Die Salzach, ein alpiner Fluss, der von den Hohen Tauern durch Salzburg bis zur Mündung in den Inn an der bayerisch-österreichischen Grenze fließt, bietet entlang ihres Verlaufs überraschend vielfältige Möglichkeiten für Freunde der Freikörperkultur. Sowohl in Bayern als auch in Österreich finden sich offizielle FKK-Bereiche wie auch zahlreiche inoffizielle Plätze zum Nacktbaden. Vom idyllischen Waldsee über abgelegene Flussufer bis hin zu warmen Moorseen – für Naturist*innen gibt es entlang der Salzach und in ihrer nahen Umgebung einiges zu entdecken. Im Folgenden stellen wir alle wichtigen FKK- und Nacktbadeplätze entlang der Salzach vor, mit Details zu Lage, Status, Umfeld, Erreichbarkeit, Infrastruktur, besten Besuchszeiten, Verhaltensregeln und geeigneten Zielgruppen.
Waldbad Anif (Hallein, Land Salzburg) – ehemaliger FKK-Bereich im Naturbad
Das Waldbad Anif liegt südlich der Stadt Salzburg bei Hallein. Jahrzehntelang gab es dort einen kleinen offiziell ausgewiesenen FKK-Bereich in einem Naturbadesee mitten im Wald. Eingebettet in alten Baumbestand und bekannt für glasklares Wasser in Trinkwasserqualität, galt das Waldbad Anif als Oase für FKK-Fans. Infrastruktur wie Kiosk, sanitäre Anlagen, Liegewiesen und ein langer Badesteg waren vorhanden, was das Bad auch für Familien attraktiv machte. Leider wurde der FKK-Abschnitt im Jahr 2018 geschlossen. Gründe waren rückläufige Besucherzahlen – die meisten Badegäste bevorzugten Textil – und wiederholte Probleme mit unangemessenem Verhalten einzelner Besucher. Heute ist das Waldbad Anif weiterhin als öffentliches Bad zugänglich, jedoch ausschließlich textil. Nacktbaden ist hier nicht mehr erlaubt und wird vom Betreiber nicht geduldet. Wer in diesem Gebiet FKK betreiben möchte, muss daher auf andere nahegelegene Stellen ausweichen. Für Familien und gemischte Gruppen ist das Waldbad nun ein reines Textilbad; FKK-Anhänger finden in der Umgebung jedoch Alternativen.
Königsseeache (Rifer Spitz bei Hallein, Salzburg) – Wildes FKK an der Flussmündung
Unweit des Waldbads Anif, kurz bevor die Königsseeache bei Rif in die Salzach mündet, erstrecken sich am sogenannten Rifer Spitz mehrere breite Schotterbänke. Dieses naturbelassene Flussufer in Hallein entwickelte sich über Jahrzehnte zu einem inoffiziellen FKK-Hotspot. Umgeben von Auwald und mit Blick auf die Tennengauer Bergwelt konnten hier Naturist*innen bislang ungestört sonnenbaden und im klaren, frischen Flusswasser baden. Offiziell ist dieser Platz nie als FKK-Bereich ausgewiesen gewesen, doch Nacktbadende wurden lange toleriert. Die Umgebung bietet nur wenig natürlichen Sichtschutz – einzelne Sträucher und Bäume spendeten etwas Schatten und Privatsphäre, bis Biber einige Ufergehölze entfernten. Erreichbar ist der Rifer Spitz zu Fuß oder per Fahrrad von Hallein/Rif aus (Parkmöglichkeiten etwa beim Sportzentrum Rif). Infrastruktur gibt es keine; es handelt sich um ein wildes Flussbett ohne Toiletten oder Kiosk. Die Saison beschränkt sich auf die warmen Sommermonate, denn das Gebirgswasser bleibt kühl.
Wichtiger Hinweis: Seit 2020/21 wird am Rifer Spitz Nacktbaden nicht mehr geduldet. Durch die Schließung des FKK-Bereichs im Waldbad und verstärkte Besucherzahlen während der Corona-Pandemie nahm die Zahl der Nacktbader hier zu, was bei manchen Spaziergängern auf dem nahen Treppelweg für Unmut sorgte. Inzwischen hat die Gemeinde Hallein ein Verbot ausgeschildert, sodass FKK an der Königsseeache offiziell untersagt ist. Trotz einer Unterschriftenaktion von Stammgästen sollte man aktuell davon ausgehen, dass Nacktbaden hier zu Konflikten führen kann. Wer diesen malerischen Platz dennoch besucht, sollte respektvoll auftreten, sich bei Gegenanwesenheit von Textilbadenden zurückhalten oder auf Badekleidung ausweichen. Familien mit Kindern und unerfahrene FKK-Anhänger wählen besser andere Orte. Für Paare, Alleinreisende oder LGBTQ+-Personen, die das Abenteuer eines wilden Flussbads suchen, war der Rifer Spitz zwar einst ideal, doch derzeit muss man leider auf Alternativen ausweichen.
