In der Schellingstraße 56, mitten in der Maxvorstadt, befand sich einst das Café Altschwabing – ein Ort, der nicht nur durch seine kulinarischen Angebote, sondern auch durch seine bewegte Geschichte beeindruckte. Bereits 1887 eröffnet, war das Café über Jahrzehnte hinweg ein Treffpunkt für Künstler, Literaten und Intellektuelle. Namen wie Thomas Mann, Paul Klee und sogar Wladimir Iljitsch Lenin sollen hier eingekehrt sein, um bei einer Tasse Kaffee über die Welt zu sinnieren.
Das Interieur des Cafés war geprägt von einer prächtigen Stuckdecke, eleganten Kronleuchtern und einem stilvollen Ambiente, das an die traditionellen Wiener Kaffeehäuser erinnerte. Die Atmosphäre lud zum Verweilen ein, sei es für ein ausgedehntes Frühstück, ein gemütliches Mittagessen oder einen entspannten Abend mit Freunden. Die Speisekarte bot eine interessante Mischung aus bayerischen Schmankerln und türkischen Spezialitäten, was dem Café eine besondere Note verlieh.
Besonders beliebt war das reichhaltige Frühstücksangebot, das sowohl klassische als auch orientalische Elemente vereinte. Die Gäste schätzten die Qualität der Speisen, die großzügigen Portionen und die fairen Preise. Auch die Cocktailkarte erfreute sich großer Beliebtheit, insbesondere während der Happy Hour am Abend. Das Café zog ein bunt gemischtes Publikum an – von Studierenden über Künstler bis hin zu Geschäftsleuten – und bot somit einen lebendigen Querschnitt der Münchner Gesellschaft.
Im Jahr 2022 wurde das Café Altschwabing nach über 150 Jahren in „Mozzamo“ umbenannt und präsentiert sich seither mit einem neuen Konzept und Design. Trotz dieser Veränderungen bleibt das Café Altschwabing vielen Münchnerinnen und Münchnern als ein Ort der Begegnung, des Genusses und der Geschichte in Erinnerung. (cg)
