshaus Lohberg gemeinsam mit neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um. Die neue Praxis in Dinslaken-Lohberg war ein moderner Gesundheitstempel, den man im zweiten Stock des alten Gebäudes so nicht vermutet hätte. Der Verlust der FKK-Sauna war dank der vielen Vorteile zu verkraften. Es gab geräumige und lichtdurchflutete Behandlungsräume, einen Gruppenraum mit Gymnastikbällen, Sportgeräten und Trampolinen, großzügige Flure und ansprechende Aufenthaltsräume. Die Mitarbeiter und Ansprechpartner des Gesundheitshauses erkannte man immer gleich an ihren blau-weiß gestreiften Hemden. Neben individuellen Behandlungen wurden auch Kurse für die Wirbelsäule und den Beckenboden sowie Seniorengymnastik, Rückenschule und Hatha Yoga angeboten. Die Behandlungen und Kurse waren bei den Krankenkassen größtenteils zertifiziert.
Ein Leben für die Gesundheit
Der gelernte Masseur Martin Schrör fing im Jahr 1984 mit seiner Arbeit in der medizinischen Abteilung der Schachtanlage Lohberg an und blieb dort 18 Jahre bis zur Schließung im Jahr 2002. Nach der Schließung machte er sich eben dort am selben Ort mit ein paar Mitstreitern selbstständig. Als Kneipp-Bademeister war er auch in der FKK-Sauna am alten Standort in seinem Element. An der neuen Adresse des Gesundheitshauses im ehemaligen Ledigenheim war er der Fußspezialist und kümmerte sich um Fußpflege, Fußreflexzonenmassagen und Lymphdrainagen. (su)