Wiestalstausee (Ebenau, Land Salzburg) – Versteckte FKK-Buchten am Bergsee
Rund 10 km östlich der Salzach, in den Hügeln des Osterhorn-Gebirges bei Hallein, liegt der Wiestalstausee. Dieser langgezogene Stausee der Alm ist kein offizieller FKK-Strand, hat sich aber als Geheimtipp für Nacktbader etabliert. Die Ufer sind von dichtem Wald gesäumt und bilden viele kleine Buchten und Einschnitte, in denen man ungestört und abgeschieden baden kann. Das ruhige, grün schimmernde Wasser ist kühler als das der Moorseen, aber deutlich stiller als die reißende Salzach – ideal für alle, denen Flussschwimmen zu abenteuerlich ist. Hunde dürfen hier mitgenommen werden, was insbesondere Tierfreunde anspricht.
Erreichbar ist der Wiestalstausee am besten mit dem Auto oder Motorrad über die Wiestal Landesstraße (L107) von Hallein Richtung Ebenau. Entlang der Straße gibt es immer wieder Parkbuchten, von denen schmale Pfade ans Ufer führen. Öffentlich ist der See mangels Busverbindung schwer zu erreichen, mit dem Fahrrad aber möglich (eine sportliche Tour bergauf). Infrastruktur im klassischen Sinne fehlt: keine offiziellen Liegewiesen, keine Kioske oder Toiletten. Alles ist naturbelassen, was den Reiz für Ruhesuchende ausmacht. Besucher sollten Proviant und alles Nötige mitbringen und ihren Müll wieder mitnehmen.
Beste Zeit für einen Besuch sind die Sommermonate, wenn die Wassertemperatur angenehmer wird. Selbst an heißen Wochenenden findet sich durch die verwinkelte Uferlinie meist ein Plätzchen abseits anderer Gruppen. Die Atmosphäre ist entspannt und tolerant; Nacktsein ist hier gängige Praxis, auch wenn Textilbader ebenfalls vorkommen. Regeln gibt es keine offiziellen – es gilt die Eigenverantwortung. Angler nutzen den See ebenfalls; auf ihre Angelleinen sollte man Rücksicht nehmen und ausreichend Abstand halten, um Unfälle zu vermeiden.
Der Wiestalstausee eignet sich vor allem für Ruhesuchende, Paare und Individualist*innen, die Einsamkeit in der Natur schätzen. Familien mit kleineren Kindern könnten Schwierigkeiten mit dem steilen, teils rutschigen Uferzugang haben und vermissen möglicherweise sanitäre Einrichtungen. Für FKK-Anhänger, die naturnahes Baden ohne Kleidung genießen wollen, ist der Wiestalstausee jedoch ein kleines Paradies. Auch LGBTQ+-Besucher und Alleinreisende fühlen sich hier wohl, da die Stimmung offen und ungezwungen ist.
Salzachsee (Salzburg-Stadt, Liefering) – Stadtbad mit ehemaligem FKK-Abschnitt
Am nördlichen Stadtrand von Salzburg befindet sich der Salzachsee, auch als Lieferinger Badesee bekannt. Diese aus Kiesbaggerungen entstandene Seenlandschaft besteht aus zwei kleineren Seen („Salzachseen“) und dient als städtisches Naherholungsgebiet. Ursprünglich gab es am Salzachsee einen offiziellen FKK-Bereich: Ein abgetrennter Abschnitt, in dem textilfreies Baden erlaubt war. Dieser befand sich vor allem am südlicheren der beiden Seen und wurde von der Stadt Salzburg als solcher geduldet. Hinter Sichtschutzzäunen und Hecken konnten Naturist*innen mitten in der Stadt nahtlos bräunen.
In den letzten Jahren ist dieser offizielle FKK-Bereich jedoch aufgegeben worden. Aufgrund geringer Nachfrage und Umstrukturierungen des Geländes steht er nicht mehr zur Verfügung. Heutzutage wird der Salzachsee überwiegend von textil badenden Familien, Jugendlichen und Sporttreibenden genutzt. Nacktbadende trifft man hier nur noch vereinzelt und dann meist diskret abseits der frequentierten Liegewiesen. Offiziell gilt der Salzachsee nun als Textil-Badeplatz; wer hier unbekleidet baden möchte, riskiert im schlimmsten Fall ermahnt zu werden, auch wenn es kein ausdrückliches Verbot in der Badeordnung mehr gibt.
Die Umgebung des Salzachsees ist gepflegt und parkähnlich. Große Liegewiesen, schattenspendende Bäume und ein kindgerechter Bereich machen ihn attraktiv für Familien. Die Wasserqualität wird regelmäßig kontrolliert und ist meist ausgezeichnet. Zwei Kioske sorgen für das leibliche Wohl, es gibt Toiletten und Umkleiden am Gelände. Parkplätze stehen an der Schmiedingerstraße (Sportanlage Salzachsee) zur Verfügung. Auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der See erreichbar (StadtBus Linie oder S-Bahn bis Liefering, dann kurzer Fußweg) und ein gut ausgebauter Radweg entlang der Salzach führt direkt dorthin. Barrierefreie Zugänge sind teilweise vorhanden, sodass auch mobilitätseingeschränkte Personen den See besuchen können.
