FKK und Nacktbaden am Lech – Reiseführer zu allen Badestellen

Der Lech fließt als alpiner Wildfluss von seiner Quelle in Österreich bis zur Mündung in die Donau – und entlang seines Ufers finden sich zahlreiche Möglichkeiten für Freikörperkultur (FKK) und Nacktbaden. Dieser Reiseführer führt Sie flussabwärts an alle offiziellen und inoffiziellen FKK-Plätze am Lech, inklusive nahegelegener Seen, Weiher und Stauseen, die in Verbindung mit dem Lech stehen. Ob versteckte Kiesbank im Gebirge, idyllischer Badesee im Vorland oder breite Lechauen in der Ebene – an Vielfalt mangelt es nicht. Für jede Badestelle erhalten Sie Informationen zu genauer Lage, offiziellem Status, Natur und Wasserqualität, Anreise und Erreichbarkeit, vorhandener Infrastruktur, idealen Besuchszeiten und Regeln sowie geeigneten Zielgruppen. Genießen Sie textilfreies Badevergnügen am Lech – von den Alpen bis zur Donau!

Oberlauf des Lech – Tiroler Lechtal (Österreich)

Im Tiroler Lechtal, dem Quellgebiet des Lech, präsentiert sich der Fluss noch wild und ursprünglich. Offizielle FKK-Bereiche gibt es hier zwar nicht, doch an abgelegenen Stellen nutzen einige naturverbundene Badegäste die einsamen Kiesbänke für ein spontanes Nacktbaden. Das eisklare Gebirgswasser und die spektakuläre Alpenkulisse bieten ein besonderes Erlebnis – allerdings nur für Abgehärtete, denn die Wassertemperaturen sind auch im Hochsommer recht niedrig.

  • Name und Standort: Verschiedene naturbelassene Uferstellen im Naturpark Tiroler Lech, z.B. bei Stanzach, Forchach oder im Lechzopf nahe Elmen (Tirol, Österreich). Keine genau definierten Plätze – es handelt sich um inoffizielle Badebuchten im Flussbett.
  • Status: Inoffiziell. Es gibt keine ausgewiesenen FKK-Zonen im österreichischen Lechtal. Nacktbaden findet, wenn überhaupt, sehr diskret und vereinzelt statt. Offiziell ist das gesamte Tiroler Lechgebiet Naturschutz- und Ruhezone, weshalb textilfreies Baden nur toleriert wird, solange es niemanden stört.
  • Umgebung: Wild-romantische Flusslandschaft mit breiten Kiesbänken, türkisem Wasser und Bergen im Hintergrund. Die Natur ist weitgehend unberührt – Auwälder, Schotterinseln und klares Gebirgswasser prägen das Bild. Schatten bieten nur vereinzelte Ufergehölze; meist liegt man in der prallen Sonne auf Kies. Die Wasserqualität ist hervorragend, aber die Strömung teils stark und das Wasser auch im Sommer höchstens kühl (meist unter 15°C).
  • Erreichbarkeit: Nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar. Entlang des Lechwegs und anderer Wanderpfade gelangt man an den Fluss; Parkmöglichkeiten gibt es in den Lechtal-Dörfern (z.B. Stanzach, Elmen) – von dort aus 10–20 Minuten Fußweg zu abgelegenen Uferstellen. Öffentlicher Nahverkehr: Busverbindungen bestehen zwischen den Ortschaften im Lechtal, aber eine direkte Anbindung bis ans Wasser gibt es nicht.
  • Infrastruktur: Keine Infrastruktur vorhanden – es handelt sich um pure Wildnis. Weder Toiletten noch Kioske oder Mülleimer stehen zur Verfügung. Man sollte alles Notwendige (Trinkwasser, Handtücher, Sonnenschutz) mitbringen und seinen Müll wieder mitnehmen. Die nächsten gastronomischen Angebote oder sanitären Anlagen findet man nur in den umliegenden Dörfern.
  • Besuchszeiten & Saison: Nur an heißen Sommertagen wirklich attraktiv, da das Wasser sehr kalt ist. Hauptsaison Juli und August; an warmen Nachmittagen trifft man mit Glück ein paar Gleichgesinnte an entlegenen Stellen. In der Schneeschmelze im Frühling führt der Lech Hochwasser – Baden ist dann gefährlich und kaum möglich. Im Winter ist vom Baden gänzlich abzusehen. Wichtig: Im Naturschutzgebiet bitte auf den Wegen bleiben, nur ausgewiesene Bereiche betreten und keine Pflanzen oder Tiere stören.
  • Zielgruppen: Erfahrene Naturisten und abenteuerlustige Alleinreisende oder Paare, die Einsamkeit suchen. Aufgrund fehlender Infrastruktur und der anspruchsvollen Bedingungen (kaltes Wasser, schwerer Zugang) eher ungeeignet für Familien mit Kindern oder Senioren, die Komfort bevorzugen. LGBTQ+ Gäste sind willkommen, aber es gibt in diesem Bereich keine spezielle Szene – wer hier nackt badet, tut dies vor allem aus Naturverbundenheit und Ruhebedürfnis.

Forggensee (Ostallgäu, Bayern) – FKK-Paradies vor Alpenkulisse

Der Forggensee bei Füssen ist der größte Stausee am Lech und ein beliebtes Freizeitgebiet – auch für FKK-Anhänger. An seinem Ufer haben sich zwei inoffizielle Nacktbadeplätze etabliert: einer am Nordufer nahe Roßhaupten, und einer am Ostufer in ruhiger Lage. Mit Blick auf die Allgäuer Alpen und das Königsschloss Neuschwanstein bietet der Forggensee eine einmalige Kulisse für Badegäste, die nahtlos braun werden möchten. Die Wasserqualität ist ausgezeichnet und der See erreicht im Hochsommer angenehme Badetemperaturen. Beide FKK-Stellen sind nicht offiziell ausgewiesen, werden aber seit Jahren geduldet und von Einheimischen wie Urlaubern gerne genutzt.

FKK am Nordufer des Forggensees (Roßhaupten)

