Freikörperkultur, Nacktbaden, Nudismus & Naturismus - Der StadtGui.de FKK-Führer

FKK-Schild am Rosenfelder Strand - Startseite FKK und Nacktbaden

"Naturismus ist eine Lebensart in Harmonie mit der Natur. Sie kommt zum Ausdruck in der gemeinschaftlichen Nacktheit, verbunden mit Selbstachtung, sowie Respektierung der Andersdenkenden und der Umwelt"

Liebe FKK-Freunde,

auf diesen Unterseiten von www.stadtgui.de haben wir euch die besten Nacktbade-Plätze in Deutschland und Europa zusammengestellt. Das ist natürlich viel Arbeit, daher gibt's noch Lücken. Wir würden uns freuen, wenn ihr dabei helfen könnt diese zu vervollständigen. Schreibt uns dafür einfach eine Mail an mail(at)stadtgui.de mit einer Beschreibung zur Location und Infos zur Anfahrt, gerne könnt ihr auch selbstgemachte Fotos mitanhängen. Viel Spaß! Übrigens, am 6. Juni ist Welt-Naturistentag!

Weitere Hinweise und allgemeine Informationen zur Nutzung unseren FKK-Guide findet ihr auf dieser Seite (Hinweise und Informationen zu unserem FKK-Guide). Ihr erreicht unseren FKK-Guide übrigens auch direkt unter www.stadtgui.de/Nacktbaden.

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Die Freikörperkultur in Deutschland

Der Mensch fühlt sich ungezwungen und selbstbewusst - wer aktiv Freikörperkultur (FKK) betreibt, kann das bestätigen. Nackt in seiner urwüchsigen Form auftreten, ist für ihn selbstverständlich. Im höchsten Einklang mit der Natur entwickelt er ein neues Bewusstsein, dass ihn die Welt aus anderem Blickwinkel sehen lässt. Auch in Deutschland erkennen das immer mehr Menschen. Sie lassen ihre Hüllen fallen und befreien sich vom Muff vergangener Jahrzehnte.

Freikörperkultur mit historischen Wurzeln

Sich zeigen, wie Gott einen geschaffen hat, war schon in der Antike angesagt. Allen voran gingen die alten Griechen, bei denen hüllenloser Sport und Nacktbaden an der Tagesordnung stand. Sogar im ach so finsteren Mittelalter war Deutschland, was das Nacktsein betraf, wenig prüde. In Seen und Flüssen badeten Frauen und Männer ohne Kleider, auch in einschlägigen Badehäusern saßen sie im selben Zuber schamlos beisammen. Ab dem Beginn des 18. Jahrhunderts setzte allerdings eine Tabuisierung ein, die bis heute nachwirkt. Zwar entdeckten diverse FKK Vereine bereits Ende des 19. Jahrhunderts die Freikörperkultur wieder für sich, doch konnte sie insgesamt keine breite Masse erreichen. Trotz dass die FKK in der Weimarer Republik sowie in der DDR eine kurze Renaissance erlebte, blieb sie den Deutschen über Jahrzehnte suspekt.

Darf man in Deutschland öffentlich nackt sein?

Viele Menschen in Deutschland stellen sich die Frage: Darf man außerhalb speziell ausgewiesener Plätze nackt sein? Die Antwort ist eindeutig und schwierig zugleich. Maßgebend für die Bewertung von Nacktbaden etc. ist der § 118 des Ordnungswidrigkeitengesetzes (OWiG) "Belästigung der Allgemeinheit". In ihm heißt es wörtlich: "Ordnungswidrig handelt, wer eine grob ungehörige Handlung vornimmt, die geeignet ist, die Allgemeinheit zu belästigen oder zu gefährden und die öffentliche Ordnung zu beeinträchtigen." Ausdrücklich verboten ist es also nicht, außerhalb der eigenen vier Wände der Freikörperkultur nachzugehen. Strafbar macht sich jedoch, wer sich wegen seines sexuellen Lustgewinns entblößt (Exhibitionismus). Ansonsten darf jeder überall dort der FKK nachgehen, wo er keinen anderen stört. In einsamen Wäldern, auf abgelegenen Wiesen oder im eigenen Garten ist das demzufolge ok. Probleme entstehen lediglich, gehen Leute an belebten Orten, auf Straßen und Plätzen der Freikörperkultur nach. In diesen Fällen drohen Bußgelder. Es können sogar Strafen sein, wenn zum Beispiel eine nackte Motorradfahrerin durch ihre Erscheinung den Straßenverkehr gefährdet.