In der Badesaison von Mai bis September herrscht tagsüber reger Betrieb. Morgens und spätnachmittags ist es ruhiger, was auch die wenigen verbleibenden Anhänger der Freikörperkultur nutzen, um in Randbereichen oder versteckteren Ecken nackt zu baden. Offizielle Regeln schreiben Badekleidung vor, doch solange man niemanden stört und sich etwas abseits hält, wird gelegentliches diskretes Nacktbaden toleriert. Für eingefleischte FKK-Fans ist der Salzachsee allerdings kein Muss mehr – ihnen sei eher ein Ausflug an einen der umliegenden Seen oder Flüsse empfohlen. Wer jedoch eine gemischte Gruppe hat (etwa Familien, bei denen einige Mitglieder FKK mögen und andere nicht), findet hier immerhin eine komfortable Badestelle, an der man notfalls auch textilfrei ins Wasser springen kann, solange man Rücksicht nimmt.
Der Salzachsee eignet sich hervorragend für Familien mit Kindern (große Spielwiese, flache Uferzonen), für Jugendliche und Sportbegeisterte sowie für ältere Menschen, die einen leicht zugänglichen Badesee schätzen. FKK-Anhänger der älteren Generation trifft man vereinzelt noch an, jedoch hat der Salzachsee als Treffpunkt der Naturistenszene deutlich an Bedeutung verloren. LGBTQ+-Gäste sind willkommen – wie überall in städtischen Bädern gilt ein tolerantes Miteinander – allerdings gibt es keine spezifische Community oder Szene vor Ort. Insgesamt ist der Salzachsee heute eher ein Kompromiss-Platz für gelegentliches hüllenloses Sonnenbaden in der Stadt, kein klassischer FKK-Strand mehr.
Saalachufer bei Wals-Hammerau (Salzburg/Bayern) – Grenzüberschreitendes Nacktbaden im Fluss
Parallel zur Salzach fließt westlich von Salzburg die Saalach, die bei Freilassing in die Salzach mündet. An ihrem Ufer hat sich in den letzten Jahren ein grenzüberschreitendes FKK-Revier entwickelt. Auf der österreichischen Seite, nahe der Gemeinde Wals-Siezenheim (Bereich Walserberg/Himmelreich), laden mehrere Kies- und Sandbänke entlang der Saalach zum unbekleideten Sonnenbaden ein. Ebenso gibt es gegenüber, auf der bayerischen Seite bei Ainring/Hammerau, kleine ruhige Uferbuchten. Diese Stellen sind nicht offiziell als FKK-Zonen ausgewiesen, haben sich aber als beliebter Treffpunkt für Nacktbader beider Länder etabliert.
Der Reiz dieser Plätze liegt in der Kombination aus Sonne, natürlicher Flusslandschaft und einer gewissen Abgeschiedenheit trotz Stadtnähe. Die Saalach führt klares, recht kühles Wasser – eine Erfrischung ist also garantiert. Dank eines Wehres (dem Hammerauer Stufenwehr) gibt es oberhalb aufgestaute, ruhigere Abschnitte, in denen man sogar richtig schwimmen kann, ohne von der Strömung mitgerissen zu werden. Die Kiesbänke bieten ausreichend Platz, sodass man einen respektvollen Abstand zu anderen wahren kann. Schatten ist je nach Lage nur spärlich durch einzelne Büsche verfügbar; ein Sonnenschirm kann nicht schaden.
Am einfachsten findet man diese FKK-Spots, wenn man vom Walser Freibad bzw. den Walser Badeseen aus zur Saalach hinübergeht. Von dort führt ein Fußweg flussaufwärts Richtung Grenze. Nach ein paar hundert Metern stößt man auf die großen Schotterflächen, wo sich an warmen Tagen einige nackte Sonnenanbeter einfinden. Alternativ kann man von deutscher Seite entlang des Saalachufers vom Ort Hammerau aus zulaufen. Mit dem Auto bieten sich Parkmöglichkeiten entweder beim Waldbad (Textilbad) Wals oder in Hammerau an der Saalachtalstraße – von dort sind es jeweils einige Minuten zu Fuß. Öffentliche Verkehrsmittel erschließen das Gebiet nur mäßig (Bus nach Wals oder Zug bis Hammerau und dann Fußweg).
- Infrastruktur: Keine offiziellen Einrichtungen vor Ort. Die nahegelegenen Walser Badeseen verfügen jedoch über Kiosk, WC und Parkplätze; diese können mit genutzt werden, wenn man von dort aus startet. An den Kiesbänken selbst gibt es keinerlei Service – es handelt sich um freie Natur.
- Regeln und Verhalten: Da es sich um inoffizielle Plätze handelt, gilt besondere Rücksichtnahme. Textilbadende und Spaziergänger kommen gelegentlich vorbei – meist herrscht ein entspanntes Nebeneinander, solange Nacktbader nicht provokativ direkt am Hauptweg liegen. Offenes Feuer und Grillen sind verboten (Naturschutzgebiet beachten!). Nach dem Badevergnügen sollte man keinen Müll hinterlassen.