  • Name und Standort: Forggensee Nordufer, beim Stauwerk Roßhaupten (Ostallgäu, Bayern). Die Badestelle befindet sich unterhalb des Staudamms auf der westlichen Seeseite, in der Nähe der Straße zwischen Roßhaupten und Buching.
  • Status: Inoffiziell geduldet. Kein offizielles FKK-Schild, aber die Stelle ist seit vielen Jahren als Treffpunkt für FKKler bekannt. Nacktbaden ist hier üblich und wird toleriert.
  • Umgebung: Naturnahe Uferbucht mit Kies- und Grasflächen, umgeben von Gebüsch und Wald. Durch die Nähe zur Staumauer ist die Szenerie weniger idyllisch als an anderen Seeufern, aber man hat dennoch einen schönen Blick über den Forggensee. Das Wasser ist sauber und im Sommer erfrischend (ca. 18–22°C). Der Zugang zum See ist hier recht steil über einen Trampelpfad durch ein Wäldchen; unten am Ufer gibt es flache Kiesbänke zum Liegen. Etwas Schatten spenden die Sträucher und Bäume am Hangrand, ansonsten überwiegend Sonne.
  • Erreichbarkeit: Mit dem Auto über die B16 nach Roßhaupten, dann Richtung Buching/Leiterau. Gleich nach der Staumauer Roßhaupten führt ein Weg rechts zu einem kleinen Parkplatz (nahe dem „Panorama-Stadl“ Restaurant). Von dort etwa 200 m zu Fuß zurück entlang der Straße und über eine Wiese zum Waldrand. Ein steiler Trampelpfad führt hinunter zur Badestelle. Mit dem Fahrrad erreicht man den Platz über den Forggensee-Rundweg-Radweg; am Staudamm muss man schieben und den gleichen Fußweg nehmen. ÖPNV: Busse verkehren bis Roßhaupten; von der Haltestelle sind es ca. 15–20 Minuten Fußweg zum See.
  • Infrastruktur: Keine offizielle Infrastruktur direkt am FKK-Platz. Es gibt weder Toiletten noch Mülleimer oder Kiosk am Ufer. Ein Abfalleimer ist ggf. am Parkplatz vorhanden. Verpflegung und Toiletten bietet ggf. das Panorama-Stadl oben an der Straße (Restaurant, ca. 5 Gehminuten entfernt). Die Badestelle selbst ist naturbelassen – Besucher sollten alles Notwendige mitbringen und ihren Müll wieder mitnehmen.
  • Besuchszeiten & Saison: Nur in den Sommermonaten nutzbar, da der Forggensee von ca. Juni bis Oktober aufgestaut ist. In dieser Zeit kann man ganztägig baden; vormittags liegt die Stelle teilweise im Hangschatten, am Nachmittag voll in der Sonne. Besonders belebt an heißen Wochenenden im Juli/August. Außerhalb der Saison (Oktober bis Mai) ist der Forggensee abgelassen – dann fließt an dieser Stelle nur der Lech durch ein Kiesbett und Baden ist nicht möglich. Es gibt keine offiziellen Öffnungszeiten; die Besucher kommen spontan, oft nachmittags oder abends zum Sonnenuntergang. Wichtig: Rücksichtnahme ist geboten, da sich manchmal Textilwanderer auf dem Uferpfad verirren. Außerdem wird die Stelle teilweise von schwulen Männern als Cruising-Treff genutzt – wer nur in Ruhe baden will, hält sich einfach dezent im FKK-Bereich auf.
  • Zielgruppen: Vor allem erwachsene FKK-Freunde aus der Region und Urlauber, die einen unkomplizierten Nacktbadeplatz suchen. Häufig alleinreisende Männer und Paare; durch die erwähnte Cruising-Aktivität ist der Platz speziell bei LGBTQ+ (schwulen Männern) bekannt. Für Familien mit Kindern weniger geeignet (steiler Abstieg, keine Infrastruktur und eine mitunter eindeutig homoerotisch geprägte Atmosphäre abseits der Badestelle). Senioren mit guter Trittsicherheit besuchen die Stelle ebenfalls, um das Panorama zu genießen.

FKK am Ostufer des Forggensees (Halblech/Rieden)

  • Name und Standort: Forggensee Ostufer, bei Dietringen (Gemeinde Rieden am Forggensee, Ostallgäu, Bayern). Die FKK-Stelle liegt am südöstlichen Uferbereich des Forggensees, unweit der Ortschaft Dietringen, etwas nördlich der Halblech-Mündung.
  • Status: Inoffiziell geduldet. Kein offizieller FKK-Strand, aber seit Jahren etablierter textilfreier Bereich, der von Nacktbadern regelmäßig genutzt wird. Die Stelle ist nicht ausgeschildert, aber an warmen Tagen deutlich an den nackten Sonnenbadenden erkennbar.
  • Umgebung: Sehr idyllische, ruhige Uferzone mit Blick auf die Voralpenlandschaft. Am Ostufer findet man eine Kombination aus Liegewiese und kiesigem Ufer. Das Gelände ist flach und offen, nur wenige Bäume oder Sträucher – somit wenig Schatten, aber ganztägig Sonne. Die Natur rundherum ist reizvoll: In der Nähe erstrecken sich Wiesen und Wälder, und man hat Ausblick auf die Berge und Schlösser in der Ferne. Das Wasser des Forggensees ist hier sauber und im Hochsommer mit etwa 20°C angenehm zum Schwimmen. Die Atmosphäre ist friedlich und naturverbunden, weit ab von größeren Touristenspots.
  • Erreichbarkeit: Mit dem Auto erreichbar über Landstraßen: z.B. von Füssen Richtung Buching/Steingaden (B17) bis zur Ausfahrt Dietringen. Im Ort Dietringen der Beschilderung zum See folgen. Es gibt einen kleinen Parkplatz in Ufernähe (in der Regel kostenlos). Von dort führt ein Fußweg von ca. 5–10 Minuten zur FKK-Stelle. Mit dem Fahrrad ist der Platz ideal erreichbar – der Forggensee-Radweg führt unweit vorbei; wo dieser das Ostufer entlangläuft, gelangt man durch einen kurzen Abstecher ans Wasser. ÖPNV: Die nächstgelegene Busstation ist in Dietringen oder Prem; von dort muss man zu Fuß weiter (ca. 1–2 km). Insgesamt ist die Stelle etwas versteckt – wer sie sucht, hält am besten Ausschau nach anderen Nacktbadern oder orientiert sich an den GPS-Koordinaten.
  • Infrastruktur: Keine Infrastruktur direkt vor Ort. Weder Toiletten noch Kioske sind vorhanden. Die Badestelle ist vollkommen naturbelassen. Besucher sollten Verpflegung, Sonnenschirm und ggf. eine Decke (wegen des Kieses) mitbringen. Der nächste Kiosk oder Gastronomiebetrieb befindet sich im Campingplatz oder Ausflugslokal einige Kilometer entfernt am Forggensee (z.B. am Südufer bei Schwangau oder in Dietringen selbst ein Gasthof). Daher gilt: für alles Notwendige selbst sorgen. Müll sollte keinesfalls zurückgelassen werden, um die schöne Stelle sauber zu halten.
  • Besuchszeiten & Saison: Im Sommer bei stabilem Wasserstand (Juni bis September) nutzbar. Da dies eine sehr ruhige Ecke ist, kommen Besucher meist tagsüber bei gutem Wetter. Wer Einsamkeit sucht, findet unter der Woche oder am frühen Vormittag/frühen Abend viel Ruhe. In der Hochsaison Juli/August am Nachmittag können durchaus mehrere Dutzend FKK-Gäste da sein, dennoch bleibt es verteilt auf die Uferlänge beschaulich. Saisonende ist spätestens, wenn der See ab Mitte Oktober wieder abgelassen wird. Regeln: Offenes Feuer oder Zelten ist nicht erlaubt (Naturschutzgebiet angrenzend). Ansonsten gelten keine besonderen Vorschriften außer den üblichen FKK-Baderegeln (gegenseitiger Respekt, kein aufdringliches Verhalten).
  • Zielgruppen: FKK-Liebhaber, die einen landschaftlich reizvollen und ruhigen Platz schätzen. Häufig anzutreffen sind Paare und Einzelpersonen mittleren Alters, aber auch einige jüngere Naturist*innen aus der Region. Familien mit Kindern kommen gelegentlich, wenn sie die Abgeschiedenheit mögen – es gibt aber keinerlei Spielmöglichkeiten, daher eher etwas für ruhigere Familien. Die Stelle ist LGBTQ+ freundlich; alle Badegäste verbindet hier vor allem die Freude an der Natur und der Nacktheit, spezielle Szenen bilden sich mangels großer Besucherzahlen nicht. Insgesamt ideal für Ruhesuchende, Naturliebhaber und Urlauber, die nach einem inoffiziellen, stressfreien FKK-Platz mit wunderschöner Aussicht suchen.

FKK entlang des Lech in Schwaben – von Schongau bis Augsburg

Im weiteren Verlauf fließt der Lech durch Bayerisch-Schwaben und wird dabei streckenweise von Stauseen und Auwäldern geprägt. Zwischen Schongau, Landsberg am Lech und Augsburg gibt es zwar keine offiziellen FKK-Strände, doch an einigen Uferabschnitten und Baggerseen hat sich das Nacktbaden eingebürgert. Insbesondere im Großraum Augsburg, wo der Lech durch den Stadtwald fließt, findet man zahlreiche textilfreie Badestellen – vom naturbelassenen Flussufer bis zum beliebten Badesee. Im Folgenden werden die wichtigsten FKK-Spots in diesem Lech-Abschnitt vorgestellt, geordnet von südlich nach nördlich.