Freikörperkultur und Nacktbaden in Deutschland langsam auf dem Vormarsch

Trotz, dass FKK in Deutschland grundsätzlich keinem Verbot unterliegt, tun sich die meisten Leute damit immer noch schwer. Schon ab 1945 ist die Freikörperkultur in der alten Bundesrepublik nie richtig aus den Kinderschuhen herausgekommen. Und selbst nach der Wiedervereinigung wurden die Hoffnungen vieler FKK Anhänger gedämpft. Statt die in der DDR reichlich vorhandenen Möglichkeiten zum Nacktbaden auszubauen, haben die örtlichen Behörden eine ganze Reihe dieser Strände abgeschafft beziehungsweise sie stark beschnitten. Langsam jedoch dreht der Trend. Es sind nunmehr nicht nur die alten, aus der DDR übrig gebliebenen Nudisten, sondern zunehmend auch junge Leute und Familien, die vermehrt auf Nacktsein und Nacktbaden abfahren. Meistens kommen sie aus den Städten, wo sie im Allgemeinen einen liberaleren Lebensstil pflegen. Dort, ebenso wie in Urlaubsorten und im Speckgürtel der Ballungszentren, entstehen nun wieder häufiger Wellnessoasen, Saunen, Clubs und Strände, an denen sich die Menschen nackt zeigen dürfen. Im Gegensatz zu Besuchern von Bordellen, erotischen Massagesalons und ähnlichen Einrichtungen, betonen die Anhänger der FKK in aller Deutlichkeit, dass es ihnen beim Nacktsein keinesfalls um sexuelle Stimulation geht. Ihnen ist einzig am Gefühl gelegen, ihren Körper ungehindert der Natur und Sonne auszusetzen, überkommene Moralvorstellungen über Bord zu werfen und einen neuen, freien Lebensstil zu pflegen.

FKK Vereine - hauptsächlich in den westlichen Bundesländern

Dem Nacktbaden gegenüber aufgeschlossene Frauen und Männer wollen in Deutschland gern offiziell ihrer Passion nachgehen, ohne andere im Sinne des & 118 OWiG zu belästigen. Dazu haben sich eine ganze Reihe Vereine gebildet, die dieses Anliegen fördern. Fast alle von ihnen[ sind in einer Dachorganisation, dem Deutschen Verband für Freikörperkultur (DFK), vereint. Insgesamt sind es rund 160 Gemeinschaften mit zirka 50.000 Mitgliedern, die dem 1949 gegründeten Verband angehören. Er versteht sich als Nachfolger der während der NS-Zeit verbotenen FKK Organisationen. Doch anders wie früher, haben sich die Kameraden der einzelnen Vereine politische Neutralität verordnet. Sie möchten in erster Linie als familien- sowie breitensportorientierte Gruppen wahrgenommen werden. Eine gesunde Lebensweise, zunehmend auch Umwelt- und Naturschutz, stehen bei ihnen an vorderster Stelle. Die meisten Nudistenvereine existieren in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern. In den östlichen Bundesländern gibt es, bis auf wenige in Sachsen, Brandenburg und Berlin, fast keine, die dem DFK angehören. Sicher ist das historisch bedingt, dennoch besteht hier Nachholebedarf, denn gerade im Osten von Deutschland leben viele Idealisten, die Nacktbaden als das Nonplusultra ansehen.