- Zielgruppen: Diese Saalach-Ufer eignen sich für abenteuerlustige Naturist*innen, Paare und Einzelpersonen, die kein Problem mit etwas Improvisation haben. Auch gemischte Gruppen aus Textil- und Freikörperfreunden können hier gemeinsam Zeit verbringen, indem man unterschiedliche Abschnitte wählt. Familien mit Kindern sind seltener anzutreffen – die Umgebung ist wild und es gibt keine kinderspezifischen Einrichtungen, aber ältere Kinder oder Jugendliche, die Spaß an naturbelassenen Badeplätzen haben, könnten Gefallen finden (unter Aufsicht, da Strömung!). Die Atmosphäre ist grundsätzlich tolerant, sodass LGBTQ+ Personen oder Alleinreisende sich nicht fehl am Platz fühlen.
Ausee (Freilassing, Bayern) – Verträumter Waldsee für FKK-Genießer
Mitten im Grünen, nur etwa 3 km vom Stadtzentrum Freilassings entfernt, verbirgt sich der Ausee – ein kleiner, türkisblauer Waldsee, der durch seine Abgeschiedenheit auch FKK-Liebhaber anlockt. Offiziell ist der Ausee kein ausgewiesener Badeplatz: Es gibt keinerlei Beschilderung, keine Wasserrettung und keine Infrastruktur. Dennoch hat sich das Gewässer bei Einheimischen als Geheimtipp zum Baden etabliert. Dank seiner geringen Größe wärmt sich der See im Sommer gut auf, und die von Bäumen umgebene Lage schützt vor Wind und neugierigen Blicken gleichermaßen.
Der Ausee liegt unweit der Saalach, in einem Waldgebiet, das von Wander- und Radwegen durchzogen ist. Er ist am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar. Vom Freilassinger Stadtrand führen Trampelpfade und Forstwege zum See. Wer mit dem Auto kommt, kann in der Nähe (z.B. an einer Wegeinfahrt im Wald) höchstens improvisiert parken – offiziell ausgewiesene Parkplätze gibt es nicht. Dadurch bleibt der Besucherandrang moderat. Meist teilen nur wenige Badende und Spaziergänger den Ort, sodass FKK-Anhänger hier ungestört nackt schwimmen und sonnen können. Nacktbaden ist zwar nicht amtlich erlaubt, aber in der Praxis geduldet, da der See als „wilder“ Badeplatz gilt.
Die Natur dominiert das Bild: klares, hellgrün bis türkis schimmerndes Wasser, dichtes Gebüsch und Bäume ringsum sowie ein schmaler Uferrand aus Kies und Erde. Es gibt viele versteckte Nischen, in die man sich zurückziehen kann. Dennoch ist man nie ganz allein – der umliegende Wald ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Immer wieder laufen Wanderer, Jogger oder Radfahrer am See vorbei. Wer nackt badet, sollte sich dessen bewusst sein, aber in der Regel stört sich kaum jemand daran, solange es im Rahmen bleibt. Im Gegenteil schätzen viele Besucher am Ausee die ruhige, tolerante Atmosphäre. Es kann vorkommen, dass textil badende Ausflügler und FKK-Freunde einträchtig nebeneinander ihre Handtücher ausbreiten.
Wichtig ist, dass es keinerlei Einrichtungen gibt: Weder Toiletten noch Mülleimer. Alles, was man für einen Badetag braucht, muss man selbst mitbringen – und hinterher wieder mitnehmen. Das Wasser des Ausee gilt als sehr sauber; Taucher haben bereits die Sicht unter Wasser gelobt. Allerdings können in dem stillen, nährstoffreichen Gewässer auch viele Mücken und Bremsen auftreten, insbesondere abends und im Hochsommer. Ein Insektenschutzmittel gehört daher ins Gepäck. Zudem sollten empfindliche Gemüter bedenken, dass in der Wildnis auch mal eine Schlange am Ufer auftauchen kann – zumeist harmlose Ringelnattern.
Der Ausee ist ideal für Menschen, die die Kombination aus Wald und Wasser lieben und eine stille Nackt-Badestelle abseits des Trubels suchen. FKK-Anhänger aller Altersgruppen fühlen sich hier wohl, vor allem Paare und Einzelpersonen, die dem Alltag entfliehen möchten. Familien kommen eher selten – der Zugang ist für kleine Kinder beschwerlich und es gibt keine Spielmöglichkeiten. Senioren, die gut zu Fuß sind, schätzen die Ursprünglichkeit des Platzes jedoch manchmal sehr. LGBTQ+ Gäste sind wie jeder andere willkommen; der Ausee bietet jedoch keine spezifische Szene, sondern einfach Natur pur für alle, die sie respektieren. Die beste Zeit für einen Besuch sind warme Sommertage außerhalb der Stoßzeiten – morgens oder wochentags hat man den See nicht selten ganz für sich allein. Mut und Offenheit vorausgesetzt, kann man am Ausee ein unvergessliches Nacktbade-Erlebnis mitten im Wald genießen.