Lechstaustufe 23 – Mandichosee (Merching/Augsburg)

  • Name und Standort: Mandichosee (Lechstaustufe 23), bei Merching/Mering südlich von Augsburg (Grenzgebiet Landkreis Aichach-Friedberg und Landkreis Augsburg, Bayern). Der FKK-Bereich befindet sich vorwiegend am Ostufer des Stausees, nahe dem Wassersportzentrum und den Liegewiesen des offiziellen Badegeländes.
  • Status: Offiziell ausgewiesener FKK-Bereich innerhalb des Erholungsgebiets Mandichosee. Seit der Aufhebung des allgemeinen Nacktbadeverbots in Bayern (2013) wurde hier ein Abschnitt für FKK eingerichtet und beschildert. Textilfreies Baden ist dort erlaubt und üblich.
  • Umgebung: Der Mandichosee ist ein großer Stausee (rund 5 km Länge) inmitten der Lechauen. Das Ufer ist teils kiesig, teils sandig, mit weiten Liegewiesen. Das Landschaftsbild ist offen, mit Schilfzonen und einigen Bäumen am Ufer. Der FKK-Abschnitt bietet genug Platz, sodass man nicht dicht an dicht liegen muss. Das Wasser des Sees ist klar und erwärmt sich im Sommer deutlich schneller als der Fluss – ideal zum Schwimmen. In der Nähe befinden sich Segelboote und Surfer vom Wassersportzentrum, was für lebendige Atmosphäre sorgt, aber der FKK-Bereich selbst ist separiert genug für Ruhe. Teilweise gibt es Schattenspender durch Bäume am Rand, jedoch vorwiegend Sonne auf den Wiesen.
  • Erreichbarkeit: Sehr gut erreichbar mit dem Auto und Fahrrad. Aus Augsburg kommend auf der B2 Richtung Süden (Ausfahrt Kissing/Mering) und der Beschilderung „Mandichosee“ oder „Lechstaustufe 23“ folgen. Es gibt große Parkplätze am Ostufer nahe dem Wassersportzentrum und zusätzliche Stellplätze am Nordende. Fahrrad: Der Lechdamm-Radweg führt direkt zum See; Abstellmöglichkeiten für Räder sind vorhanden. ÖPNV: Von Augsburg aus per Bahn bis Mering und weiter mit Bus Richtung Merching, Ausstieg „Mandichosee“ (an Sommerwochenenden gibt es oft direkte Shuttle-Angebote). Die Wege im Erholungsgebiet sind gut ausgebaut, der FKK-Bereich ist nur wenige Schritte vom Parkplatz entfernt und auch für mobilitätseingeschränkte Personen über Wiesenwege erreichbar.
  • Infrastruktur: Umfangreiche Infrastruktur, da es ein offizielles Erholungsgebiet ist. Vorhanden sind Toilettenanlagen (WC-Häuschen) und Mülleimer am Strand, ein Kiosk/Biergarten beim Wassersportzentrum (für Snacks und Getränke) sowie ein ausgewiesener Nicht-FKK-Strand mit Badeaufsicht in der Nähe. Der FKK-Teil selbst hat keine eigene Gastronomie, aber die Versorgungsmöglichkeiten des Gesamtareals sind schnell zu Fuß erreichbar. Zudem gibt es am Mandichosee einen Beachvolleyballplatz, Spielmöglichkeiten für Kinder (allerdings eher am Textilstrand) und am Ostufer auch einen Bereich, wo Hunde erlaubt sind (separat vom FKK-Bereich). Die Wasserwacht überwacht an stark besuchten Tagen Teile des Sees – im FKK-Gelände gibt es jedoch keine ständige Aufsicht.
  • Besuchszeiten & Saison: Während der Badesaison (Mai bis September) täglich geöffnet zugänglich. Offiziell keine Sperrzeiten; praktisch belebt ist der FKK-Strand vor allem an Sommertagen von vormittags bis abends. In den Ferien und an Wochenenden herrscht Hochbetrieb, wochentags ist es etwas ruhiger. Saisonhöhepunkt Juli/August mit warmen Wassertemperaturen um 22–24°C. Außerhalb der Saison kommen nur vereinzelte Sonnenanbeter an den See, da kein Service und kühlere Witterung. Regeln: Am Mandichosee gelten die ordentlichen Bade- und Benutzungsregeln des Erholungsvereins. Der FKK-Bereich ist klar ausgeschildert – außerhalb dieses Abschnitts bitte Badekleidung tragen. Lagerfeuer und Grillen sind nur an ausgewiesenen Plätzen gestattet. Ansonsten wird auf gegenseitige Rücksichtnahme geachtet; das Miteinander von Textil- und FKK-Badegästen verläuft entspannt.
  • Zielgruppen: Sehr gemischtes Publikum. Der Mandichosee-FKK-Strand zieht Familien mit Kindern an (dank flachem Ufer und Wiesen zum Spielen), ebenso Paare jeden Alters und Einzelpersonen. Durch die offizielle Anerkennung fühlen sich auch FKK-Einsteiger hier wohl, da eine unkomplizierte Atmosphäre herrscht. Senioren genießen den Komfort (Parkplatznähe, Sitzbänke in der Umgebung), und Jugendliche kommen oft in Gruppen zum Beachvolleyball und Baden. LGBTQ+ Gäste mischen sich selbstverständlich darunter; es gibt zwar keine ausgeprägte Cruising-Ecke (da es ein offenes Gelände ist), aber der Ort ist generell offen und tolerant. Wer gezielt Ruhe sucht, findet am Rand des FKK-Bereichs ein Plätzchen, während in der Mitte eher soziale Kontakte geknüpft werden. Kurz: Ein FKK-Platz für alle, die gesellige Badeseen schätzen.

