Das Restaurant Gerners in München lernten wir auf der Durchreise nach Salzburg kennen. In München wollten wir übernachten und suchten nach einem Restaurant für den kommenden Abend. Das "Gerners" schien uns vielversprechend und so bestellten wir einen Tisch. Das charmante, weiß verputzte Haus im Jugendstil, versprühte den Charme vergangener Tage. Durch den stilgetreuen Metallzaun erhaschten wir einen Blick auf den dahinter gelegenen Biergarten. Ein durchmischtes Publikums genoss dort die angenehme Atmosphäre. Das gemütliche Innere und das gedämpfte Licht wirkten sehr einladend auf uns. So schritten wir durch einen Torbogen zum Eingang. Zwei Tafeln präsentierten die Menue-Empfehlungen des Hauses in Kreideschrift. Uns gefiel was wir sahen, und gespannt gingen wir hinein. Ein Kellner begrüßte uns freundlich und wies uns zu unserem Tisch.
Naturholz und Speisekarte in Mundart
Uns fiel als Erstes der Kronleuchter in der Mitte des Raumes auf. Die Einrichtung aus Naturholz wirkte auf uns traditionell und edel. Insgesamt war das Restaurant gemütlich und liebevoll eingerichtet. Ein paar weitere Gäste saßen im Raum und es war noch angenehm ruhig. Die Speisekarte war anspruchsvoll und in Mundart gestaltet. Ich entschied mich für "Knackiges aus`m Garten", einem Caesarsalat, meine Freundin für eine Spargelcremesuppe. Als Hauptgerichte wählten wir aus den "Wirtshausklassikern" "Ofenfrischer Schweinebraten in Dunkelbierjus" und "Kabeljaurückenfilet gebacken" aus. Das Restaurant füllte sich nun zusehends und bis wir nach einigen Minuten unsere "Magentrazerl" bekamen, war der Saal schon ordentlich gefüllt. Mein Caesarsalat machte rein optisch viel her. Der knackige, grüne Romanasalat war appetitlich angerichtet neben frischen Gurken und Tomaten. Dazu noch warmen Brot und obendrauf knackige Sprossen. Der appetitliche Duft und die cremige Konsistenz der Spargelsuppe fiel angenehm auf und die frischen Kräuter und Brotcroutons als Einlagen machten Lust auf mehr. Das frische Kräuterdressing meines Caesarsalates unterstrich meinen ersten Eindruck geschmacklich. Ein Caesarsalat der nicht frischer und knackiger hätte sein können. Auch die Spargelsuppe wurde gelobt und mit Appetit verzehrt. Wir waren nun bestens vorbereitet für unser Hauptmenü. Nach einiger Wartezeit, die wir darauf zurückführten, dass das Restaurant nun gut voll war, bekamen wir unsere Hauptspeisen. Mein Schweinebraten entlockte uns ein wohlwollendes "Ooh", weil das typisch bayrische Gericht mit Knödel, dunkler Soße und Krautsalat ordentlich etwas hermachte. Der Kabeljau meiner Begleiterin sah zart aus, an frischen Kartoffeln und Baby-Leaf Salat, mit Kräutermayonaise. Und der Geschmack unserer Gerichte enttäuschte uns nicht, wir waren sehr zufrieden. Das Fleisch schön zart mit würziger Soße, der Fisch zerfiel beim Schneiden. Die Salate waren knackig und frisch. Ein insgesamt gelungener Abend im Restaurant Gerners in München.
Fazit
Das Restaurant Gerners in München hat ein besonderes Flair durch seine Räumlichkeiten in einem Jugendstilhaus. Das Essen ist ausgezeichnet, die Wartezeit abhängig davon, wie gut besucht es ist. Das insgesamt gute Restaurant bietet traditionell bayrische und österreichische Küche und einen Biergarten. (su)