Abtsdorfer See (Abtsee) bei Laufen, Bayern – Warmer Moorsee mit FKK-Bereich
Der Abtsdorfer See – auch Abtsee oder Haarsee genannt – liegt rund 6 km westlich der Salzachstadt Laufen in Oberbayern. Dieser malerische Moorsee entstand in der Eiszeit und zählt mit Wassertemperaturen bis zu 26 °C im Hochsommer zu den wärmsten Gewässern der Region. Das Moorwasser verleiht ihm eine dunklere Farbe und soll sogar eine heilende Wirkung auf die Haut haben. Am Abtsdorfer See gibt es sowohl offizielle Badestellen als auch Bereiche, in denen Nacktbaden verbreitet ist.
Am Südufer befindet sich ein öffentliches Strandbad nahe dem Gästehaus „Schloss Abtsee“. Dort findet man eine große Liegewiese, einen Kiosk, sanitäre Anlagen und einen Steg. Dieser Hauptbereich ist textil und besonders bei Familien und Einheimischen beliebt – er bietet Spielmöglichkeiten und überwachte Badestellen für Kinder. Etwas abseits davon, am Rand der Liegewiese und an angrenzenden Uferabschnitten, wird jedoch FKK praktiziert. Tatsächlich existiert am Abtsdorfer See ein geduldeter FKK-Strand, der auch auf einigen Tourismus-Webseiten erwähnt wird. Dieses Areal ist nicht eingezäunt, aber klar erkennbar: Hier liegen häufig Nacktbader jeden Alters, während Textilgäste eher näher beim Haupteingang bleiben. Offiziell ausgeschildert ist der FKK-Teil nicht, doch die Aufteilung hat sich über Jahre eingespielt und wird respektiert.
Der See ist gut erreichbar. Mit dem Auto fährt man über Laufen Richtung Abtsdorf/Leobendorf; Parkplätze stehen beim Strandbad und dem Gasthaus ausreichend zur Verfügung. Eine Busverbindung von Laufen existiert eingeschränkt, und per Fahrrad gelangt man aus der Salzachgegend ebenfalls angenehm zum Abtsee (es gibt Radwege durch die Felder). Das Gelände rund um den See ist relativ flach und über Wege gut erschlossen – für Senioren und bedingt auch für Menschen mit Behinderung ist ein Besuch machbar, wenngleich der Ufer selbst naturbelassen ist. Das Publikum am Abtsdorfer See ist bunt gemischt: Familien mit Kindern tummeln sich am Spielplatz, Jugendliche verabreden sich zum Baden, und in einem ruhiger gelegenen Teil genießen FKK-Freunde das Sonnenbaden ohne Kleidung. Diese Durchmischung sorgt für ein entspanntes, tolerantes Klima. Textil- und Nacktbereiche gehen fließend ineinander über, was aber kaum zu Irritationen führt.
Die beste Badestelle für Naturist*innen ist das Nord- und Nordwestufer, wo Büsche und Schilf etwas Sichtschutz bieten und weniger Trubel herrscht. Dort kann man nahtlos bräunen, schwimmen und den Blick auf die voralpine Landschaft genießen. Abends taucht die Sonne den See in goldenes Licht – ein beliebter Moment für Ruhesuchende, um den Tag textilfrei ausklingen zu lassen. Offizielle Regeln hinsichtlich FKK existieren nicht (die allgemeine Badeseeordnung Bayerns verbietet Nacktbaden seit 2013 nicht mehr), dennoch sollte man sich rücksichtsvoll verhalten: In unmittelbarer Nähe zum dicht belegten Familienstrand empfiehlt es sich, ein Handtuch umzulegen, falls man z.B. den Kiosk aufsucht.
Geeignet ist der Abtsdorfer See wirklich für alle Zielgruppen. Familien finden textile Badezonen mit Infrastruktur und Sicherheit, während Paare und Alleinreisende gleichermaßen die idyllische Stimmung schätzen – ob bekleidet oder unbekleidet. Ältere Semester sitzen oft gemächlich im Biergarten des Gasthauses und drehen zwischendurch eine nackt Bade-Runde am abgelegenen Ufer. Auch LGBTQ+ Gäste müssen keine Scheu haben: Das Publikum ist offen, und jeder kann den See auf die bevorzugte Weise genießen. Insgesamt verbindet der Abtsee auf gelungene Weise Freizeitvergnügen und Freikörperkultur, ohne dass sich die verschiedenen Badeformen in die Quere kommen.
Leitgeringer See (Tittmoning, Bayern) – Idyllischer Natursee mit toleriertem FKK-Ufer
Oberhalb der Salzachschleife bei Tittmoning liegt der Leitgeringer See, ein 14 Hektar großer Moor-Badesee, der von Wäldern und Wiesen umgeben ist. Dieser ruhige, bis zu 14 m tiefe See zählt zu den wärmsten Gewässern Oberbayerns und ist ein beliebtes Naherholungsziel für die umliegenden Gemeinden. Obwohl der Leitgeringer See kein offizieller FKK-Strand ausgeschrieben hat, wird Nacktbaden hier ausdrücklich geduldet. Laut Gemeinde und Badeordnung ist FKK am See erlaubt, solange niemand belästigt wird – ein Umstand, der den See in der FKK-Szene bekannt gemacht hat.