Lechauen bei Königsbrunn – versteckte Uferplätze am Lech

  • Name und Standort: Lechufer Königsbrunn, südlich von Augsburg (Bayern). Gemeint ist der inoffizielle Nacktbadebereich am westlichen Lechufer unterhalb der Staustufe 23 (Mandichosee), etwa zwischen Königsbrunn und Kissing/Alt-Königsbrunn. Zugang über die Verbindungsstraße Königsbrunn–Mering, nahe der Lechbrücke/Staustufe.
  • Status: Inoffiziell. Keine Ausweisung als FKK-Zone, jedoch wird das Nacktbaden hier seit Langem praktiziert und ist gewohnheitsrechtlich geduldet. Ein eher geheimer Tipp, der sich unter Einheimischen herumgesprochen hat.
  • Umgebung: Wunderschöne, ruhige Flusslandschaft im Lechauenwald. Das Gelände besteht aus natürlichen Kiesbänken direkt am Lech und dahinterliegenden lichten Auwäldern und Wiesen. Es gibt mehrere kleine versteckte Buchten und Lichtungen, die sich hervorragend zum ungestörten Nacktbaden und Sonnen eignen. Die Atmosphäre ist wild und romantisch – man hört das Rauschen des Flusses und das Zwitschern der Vögel. Das Wasser des Lech ist hier, knapp nach dem Auslauf des Mandichosees, klar und kühl; es fließt in mehreren Armen gemächlich, sodass auch kurze Erfrischungen im Wasser möglich sind (Vorsicht aber vor Strömungen in der Flussmitte). Es gibt an vielen Stellen flache Ufer, an denen man ins Wasser waten kann. Schatten spenden die Bäume am Ufer, aber man findet auch sonnige Plätze auf den Kiesflächen. Insgesamt sehr naturbelassene Umgebung, fernab von Straßenlärm.
  • Erreichbarkeit: Mit dem Auto: Von Königsbrunn Richtung Osten zur Lechstaustufe 23 (Folge der Beschilderung zum Mandichosee/Wassersportzentrum, dann weiter Richtung Mering). Kurz hinter dem Stauwehr auf Königsbrunner Seite zweigt ein unbefestigter Weg ab, dort befindet sich ein kleiner inoffizieller Parkplatz im Wald (gegenüber vom Mandichosee auf der anderen Uferseite). Ab hier zu Fuß ca. 5–10 Minuten auf Pfaden flussabwärts (Richtung Norden) entlang des Lechs, bis man geeignete Plätze findet. Mit dem Fahrrad: Hervorragend erreichbar über die Radwege entlang des Lechdamms – z.B. von Augsburg oder Königsbrunn auf dem westlichen Damm Richtung Süden fahren, bis man in Höhe der Staustufe ist. Von dort führen Trampelpfade ans Ufer. ÖPNV: Keine direkte Anbindung. Nächste Busverbindung endet in Königsbrunn; von dort ca. 3 km Fuß- oder Radweg. Die Gegend ist etwas abgelegen, aber gerade das macht ihren Reiz aus.
  • Infrastruktur: Nicht vorhanden. Es handelt sich um freie Natur ohne jegliche Einrichtungen. Keine Toiletten, keine offiziellen Parkplätze, keine Müllentsorgung – Besucher müssen vollkommen autark sein. Aufgrund der Abgeschiedenheit sollte man ausreichend Trinkwasser und Proviant mitnehmen. Handy-Empfang ist am Flussufer vorhanden, aber schwächer. Wichtig: Den Parkplatz und die Zugangswege nicht mit dem Auto zuparken und keine Wertgegenstände im Wagen lassen, da das Gebiet einsam ist.
  • Besuchszeiten & Saison: Hauptsächlich im Sommer bei warmem Wetter genutzt. Die Badestellen sind ganztägig zugänglich; viele kommen nachmittags oder am frühen Abend nach der Arbeit für ein paar Stunden Entspannung. Auch sonnige Frühmorgende haben ihren Reiz, wenn Nebelschwaden über dem Lech stehen und man völlig allein ist. In der Regel trifft man nur wenige Personen gleichzeitig – an sehr heißen Wochenenden können sich aber doch einige Dutzend FKK-Fans im weiteren Uferbereich verteilen, ohne dass es voll wirkt. Saison: Juni bis September, je nach Wetter. In kühleren Monaten ist die Stelle meist menschenleer. Da keinerlei Aufsicht vorhanden ist, sollte man stets achtsam sein: Bei steigendem Wasserstand (z.B. nach Gewittern) können die Kiesbänke teilweise überspült werden. Regeln: Es gibt keine speziellen Vorschriften, aber selbstverständlich gilt Naturschutz – Pflanzen und Tiere respektieren, keinen Müll hinterlassen, Feuer machen ist verboten. Diskretion und Zurückhaltung sind angebracht, da Spaziergänger auf den weiter entfernten Wegen nicht gestört werden sollen.
  • Zielgruppen: Dieser Platz zieht vor allem FKK-Puristen und Naturfreunde an, die Ruhe suchen. Häufig sind es Einzelpersonen oder Paare, die die versteckten Ecken genießen möchten. Durch die Abgeschiedenheit fühlen sich auch eher schüchterne Nacktbader hier wohl, da man ungestört ist. Die Altersstruktur ist gemischt, tendenziell viele 30- bis 50-Jährige; gelegentlich auch jüngere FKK-Neulinge, die das Abenteuer eines wilden Platzes schätzen. Familien sind selten – der Zugang und fehlende Komfort schrecken die meisten mit Kindern ab, obwohl flache Uferbereiche zum Spielen da wären. Für LGBTQ+ Besucher (speziell schwule Männer) können die einsamen Pfade reizvoll sein, allerdings ist diese Location kein klassisches Cruising-Gebiet, sondern eher zum stillen Genießen gedacht. Insgesamt ideal für Individualisten, die die Natur und Nacktheit abseits vom Trubel erleben wollen.

Lech-Hochablass und Augsburger Stadtwald (Augsburg)

  • Name und Standort: Lech-Hochablass, Augsburg – Flussuferbereich am südöstlichen Stadtrand von Augsburg (Bayern), beim Hochablass-Wehr und rund um den Kuhsee im Stadtteil Hochzoll. Das FKK-Gelände erstreckt sich entlang beiden Seiten des Lechs im Stadtwald-Gebiet, insbesondere stromabwärts des Hochablasses.
  • Status: Inoffiziell, aber weitgehend akzeptiert. Im Bereich Hochablass/Augsburger Stadtwald ist Nacktbaden seit Jahren üblich und wird von den Behörden geduldet. Tatsächlich gilt dieser Abschnitt als so etabliert, dass er de facto einem offiziellen FKK-Gelände entspricht – allerdings ohne offizielle Beschilderung. Seit der Legalisierung des Nacktbades in Bayern 2013 gibt es kein Verbot mehr, und viele nutzen das Areal selbstverständlich textilfrei.
  • Umgebung: Weitläufiges, sehr natürliches Flussufer inmitten des Augsburger Stadtwalds. Der Lech verzweigt sich hier leicht, fließt ruhig in seinem breiten Kiesbett und lädt mit großen flachen Kiesbänken und kleinen Buchten zum Sonnen ein. Die Umgebung ist grün und idyllisch: dichter Auwald, Wiesen und das Wasser – man vergisst beinahe, in einer Großstadt zu sein. Das Areal umfasst mehrere hundert Meter Ufer, sodass man zahlreiche Plätzchen findet, von ganz offen bis gut versteckt hinter Sträuchern. Die Wasserqualität des Lech ist auch hier noch sehr gut, aber natürlich etwas kühler als ein See (im Sommer um 18°C). Viele legen sich nur zum Sonnen in die Kies- oder Sandbuchten und kühlen sich zwischendurch kurz im Fluss ab. An manchen Uferstellen hat sich feiner Sand abgelagert, was das Liegen angenehm macht. Schatten ist punktuell durch Bäume vorhanden, insgesamt aber viel Sonne. Vom benachbarten Kuhsee und den Spazierwegen hört man in der Ferne Stimmen, doch im FKK-Bereich selbst geht es ruhig und entspannt zu.
  • Erreichbarkeit: Hervorragend für alle Verkehrsmittel. Mit dem Auto: Ziel „Kuhsee“ in Augsburg-Hochzoll eingeben. Dort gibt es einen großen Parkplatz (gebührenfrei) direkt am See/Hochablass (Straße „Am Eiskanal“). Vom Parkplatz wenige Minuten zu Fuß über den Hochablasssteg oder entlang des Kuhsees bis zu den Lech-Kiesbänken. Mit dem Fahrrad: Zahlreiche Radwege führen in den Stadtwald; der Lechdamm-Radweg verläuft parallel zum FKK-Ufer – einfach an geeigneter Stelle Richtung Fluss abbiegen. ÖPNV: Straßenbahnlinie 1 bis Haltestelle „Hochzoll Kuhsee“ oder Buslinie 29; von dort ca. 5 Minuten zu Fuß. Barrierefreiheit: Bis zum Hochablass-Wehr gibt es befestigte Wege und auch am Kuhsee entlang (rollstuhlgeeignet). Direkt an den Flussstrand gelangt man jedoch nur über Trampelpfade durch den Wald, für Rollstuhlfahrer schwierig. Fahrräder können am Weg abgestellt werden, dazwischenliegende Entfernungen sind kurz.
  • Infrastruktur: Direkt im FKK-Bereich gibt es keine gebauten Anlagen – es ist Teil des Naturschutzgebietes. Allerdings ist die allgemeine Infrastruktur in unmittelbarer Nähe ausgezeichnet: Am Kuhsee (angrenzend) befinden sich öffentliche Toiletten, ein Kiosk/Biergarten, Picknickbänke und Mülleimer. Auch Trinkwasserstellen und eine DLRG-Station sind am Kuhsee vorhanden. Das bedeutet, FKK-Gäste am Lech können diese Einrichtungen mitnutzen, müssen aber ein paar Minuten Fußweg in Kauf nehmen. Am Fluss selbst sollte man achtsam sein: keine Glasflaschen verlieren (der Kies) und Abfälle wieder einsammeln. Wer länger bleibt, kann zwischendurch den kurzen Weg zum Kiosk nehmen, wo es Eis, Getränke und Snacks gibt. Camping ist nicht erlaubt, aber Tagesbesucher finden alles Nötige in Reichweite.
  • Besuchszeiten & Saison: In den Sommermonaten hoch frequentiert, besonders an heißen Tagen. Schon im Frühling (Mai) kommen die ersten Sonnenanbeter, denn sobald es warm genug ist, zieht es viele Augsburger ins Grüne. Von morgens bis abends findet man FKK-Gäste am Hochablass – vormittags eher die Ruhesuchenden, nachmittags auch jüngeres Publikum in Grüppchen. Abends genießt man den Sonnenuntergang am Fluss. Es gibt keine offiziellen Öffnungszeiten; das Gebiet ist öffentlich zugänglich und wird auch im Winter von Spaziergängern genutzt. Im Winter oder an kalten Tagen badet natürlich niemand, doch einige Hartgesottene sonnen sich auch in der Übergangszeit kurz nackt, wenn die Sonne scheint. Regeln: Da es städtisches Gebiet ist, gelten die städtischen Verordnungen – Nacktheit ist erlaubt, solange niemand belästigt wird. Offenes Feuer ist untersagt, Hunde müssen im Naturschutzgebiet an die Leine. Generell gilt die Devise der Münchner Isar: „Leben und leben lassen“ – FKKler und Textil-Passanten respektieren einander. Wichtig: Da keine offizielle Abgrenzung existiert, sollten FKK-Anhänger etwas Abstand zu stark begangenen Wegen halten; das ist aber durch die Geländebeschaffenheit (versteckte Plätze) ohnehin gegeben.
  • Zielgruppen: Sehr breite Zielgruppe – vom Studenten bis zum Rentner. Hier trifft man wirklich alle: erfahrene FKK-Veteranen, die schon seit Jahrzehnten hier liegen; junge Paare, die gemeinsam nahtlos braun werden wollen; Freundesgruppen mittleren Alters, die ein kleines privates Eckchen besetzen; ebenso Familien, die mit Kindern lieber an den ruhigeren Flussstrand ausweichen, wenn am Kuhsee Trubel herrscht (man sieht tatsächlich ab und zu naturistische Familien, die ihren Kindern hier ein freies Körpergefühl ermöglichen). LGBTQ+ Besucher gehören ebenfalls zum Bild – das Gebiet ist groß genug, dass z.B. schwule Männer sich eigene Plätze suchen können, ohne aufdringlich zu sein; gelegentlich entstehen im Dickicht auch Cruising-Bereiche, was aber in der Weite des Geländes niemanden stört. Insgesamt herrscht ein harmonisches Miteinander. Wer Gesellschaft sucht, wird eher in der Nähe des Hochablass-Wehrs fündig (dort liegen oft mehrere Leute beisammen und kommen ins Gespräch). Wer Abgeschiedenheit will, geht ein paar hundert Meter flussabwärts und hat fast Privatheit. Somit fühlen sich praktisch alle Zielgruppen angesprochen – einer der Gründe, warum FKK am Lech in Augsburg so beliebt ist.