Nacktbaden an ausgewiesenen Stränden

FKK Enthusiasten, welche im Sommer (manche sogar Winter) gern dem Nacktbaden frönen, sollten in Deutschland verstärkt mit FKK gekennzeichnete Ufer- beziehungsweise Strandabschnitte nutzen. Wer die Hüllen am normalen Badestrand fallen lässt, hat mit Platzverweisen und/oder Bußgeldern zu rechnen. Das muss nicht sein, denn immer noch (oder wieder) gibt es in Deutschland genügend FKK Strände. Bekannte Seen mit derartigen Abschnitten sind beispielsweise der Chiemsee in Bayern oder der Plötzensee in Berlin. Auch an der Ost- und Nordsee finden Freunde der Freikörperkultur solche Strandabschnitte auf fast allen Inseln. Jeder, der diese Möglichkeiten nutzt, sollte dabei die jeweils geltenden Regeln befolgen. Auf dem überwiegenden Teil der Strände gilt Nacktbaden nämlich als Pflicht, auf anderen wiederum tolerieren die Badegäste auch zeit- oder teilweise angelegte Kleidung. Wichtig ebenso: Diskret Schauen und Genießen ist erlaubt - Spannen und fremde Leute fotografieren dagegen absolut tabu.

Urlaub auf FKK Campingplätzen

Dieselben Regeln gelten ebenso für Naturistenfreunde, die gleich ihren ganzen Urlaub an freier Luft nackt auf einem Campingplatz, verbringen möchten. In Deutschland gibt es davon etwa 17 offizielle Anlagen. Mitten in der Natur gelegen, sind sie meist gut ausgestattet. Neben ihrem Zelt finden hartgesottene Anhänger der Freikörperkultur hier alles, was sie für einen durchweg nackten Urlaub benötigen: kleine Märkte, Gaststätten, Sportanlagen und mehr. Gedanken darüber, was sie heute wohl anziehen, brauchen sich die Leute keine machen, da sie sämtliche Einrichtungen im Adamskostüm betreten dürfen. Kinder und Jugendliche sind auf solchen Plätzen immer gern gesehen. Allerdings müssen sie sich, genau wie die Erwachsenen, damit abfinden, dass solch ein Campingurlaub keine Party wird. Feiern, Lärm und Alkohol bis in die die Morgenstunden sind in diesen Anlagen unerwünscht.

Freikörperkultur beim Sport und beim Wandern

Auch gemeinsame Sportevents sind unter Freunden der Freikörperkultur beliebt. Zunehmend gibt es in Deutschland Anlagen, in und auf denen sie zeitweise nackt Volleyball, Tennis sowie Badminton spielen oder Bowlen können. Zumeist organisieren Interessengemeinschaften oder Vereine derartige Veranstaltungen. Als besonderer Zweig hat sich in diesem Zusammenhang das Nacktwandern etabliert. Wer es einmal erleben möchte, seinen Körper beim Laufen frei der Sonne, dem Regen und Wind auszusetzen, kann sich gern einer der Wandergruppen anschließen. Selbstverständlich geht es bei solch einem Trip nicht irgendwo durch Wald und Flur. In Deutschland wurden dafür speziell zwei Wanderwege geschaffen: zum Ersten der Harzer Naturistenstieg zwischen Wippra und Dankerode und zum Zweiten der Naturistenweg Underloh in der Lüneburger Heide.

Inoffiziell Nacktbaden

Natürlich ist es in Deutschland nicht verboten an inoffiziellen Stellen nackt zu baden, Sport zu treiben oder zu wandern. Grundsätzlich aber gilt hier genauso der § 118 des OWiG. Der FKK Freund darf nur dort die Hüllen fallen lassen, wo er niemanden stört. Unter dieser Prämisse haben sich in vielen Gegenden abgelegene Badestellen etabliert, wie alte Kiesgruben, Baggerseen und Steinbrüche. Dort sind 'Eingeweihte' unter sich und können ungestört dem Nacktbaden frönen. Nach Gewohnheitsrecht sind es größtenteils Einheimische, die an solchen Stellen baden. In der Regel haben sie aber nichts dagegen, wenn sich Fremde zu ihnen gesellen. Für die gilt dann gleichfalls: alles ausziehen! Leute, die das Nacktsein stört, können ja fern bleiben - im Allgemeinen tun sie das auch.