Am Ostufer des Sees befindet sich ein kleines Strandbad mit Liegewiese, Nichtschwimmerbereich und kleinem Spielplatz. Hier konzentrieren sich Familien und Textilbader. Es gibt einen Kiosk oder Imbiss (meist in den Sommerferien betrieben), Toiletten sowie Parkplätze direkt am See (kostenpflichtig während der Badesaison). Von Tittmoning aus ist der Leitgeringer See in wenigen Minuten mit dem Auto erreichbar; auch per Fahrrad gelangt man bequem über Nebenstraßen dorthin. Eine Besonderheit ist der angrenzende Campingplatz „Seebauer“: Er liegt im Landschaftsschutzgebiet unweit des Westufers und bietet naturverbundenes Übernachten. Campinggäste und Tagesbesucher beleben gemeinsam das Areal.
Wer FKK machen möchte, begibt sich am Leitgeringer See vorzugsweise an das westliche und nordwestliche Ufer. Dort, abseits des offiziellen Strandbades, findet man mehrere natürliche Liegeplätze zwischen Schilfgürteln und Bäumen. Diese Bereiche sind weniger frequentiert und haben sich als inoffizielle FKK-Zonen etabliert. An sonnigen Tagen trifft man hier oftmals eine Handvoll Nacktbader – teils Einheimische, teils Gäste vom Campingplatz – die die Stille genießen. Die Atmosphäre ist freundlich und oft kennt man sich. Textilgäste verirren sich nur selten in diese Ecken, und wenn doch, nehmen sie den Anblick nackter Haut gelassen hin.
Das Wasser am Leitgeringer See ist mild und durch den Mooranteil sehr weich. Es lädt zum ausgiebigen Schwimmen ein; Boote kann man vor Ort leihen, und auch Angeln und Stand-Up-Paddling sind gestattet. Abseits sportlicher Aktivitäten genießt man vor allem die unberührte Natur – beim Schwimmen schweift der Blick auf den Wald und manchmal kreisen Seeadler am Himmel. Die beste Zeit für FKK ist unter der Woche oder in den Morgen-/Abendstunden, wenn weniger Familien am See sind. Doch selbst am Wochenende ist genug Platz für alle, solange man sich respektiert.
Zielgruppentechnisch ist der Leitgeringer See ein echter Allrounder. Ein offizieller FKK-Verein ist zwar nicht präsent, doch Familien, die nichts gegen nackte Badende haben, fühlen sich hier genauso wohl wie Paare oder Alleinbadende, die textilfrei sein möchten. Es ist keine Seltenheit, dass Eltern am Textilstrand liegen, während ältere Jugendliche oder Großeltern einen Spaziergang ums Ufer machen und am FKK-Plätzchen ein Bad nehmen – alles verläuft unkompliziert. Auch Camper nutzen gern die Gelegenheit, mal ohne Badehose ins Wasser zu springen. Für LGBTQ+-Personen bietet der See keine spezielle Szene, aber wie überall in der Region gilt: wer gerne natürlich badet, ist willkommen. Barrierefreiheit ist am Hauptstrand gegeben (ebenerdiger Zugang, Behinderten-WC), jedoch nicht an den wilden Uferstellen. Insgesamt ist der Leitgeringer See ein idyllischer Ort, an dem Freikörperkultur und konventionelles Baden harmonisch koexistieren und jeder auf seine Kosten kommt.
Holzöstersee und Höllerersee (Franking/St. Pantaleon, Oberösterreich) – Warme Moorseen mit versteckten FKK-Ecken
Im Innviertel, unweit der Salzach zwischen Oberndorf und Burghausen, liegen zwei bemerkenswerte Moorseen: der Holzöstersee und der Höllerersee. Beide Gewässer zeichnen sich durch moorhaltiges, im Sommer sehr warmes Wasser und ein malerisches Uferpanorama aus Schilf, Wald und Wiesen aus. Offiziell sind dies familienfreundliche Badeseen mit Strandbad; doch abseits der belebten Bereiche haben auch FKK-Anhänger Möglichkeiten, nahtlos braun zu werden.
Holzöstersee (Franking): Der kleinere Holzöstersee (ca. 7 ha Fläche) gilt als einer der wärmsten Seen Österreichs – im Hochsommer werden hier oft über 25 °C erreicht. Am Ostufer befindet sich ein gemütliches Strandbad mit Liegewiese, Steg und seichtem Kinderbereich. Hier konzentriert sich der Badebetrieb, inklusive Kiosk und Umkleiden. Am gegenüberliegenden Ufer hingegen ist es ruhig und unerschlossen. Viele Badegäste schwimmen gerne auf die andere Seeseite hinüber oder umrunden den See zu Fuß (ein Wanderweg führt rundherum). An diesem westlichen und nordwestlichen Uferabschnitt, der von Wald gesäumt ist, lassen sich oft FKK-Freunde nieder. Zwischen Büschen und Bäumen findet man geschützte Plätzchen, wo Nacktbaden geduldet wird. Manchmal sind auch am Südufer – im Übergang vom offiziellen Areal zur Wildnis – einzelne Nackte zu sehen, was allgemein akzeptiert wird, solange es diskret bleibt.