Kaisersee (Augsburg – Gersthofer Baggersee)

  • Name und Standort: Kaisersee, Augsburg. Ein kleiner Baggersee im Norden von Augsburg, an der Stadtgrenze zu Gersthofen (Bayern). Lage: westlich der A8-Anschlussstelle Augsburg-Ost und östlich des Augsburger Müllbergs, unmittelbar an der Mühlhauser Straße (St 2035 Richtung Gersthofen/Neuburg).
  • Status: Inoffizieller FKK-See. Der Kaisersee ist seit vielen Jahren ein ausgewiesener Treffpunkt der FKK-Szene, ohne dass er offiziell als FKK-Bad deklariert wäre. Textil-Baden ist zwar nicht verboten, findet aber kaum statt – praktisch alle Besucher sind nackt, und das wird allgemein toleriert.
  • Umgebung: Der Kaisersee ist etwa 4 Hektar groß, eingebettet in eine grüne Oase am Stadtrand. Rund um den See wachsen viele Büsche und Bäume, wodurch gemütliche, teils abgeschirmte Liegeplätzchen entstehen. Es gibt keine großen Liegewiesen; stattdessen finden sich kleine Nischen und natürlich bewachsene Uferbereiche mit Schilf und Gebüsch, was dem See einen intimen Charme verleiht. Eine schmale, bewaldete Halbinsel ragt in den See – sie ist ein besonders beliebter Liegeplatz für FKK-Gäste, da man dort rundum vom Wasser umgeben ist. Das Wasser ist typisches Baggersee-Wasser: klar bis leicht grünlich, mit bis zu 4 m Tiefe und im Sommer angenehm temperiert (um 22°C in warmen Phasen). Der Seegrund fällt relativ schnell ab; Einstieg meist über kleine Schneisen im Schilf oder an den wenigen freien Uferstellen. Durch die Vegetation gibt es Stellen mit Schatten und halbschattige Plätzchen, aber auch sonnige Uferflecken. Ab und an hört man etwas Geräusch vom nahen Verkehrsflughafen Augsburg (leichter Fluglärm), aber insgesamt ist es überraschend ruhig. Die Natur am Kaisersee ist trotz Stadtnähe vielfältig – Libellen schwirren, Fische springen, und mit etwas Glück sieht man Wasservögel. Viele Badegäste schätzen diesen naturnahen Charakter.
  • Erreichbarkeit: Mit dem Auto: Aus der Innenstadt Augsburg über die Neuburger Straße Richtung Autobahn A8/Gersthofen, dann an der Kreuzung zur Mühlhauser Straße Richtung Mühlhausen/Gablingen. Der See liegt links hinter einer kleinen Anhöhe (Augsburger Müllberg). Offizielle Parkplätze gibt es wenige – meist stellen Besucher ihr Auto am Rand der Mühlhauser Straße (auf dem Seitenstreifen) ab oder nutzen den Wirtschaftsweg, der zum See führt (bitte nicht die Zufahrt versperren). Mit dem Fahrrad: gut erreichbar über stadtnahe Radwege; z.B. vom Zentrum Augsburg entlang der Wertach oder über Lechhausen Richtung Autobahn, dann parallel der Mühlhauser Straße. ÖPNV: Buslinien Richtung Gersthofen/Mühlhausen halten an der nahegelegenen Haltestelle „Augsburg Mühlhauser Straße“; von dort etwa 5 Gehminuten bis zum See. Orientierung: der See ist durch Büsche verdeckt, aber es führt ein Trampelpfad vom Straßenrand hinunter. Kein offizielles Schild weist den Weg – man erkennt den Zugang meist an abgestellten Fahrrädern oder Autos.
  • Infrastruktur: Sehr rudimentär. Der Kaisersee verfügt über keinerlei offizielle Infrastruktur für Badegäste. Weder Sanitäranlagen noch Kiosk sind vorhanden. Früher waren mal Einstieghilfen/Badetreppen installiert, diese wurden jedoch entfernt (im Zuge der Übernahme des Geländes durch einen Angelverein). Das Ufer ist also naturbelassen, man klettert an manchen Stellen etwas über Wurzeln ins Wasser. Müllbehälter sind nicht vorhanden, daher gilt: alles wieder mitnehmen. Die nächste Versorgung (Supermarkt, Bäckerei) befindet sich in Augsburg-Lechhausen oder Gersthofen, mehrere Kilometer entfernt, also besser Proviant dabeihaben. Es gibt allerdings eine kleine Bank am Ufer und einige naturgeschaffene Sitzmöglichkeiten durch Baumstämme. Der Angelverein nutzt den See gelegentlich, hat aber kein Gebäude vor Ort – nur Hinweisschilder. Trotz fehlender Infrastruktur fühlen sich viele Besucher hier wohl, weil es sehr ursprünglich ist.
  • Besuchszeiten & Saison: Vom Frühjahr bis in den Herbst hinein belebt. Sobald die Sonne herauskommt (mitunter schon im April), ziehen die ersten Nacktbader ihre Bahnen. Hochsaison ist Juni bis August, dann herrscht an schönen Tagen reger Betrieb und rund um den See liegen überall Sonnenhungrige – häufig sind 50–100 Personen gleichzeitig da, was für den kleinen See viel ist. Dennoch verteilt es sich dank der vielen Winkel recht gut. Die meisten kommen nachmittags und am frühen Abend. Morgens ist es sehr ruhig und ideal für ein ungestörtes Nackt-Frühschwimmen. Offizielle Öffnungszeiten gibt es nicht, man kann theoretisch jederzeit hin – nachts sollte man aber aus Sicherheitsgründen nicht schwimmen. Manche kommen auch noch an warmen Septembertagen. Im Winter nutzt gelegentlich jemand den See für Eisbaden (textilfrei ist ja erlaubt), aber das sind Ausnahmen. Regeln: Nacktbaden ist hier quasi Tradition. Konflikte entstehen höchstens mit dem Angelverein, der das Gewässer gepachtet hat – es gab Berichte, dass Angler versucht haben, FKKler zu verdrängen, aber letztlich ist Nacktbaden gesetzlich gestattet. Daher: selbstbewusst, aber respektvoll auftreten. Auf Angler Rücksicht nehmen (nicht direkt neben Angelplätze legen, Lärm vermeiden). Dank des sozialen Gefüges achten Stammgäste darauf, dass Neulinge sich einfügen und der Platz sauber bleibt. Die Atmosphäre ist freundlich und ungezwungen.
  • Zielgruppen: Der Kaisersee ist ein echter „Klassiker“ unter den Augsburger FKK-Spots, entsprechend bunt gemischt ist das Publikum. Viele Stammgäste – teils seit Jahrzehnten dabei – verbringen hier ihre Sommertage. Diese sind oft mittleren Alters bis Senioren und schätzen die Vertrautheit. Zugleich finden auch immer wieder jüngere Leute den Weg hierher, insbesondere offene und körperbewusste Menschen um die 20–40, die lieber unter Gleichgesinnten sind als an einem gemischten Strand. Als „FKK-See“ wird er auch von der LGBTQ+ Community genutzt, allerdings nicht exklusiv; schwule Paare oder Einzelpersonen fühlen sich willkommen, aber der See ist kein ausgewiesener Cruising-Treff (dazu ist er zu übersichtlich). Frauen besuchen den Kaisersee ebenso – teils alleine, teils mit Partner – und berichten von einer respektvollen Atmosphäre. Familien mit Kindern sind eher selten: Der See hat keine flachen Strandbereiche für Kinder und die meisten Eltern bevorzugen dann doch den nahen Autobahnsee (Textil). Insgesamt trifft man am Kaisersee vor allem erwachsene Naturist*innen, die Ruhe suchen, und eine entspannte FKK-Community, in der Neulinge freundlich aufgenommen werden.