Erreichbar ist der Holzöstersee über die Ortschaft Franking; Parkplätze am Strandbad sind vorhanden. Vom Salzachtal (z.B. St. Georgen bei Salzburg oder Laufen) fährt man etwa 10–15 Minuten. Eine kleine Campinganlage befindet sich ebenfalls in der Nähe, allerdings ohne dezidierten FKK-Schwerpunkt.
Höllerersee (St. Pantaleon/Haigermoos): Nur wenige Kilometer südlich liegt der Höllerersee, etwa 25 ha groß und bis zu 10 m tief. Auch er ist ein Moorsee mit warmem Wasser und zwei offiziellen Badeplätzen: Im Süden (Gemeinde St. Pantaleon) und im Norden (Gemeinde Haigermoos) gibt es jeweils Strandbad-Bereiche mit Stegen. Zudem existiert am Nordufer ein Campingplatz. Die Mehrheit der Besucher verteilt sich auf diese textilen Bereiche. Doch da der See sich lang nach Norden zieht, gibt es viele naturbelassene Uferstellen, insbesondere an der Westseite und am extremen Nordende. Dort suchen Ruhesuchende und Anhänger der Freikörperkultur die Abgeschiedenheit. Durch den umstehenden Wald und Schilfgürtel ist man an diesen Plätzen gut vor Blicken geschützt. Nacktbader gehören hier seit Jahren zum vertrauten Bild, ohne dass es offiziell angeschlagen wäre. Es hat sich einfach eingebürgert, dass am „wilden“ Ufer Kleidung optional ist.
Der Höllerersee ist über Landstraßen von Ostermiething oder St. Pantaleon aus zu erreichen; Parkmöglichkeiten bestehen an den Strandbädern und beim Camping. Vom Parkplatz muss man jedoch teils ein Stück zu Fuß laufen, um die versteckten Buchten zu erreichen. Orientierung bietet der Uferweg, der am See entlangführt.
Umgebung und Hinweise: Beide Seen liegen in malerischer, ruhiger Landschaft fernab größerer Städte. Die Wasserqualität wird in der Regel als sehr gut bewertet, was auch Taucher anlockt. Dank des Moorgehalts sind die Seen früh in der Saison badetauglich – bereits ab Mai kann das Wasser überraschend angenehm sein. Im Hochsommer sollte man wegen der hohen Temperaturen auf ausreichenden Sonnenschutz achten; es gibt zwar Bäume, aber nicht überall Schatten. Mücken können abends lästig werden, da Moorseen dafür prädestiniert sind. Offizielle FKK-Zonen sind weder am Holzöster- noch am Höllerersee ausgewiesen, daher gilt: gegenseitige Toleranz. In den ausgewiesenen Strandbädern sollte man sich bedeckt halten, während in den abgelegenen Winkeln Freikörperkultur toleriert wird. Bisher gab es damit kaum Probleme, da die Besucherströme sich gut aufteilen.
Zielgruppen: Die Moorseen im Innviertel sind echte Familienseen – dementsprechend bewegt sich das FKK-Leben eher an die Randbereiche. Familien mit kleinen Kindern bleiben lieber am flachen Strandbad, während Paare und Alleinreisende, die Ruhe möchten, an die versteckten Ufer wechseln. Für FKK-Neulinge bieten diese Seen einen sanften Einstieg, da man jederzeit zum Textilbereich wechseln kann, wenn man sich unwohl fühlt. Ältere Menschen schätzen das warme Wasser und sonnen sich gerne unbekleidet abseits des Trubels. Die Stimmung ist entspannt und familiär, sodass auch LGBTQ+-Personen hier ungezwungen baden können. Insgesamt sind Holzöstersee und Höllerersee wunderbare Naturparadiese, in denen jeder – ob nackt oder in Badekleidung – sein Fleckchen Glück finden kann.
Berghammer Kiesgrube (Kirchdorf am Inn, Bayern) – Offizieller FKK-Badestrand am Inn nahe der Salzachmündung
Zwar nicht direkt an der Salzach, aber nur wenige Kilometer von deren Mündung entfernt, befindet sich die Berghammer Kiesgrube – ein kleiner Baggersee direkt am Inn, der für FKK-Fans aus dem Salzachgebiet von Interesse ist. Dieser See liegt bei Kirchdorf am Inn (unweit von Burghausen/Marktl) und gilt als ausgewiesener FKK-Badesee. Wer gezielt einen offiziellen Nacktbadestrand mit etwas Infrastruktur sucht, ist hier genau richtig. Am Südostufer der Kiesgrube wurde ein großzügiger FKK-Bereich eingerichtet. Eine breite, gepflegte Liegewiese lädt zum textilfreien Sonnen ein, und dank der Abgeschiedenheit des Sees (ringsum Wald und Felder) können Naturist*innen ungestört relaxen.