Auensee (Kissing) – Kleidung optional am idyllischen Baggersee

  • Name und Standort: Auensee, Kissing (Landkreis Aichach-Friedberg, Bayern). Ein 18 ha großer Baggersee westlich der Ortschaft Kissing, gelegen zwischen dem Lech und dem kleinen Fluss Galgenbach. Rund 10 km südöstlich von Augsburg-Zentrum.
  • Status: Inoffiziell, aber vollständig als FKK-See etabliert. Am Auensee ist an zwei Dritteln des Ufers Baden erlaubt (ein Drittel steht unter Naturschutz) – diese frei zugänglichen Uferbereiche werden praktisch komplett von FKK-Anhängern genutzt. Offiziell handelt es sich um „geduldetes FKK“, also Clothing-Optional, aber faktisch sind fast alle Besucher nackt. Das macht den Auensee zu einem überregional bekannten FKK-Paradies, auch ohne formellen Ausweis.
  • Umgebung: Sehr malerisch und ruhig. Der Auensee liegt eingebettet in die Auenlandschaft; an seinem Nordufer schließt direkt ein Wäldchen/Naturschutzgebiet an, das Ufer selbst ist aber offen mit Liegewiesen und Sand-Kiesstrand. Das Wasser hat sehr gute Qualität, ist klar und im Sommer angenehm warm (flache Ufer, daher schnell aufgeheizt, oft über 22°C). Die Ufer sind teils grasbewachsen, teils kieselig. Am nördlichen (FKK-)Ufer hat sich ein breiter Strandabschnitt herausgebildet, wo man nebeneinander am Boden liegen kann. Je weiter man nach Osten oder Westen geht, desto urtümlicher wird es (Schilf und einzelne Sträucher). Schatten gibt es kaum auf den Hauptwiesen – am Rand des Naturschutzteils findet man aber ein paar Bäume, unter die man sich legen kann. Die Atmosphäre an einem sonnigen Tag ist herrlich unbeschwert: überall sonnen sich Menschen textilfrei, einige schwimmen ausdauernd im See, andere spielen eine Runde Volleyball am Ufer. Trotz vieler Besucher wirkt der Platz dank der Natur nie hektisch. Im Hintergrund sieht man Felder und Wald, und manchmal hört man entfernt ein landwirtschaftliches Gerät – ansonsten Natur pur.
  • Erreichbarkeit: Mit dem Auto: Über die B2 nach Kissing, dort der Ausschilderung zum Auensee folgen (bzw. Richtung „Weitmannsee/Auensee“, da mehrere Seen nah beieinander liegen). Es gibt ausgewiesene Parkplätze am Südufer des Auensees sowie weitere in der Umgebung für die anderen Seen. Die Parkplätze sind kostenfrei, an Spitzentagen aber früh voll. Von Augsburg kommend ist man in ca. 20–30 Minuten per PKW vor Ort. Fahrrad: Aus Augsburg führt ein schöner Radweg immer entlang dem Lechdamm nach Süden; bei Kissing gelangt man direkt zum Auensee (ca. 12 km flach). Auch aus Mering oder Friedberg sind Radwege vorhanden. ÖPNV: Stundlich fährt die Bahn Augsburg–Kissing–Mering; vom Bahnhof Kissing läuft man etwa 2,5 km (gut 30 Minuten) bis zum See. Alternativ Bus aus Augsburg nach Kissing, dann ca. 20 Min Fußweg. Die letzten Meter zum See führen über einen Feldweg. Am See selbst kann man sich gut zu Fuß bewegen – Wege sind teilweise geschottert und eben (der nördliche FKK-Uferbereich ist aber nur über Wiese erreichbar, Rollstuhl schwierig). Fahrradständer sind am Zugang vorhanden.
  • Infrastruktur: Am Auensee vorhanden: ein großer Parkplatz, Liegewiesen, saisonale Wasserwacht-Station der DLRG am Wochenende. Kein Kiosk direkt am Auensee, jedoch versorgt ein Eis-/Getränzeverkauf gelegentlich die Badegäste (variiert). Mülleimer stehen an den Haupteingängen. Offizielle Toiletten sind nicht installiert – Besucher nutzen meist die Natur (mit Bedacht) oder weichen zum nahegelegenen Weitmannsee aus, wo Sanitäranlagen verfügbar sind. Da der Auensee Teil eines Naherholungsverbunds mit anderen Seen ist, findet man in Spazierweite mehr Infrastruktur: Am Weitmannsee (500 m entfernt) gibt es einen Kiosk, WCs und sogar einen FKK-Club (Sportbund Helios Gelände, allerdings privat). Diese können zwar nicht frei benutzt werden, aber zeigen: die Gegend ist auf Badegäste eingestellt. Am Auensee selbst genießt man die einfache, naturbelassene Ausstattung – wer etwas braucht, hat es idealerweise dabei oder unternimmt einen kurzen Gang zum Auto.
  • Besuchszeiten & Saison: Hochsaison von Mai bis September. An warmen Sommertagen (besonders Wochenende) kommen bis zu 1000–1500 Besucher an den Auensee – davon der Großteil an das FKK-Ufer. Dann herrscht buntes Treiben von früh bis spät. Wer einen guten Platz möchte, sollte am Wochenende vormittags kommen. Unter der Woche ist es deutlich entspannter und auch abends gegen 17/18 Uhr leert es sich etwas, sodass auch Kurzentschlossene noch einen ruhigen Badeplatz finden. Frühmorgens schwimmen oft ein paar Sportliche ihre Runden nackt im stillen See, tagsüber dominiert Sonnenbaden und Schwimmen. Durch die tiefe Lage windgeschützt, weshalb es auch noch im September angenehm sein kann. Offizielle Öffnungs- oder Badezeiten gibt es nicht – das Gelände ist jederzeit zugänglich. Allerdings kontrolliert der Ordnungsdienst gelegentlich, ob das Naturschutzgebiet eingehalten wird (Betreten verboten im gekennzeichneten Bereich). Regeln: Keine Nacktheit im Naturschutz-Drittel des Sees (dort sowieso Badeverbot). Ansonsten ist FKK am restlichen Ufer erlaubt. Die Badenden achten darauf, die geschützten Bereiche zu respektieren (v.a. keine Störung der Tiere im Nordwestufer). FKK und Textil mischen sich kaum; wer an den Auensee kommt, weiß, dass hier nackt gebadet wird, daher gibt es selten Konflikte. Lautstärke moderat halten, Grillen verboten außer an ausgewiesenen Stellen weiter weg. Alles in allem wird der Auensee sehr sauber und ordentlich gehalten, auch dank engagierter Stammgäste.
  • Zielgruppen: Der Auensee zieht FKK-Fans aus dem gesamten Großraum Augsburg/München an, entsprechend vielfältig ist das Publikum. Hier findet man Familien mit Kindern, die das freie Körpergefühl genießen – die Kleinen plantschen nackt im flachen Uferbereich, während die Eltern entspannt auf der Wiese liegen. Daneben junge Leute, teils in Gruppen, die Volleyball spielen oder Musikhören (in angemessener Lautstärke). Auch viele Paare mittleren Alters und Senioren schätzen den See, weil er einer der wenigen Orte ist, wo FKK so selbstverständlich gelebt wird. Durch die Größe des Geländes kann jede Gruppe „ihr“ Plätzchen finden: Familien oft etwas näher bei anderen Familien, Ruhesuchende eher an den Rand der FKK-Zone, sportlich Aktive mittendrin. LGBTQ+ Besucher gehören ebenfalls dazu – der Auensee hat keinen speziellen Gay-Bereich, aber er ist bekannt für seine Offenheit. So trifft man beispielsweise auch mal auf Gruppen der queerfreundlichen FKK-Vereine oder einfach Regenbogen-Handtücher neben Familienpicknickdecken. Diese Durchmischung trägt zur entspannten Atmosphäre bei: jeder darf so sein, wie er mag, solange er die anderen respektiert. Gerade Neulinge fühlen sich am Auensee gut aufgehoben, weil immer genug Gleichgesinnte da sind und FKK hier wirklich Mainstream ist.