Die Wasserqualität der Kiesgrube ist hervorragend – das Wasser schimmert in hellem Blaugrün und erwärmt sich im Sommer schnell auf angenehme Temperaturen. Das flache Ufer eignet sich gut zum Einsteigen, auch weniger geübte Schwimmer und Kinder können hier plantschen. Offiziell ist dies ein FKK-Strand, daher wird von den meisten Gästen keine Badebekleidung getragen. Für Textil-Besucher gibt es anderweitig genug Platz um den See, am FKK-Ufer überwiegt klar die hüllenlose Badefreude. Ein weiterer Pluspunkt ist die vorhandene Infrastruktur: Direkt am See steht das „Seelokal Bergham“, ein kleines Ausflugslokal, in dem man Getränke, Eis und Snacks erhält – perfekt für die Stärkung nach dem Baden. Toiletten sind dort ebenfalls zugänglich. Parkplätze befinden sich in der Nähe (Beschilderung „Badesee Bergham“ folgen); von dort sind es nur wenige Schritte zur Liegewiese.
Die Berghammer Kiesgrube wird hauptsächlich von Einheimischen besucht, ist aber längst kein Geheimtipp mehr – FKK-Anhänger aus der weiteren Umgebung, teils auch aus Salzburg oder Altötting, kommen gezielt hierher. An warmen Wochenenden kann es voll werden, doch die Atmosphäre bleibt relaxt und freundlich. Dank des offiziellen Charakters sind alle Altersklassen vertreten: ältere Herrschaften, die routiniert ihre Morgenrunde schwimmen, ebenso wie junge Paare oder Alleinstehende, die nahtlose Bräune suchen. Familien nutzen den See gelegentlich auch, wobei sie meist etwas abseits ein Fleckchen wählen – Kinder sind hier zwar nicht ausgeschlossen, jedoch sollte man bedenken, dass es sich primär um einen FKK-Platz handelt. Für aufgeschlossene Familien mit Kindern ist das aber kein Problem, da die Stimmung gesittet und natürlich ist. Vereinsleben gibt es keines, aber man grüßt sich und kommt leicht in Gespräch.
Durch die Lage am Inn, kurz nach der Einmündung der Salzach, bietet die Berghammer Kiesgrube einen schönen Abschluss für eine „FKK-Tour“ entlang der Salzach. Nach einem Tag am Fluss kann man hier in ruhiger Umgebung den Abend verbringen oder eine Pause einlegen, wenn man auf der Durchreise ist – der Platz liegt nahe der Bundesstraße B12. Da der Strand offiziell betrieben wird (teils von der Gemeinde oder einem örtlichen Verein), gelten die üblichen Baderegeln: Sauberkeit, keine Lagerfeuer, Hunde an der Leine bzw. nur in ausgewiesenen Zonen (tatsächlich sind Hundefreunde hier willkommen, ein Abschnitt erlaubt das Baden mit Hund). Die Saison reicht von Mai bis September, je nach Witterung.
Die Berghammer Kiesgrube richtet sich vor allem an eingefleischte FKK-Anhänger, die einen sicheren und legalen Ort bevorzugen. Paare und Alleinreisende fühlen sich hier sehr wohl, da man unter Gleichgesinnten ist. Auch Senioren, die Ruhe suchen, finden eine angenehme Umgebung mit Sitzgelegenheiten und schattigen Bäumen. Für LGBTQ+ Personen gibt es keine spezielle Ausrichtung, doch wie an allen offiziellen FKK-Stränden herrscht ein Klima der Offenheit. Wer noch nie einen Nacktstrand besucht hat, findet hier ebenfalls gute Bedingungen, um es einmal auszuprobieren – die Akzeptanz ist hoch und niemand wird schief angeschaut. Insgesamt ist die Berghammer Kiesgrube ein echtes Highlight für FKK-Freunde im Salzach-Inn-Gebiet: gut erreichbar, landschaftlich reizvoll und frei von Textilzwang, ideal um die Freikörperkultur in vollen Zügen zu genießen.
Hinweis: Neben den genannten Orten gibt es entlang der Salzach immer wieder einsame Uferabschnitte und Buchten, in denen spontan nackt gebadet werden kann. Grundsätzlich ist Nacktbaden in Bayern seit dem Auslaufen der alten Badeverordnung 2013 und in Österreich in freier Natur erlaubt, sofern man keine unbeteiligten Personen belästigt. Wer also beim Wandern an der Salzach eine abgeschiedene Stelle findet und ins kühle Nass springen möchte, darf das tun – natürlich auf eigene Verantwortung. Dennoch empfiehlt es sich, die oben aufgeführten Plätze zu nutzen, da dort FKK entweder offiziell erlaubt ist oder zumindest üblich und toleriert wird. So steht einem ungetrübten Badevergnügen „ohne“ nichts im Wege. Viel Spaß beim Entdecken der Salzach-Region in ihrer natürlichsten Form!

geschrieben von: Hanni (keine E-Mail Angabe), am: 13.08.2025 - 08:42
2025: Völlig veraltete Informationen. Es gibt de facto kein FKK am Abtsdorfer See, auch nicht am Höllerer See (es gibt dort nichts Verstecktes, bis auf das Landesregierungs-Bad und das Strandbad Haigermoos ist alles Privat). Am Berghamer Kiessee war ich 2024 auch mal, hab dort nicht eine einzige nackte Person gesehen.