Lechufer bei Meitingen und Langweid (Unterer Lech, nördlich Augsburg)

  • Name und Standort: Lechufer Meitingen-Langweid, zwischen den Gemeinden Meitingen und Langweid am Lech (Landkreis Augsburg, Bayern). Es handelt sich um einen längeren Flussabschnitt entlang beider Ufer des Lech, ca. 20 km nördlich von Augsburg, beginnend etwa auf Höhe Meitingen (Flusskilometer 35) bis Langweid (Flusskilometer 30).
  • Status: Inoffizieller FKK-Bereich. An diesem Abschnitt gibt es keine Verbotsschilder gegen Nacktbaden – im Gegenteil, seit der Legalisierung 2013 wird hier nach Lust und Laune entweder textil oder nackt gebadet. Das bedeutet: Der Bereich ist nicht offiziell als FKK-Strand ausgewiesen, aber Nacktheit ist überall erlaubt und sehr verbreitet. Insbesondere im nördlichen Teil bei Meitingen ist FKK gang und gäbe.
  • Umgebung: Der Lech fließt in diesem Abschnitt durch ein breites Kiesbett mit ausgedehnten, flachen Kies- und Sandbänken. Die Umgebung ist naturbelassen: Auwaldsäume und Heiden, die sogenannten Lechheiden, umgeben den Fluss. Durch Regulierungen ist der Fluss hier relativ ruhig und bildet bei niedrigem Wasserstand kleine Inseln und seichte Buchten – ideal zum Sonnen und Planschen. Die Kiesbänke sind hell und von der Sonne aufgeheizt; man liegt quasi wie an einem naturbelassenen Strand. Das Wasser des Lech ist klar und etwas wärmer als im Oberlauf, aber immer noch erfrischend kühl (im Hochsommer um 18–20°C). Viele baden hier eher „knee-deep“, sprich sie legen sich ans seichte Ufer oder setzen sich in flache Strömungsarme, um sich abzukühlen. Tiefe Schwimmstellen gibt es auch, aber man sollte vorsichtig sein, da Strömungen tückisch sein können. Schatten findet man am Rand der Kiesbänke unter einzelnen Bäumen oder Sträuchern – die meisten Bereiche sind aber offen. An warmen Tagen wirkt die Landschaft fast mediterran: weißgraue Kiesflächen, blauer Himmel, das Glitzern des Wassers und hier und da bunte Sonnenschirme der Besucher. Trotz gelegentlich vorbeifahrender Radfahrer auf dem Damm hat man viel Privatsphäre, weil das Ufer etwas tiefer liegt. Abseits der Badebereiche sind seltene Tier- und Pflanzenarten zu Hause (Schutzgebiete beachten).
  • Erreichbarkeit: Mit dem Fahrrad optimal: beidseits des Lech verlaufen gut ausgebaute Radwege (Lechradweg), die direkt an Meitingen und Langweid vorbeiführen. Von diesen Wegen kann man an geeigneten Stellen über Trampelpfade zu den Kiesbänken hinuntersteigen. Mit dem Auto: In Meitingen oder Langweid parken (öffentliche Parkplätze im Ort, z.B. am Lechpark oder Sportplatz). Von dort zu Fuß oder mit Rad auf den Damm. Es gibt auch kleine Parkbuchten an der Lechauenstraße zwischen den Orten, von denen aus man in wenigen Minuten am Wasser ist. ÖPNV: Meitingen besitzt einen Bahnhof (Bahnstrecke Augsburg-Donauwörth); von dort sind es ca. 1,5 km Fußweg bis zum Lechufer. Ebenso hält der AVV-Bus in Langweid – Fußweg ähnlich weit. Die Mobilität vor Ort erfordert dann jedoch, am Fluss entlang zu laufen. Tipp: Mit dem Rad vom Bahnhof ist man flexibler. Insgesamt ist die Erreichbarkeit gut, da das Gebiet nahe besiedeltem Raum liegt, aber man muss kleine Fußmärsche einplanen.
  • Infrastruktur: Keine Infrastruktur direkt am Fluss. Das Gebiet ist Teil der freien Natur. Weder Toiletten noch Kiosk noch offizielle Liegewiesen sind vorhanden. Die nächsten Verpflegungsmöglichkeiten findet man in den Orten Meitingen und Langweid (Supermärkte, Biergärten etc. in 1–2 km Entfernung). Am Fluss sollte man also eine Decke/Handtuch für den Kies, Getränke und evtl. Sonnenschutz (Sonnenschirm oder ähnliches) mitbringen, da es sehr sonnig werden kann. Müllbehälter gibt es am Fluss nicht, daher unbedingt eigenen Abfall wieder mitnehmen. In Meitingen selbst gibt es den Lechpark, wo Bänke und Papierkörbe stehen – aber das ist textile Zone. Die FKK-Kiesbänke sind wirklich naturbelassene Plätze.
  • Besuchszeiten & Saison: Hauptsächlich im Sommer genutzt, wenn der niedrige Wasserstand große Kiesflächen freilegt. In den heißen Monaten Juli und August beleben sich die Kiesinseln teils ab Mittag kräftig. Nacktbader und Textilbader mischen sich, oft mit genügend Abstand zueinander, sodass jeder ungestört ist. Besonders am Wochenende kommen viele aus dem Umland hierher zum Sonnenbaden – dann sieht man an jeder größeren Kiesbank ein paar Leute liegen, manche nackt, manche in Badehose, ganz zwanglos gemischt. Wer es einsam mag, findet aber immer ein eigenes Plätzchen etwas weiter nördlich oder südlich. Die Saison beginnt etwa im Mai (je nach Temperatur) und geht bis September. Im Frühling führt Schneeschmelze manchmal zu höherem Wasser, dann sind weniger Liegeflächen vorhanden. Ab Herbst ist das Wasser wieder kälter und die Besucherzahlen gehen gegen Null. Abends kann man noch lange die Wärme der Steine genießen; einige Lagerfeuer-Fans kommen dann (offiziell nicht erlaubt, aber gelegentlich geduldet bei Vorsicht). Da der Bereich groß ist, gibt es keine Regeln außer den allgemeinen: Naturschutz beachten (bestimmte Heiden nicht betreten), keine geschützten Tiere stören (z.B. brütende Vögel auf Inseln). Ansonsten ist Nacktbaden hier „frei“ – man tut es nach eigenem Ermessen. Wichtig: Zwischen Lech und Lechkanal befindet sich stellenweise sumpfiges Gelände – auf Wegen bleiben, um nichts zu beschädigen oder zu gefährden.
  • Zielgruppen: Ein lockerer Treffpunkt für alle, die abseits von offiziellen Badestellen entspannen wollen. Hier findet man den Angestellten aus Meitingen, der nach Feierabend die Krawatte gegen nichts als Sonne tauscht, genauso wie die junge Studentin, die mit dem Rad aus Augsburg kommt, oder das Rentnerpaar, das seinen festen Stammplatz hat. Familien sieht man hin und wieder – insbesondere an flachen Stellen, wo Kinder im seichten Wasser spielen können, ohne Strömungsgefahr. Allerdings bevorzugen viele Familien doch eher die nahegelegenen offiziellen Badeseen (z.B. den nahegelegenen „Mandichosee“ weiter flussaufwärts), sodass am Lechufer überwiegend Erwachsene unter sich sind. Die Atmosphäre ist tolerant: Ob jemand nackt oder in Badehose ist, interessiert kaum – Gruppen von Freunden liegen hier teils gemischt, je nach persönlichem FKK-Comfort. Dadurch fühlen sich auch Neulinge wohl, die vielleicht zuerst noch den Bikini anlassen und später ablegen. Für LGBTQ+ Personen ist es ebenfalls ein angenehmer Ort, da man unbeobachtet Zweisamkeit genießen kann; speziell schwule Männer nutzen die Weite manchmal für ungestörtes Miteinander, aber insgesamt ist es kein ausgesprochener Cruising-Hotspot, sondern ein Platz für alle Orientierungen im entspannten Miteinander. Kurz gesagt: Die Lechauen bei Meitingen sind ideal für spontane Nacktbader, freiheitsliebende Paare und Naturfreunde, die keine Infrastruktur brauchen – ein echtes Stück Freiheit unter blauem Himmel.

Fazit

Der Lech bietet entlang seines gesamten Laufs vielfältige Möglichkeiten für FKK und Nacktbaden. Vom quellnahen Wildfluss in Tirol über die großen Stauseen im Allgäu und die versteckten Auwald-Buchten bei Augsburg bis hin zu den weiten Kiesbänken im Donauvorland – jeder Abschnitt hält besondere Erlebnisse bereit. Offizielle FKK-Bereiche wie der Mandichosee zeichnen sich durch Infrastruktur und Familienfreundlichkeit aus, während inoffizielle Plätze wie am Hochablass oder bei Meitingen eine ursprüngliche Naturverbundenheit vermitteln. Allen gemeinsam ist die befreiende Erfahrung, unter freiem Himmel textilfrei zu baden, das saubere Wasser des Lech zu spüren und die Sonne auf der Haut zu genießen. Dieser Reiseführer hat die bekannten Spots mit ihren jeweiligen Eigenschaften vorgestellt. Bei aller Freude am Nacktbaden gilt jedoch immer: Respekt gegenüber der Natur und den Mitmenschen steht an erster Stelle. Wer diese Grundregel beherzigt, wird am Lech unvergessliche FKK-Momente erleben – sei es allein, zu zweit oder in Gemeinschaft Gleichgesinnter. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Entdecken und „Textilfrei genießen“ am Lech!

Kommentare (6):

geschrieben von: Hanni (keine E-Mail Angabe), am: 13.08.2025 - 08:42

2025: Völlig veraltete Informationen. Es gibt de facto kein FKK am Abtsdorfer See, auch nicht am Höllerer See (es gibt dort nichts Verstecktes, bis auf das Landesregierungs-Bad und das Strandbad Haigermoos ist alles Privat). Am Berghamer Kiessee war ich 2024 auch mal, hab dort nicht eine einzige nackte Person gesehen.

geschrieben von: idi (keine E-Mail Angabe), am: 10.06.2015 - 11:54

Was schreiben die Leute hier für einen Blödsinn? Folgendes: Es gibt zwei Bäder am Stollenwörthweiher, nur beim vorderen (Eingang bei der Strassenbahnhaltestelle) gibt es FKK, und auch nur auf der hinteren Liegewiese. Ein paar Euro Eintritt, aber die Wiese ist wirklich sehr schön und gepflegt. Rentner, Hunde, Wanderer oder Fischerer haben mich dort noch nie gestört. Vielleicht haben die ganzen anderen Kommentatoren den Stollenwörthweiher gar nicht gefunden und waren ganz woanders?

geschrieben von: Alex (keine E-Mail Angabe), am: 04.05.2014 - 20:34

Das mit dem "Rache"-Verpachten ist Schwachsinn! Stacheldraht war dort, jetzt nicht mehr! Baden ist ohnehin verboten, also bitte nicht über Rentner od Hundebesitzer aufregen ! Sind Leute, die dort in der Nähe wohnen! Einfach die Eier daheim lassen und/oder auf die Insel fahren, wo die faulen Eier "legal" frei rumlaufen dürfen ! :-)

geschrieben von: villacher (keine E-Mail Angabe), am: 12.04.2014 - 22:47

war heute dort :D ist zwar viel wasser wegen dem tauwetter aber ein paar stellen gabs wo man liegen konnte :)

geschrieben von: BaldBald (qq2@live.de), am: 23.08.2013 - 11:20

Stacheldraht?Wo?War erst letztens dort. Was dort nervt sind die Rentner, die die ganze Zeit dummes Zeug labern und einem auf die Eier glotzen. Auch nerven die ständig kläffenden Hunde der Dame. Der Rundweg ist ca. 20 cm vom Liegeplatz entfernt, sehr unangenehm, wenn die Wanderer direkt an einem vorbei latschen. Schade um diesen eigentlich schönen Platz.

geschrieben von: Andreas Frank (andreas@frankkosmetik.at), am: 26.07.2013 - 12:42

Leider wurde dieser Teich schon letztes Jahr an Fischer verpachtet!!! Wienerberger wollte daneben Reihhenhäuser bauen, aber die Gemeinde hat es verhindert. Daraufhin wurde dieser Teich aus Rache von Wienerberger verpachtet. Macht mal neue Fotos denn jetzt liegt dort Stacheldraht herum und man kann diesen Teich nicht mehr nutzen. Traurig Traurig...

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