Entlang der bayerischen Donau finden Freikörperkultur-Fans zahlreiche Möglichkeiten, sich nahtlos zu bräunen und textilfrei zu baden. Seit dem Wegfall des gesetzlichen Nacktbadeverbots im Jahr 2013 ist Nacktbaden in Bayern grundsätzlich erlaubt – allerdings gibt es nur wenige offiziell ausgewiesene FKK-Bereiche. Viele der folgenden Badestellen sind inoffizielle Geheimtipps, an denen Nacktbaden geduldet wird. Dieser Reiseführer stellt **alle wichtigen FKK- und Nacktbadeplätze** entlang des bayerischen Donauabschnitts vor – von der schwäbischen Donau im Westen bis zur Dreiflüssestadt Passau im Osten. Dabei liegt der Fokus auf Plätzen direkt am Flussufer; nahegelegene Seen bis ca. 10 km Entfernung werden ebenfalls berücksichtigt, sofern sie in direktem Zusammenhang mit der Donau stehen. Bei jeder Badestelle geben wir Hinweise zu Lage, Status (offiziell oder geduldet), Umgebung, Erreichbarkeit, vorhandener Infrastruktur, geeigneter Saison und Zielgruppen. Bitte beachten Sie stets die örtlichen Regeln und üben Sie Rücksicht auf andere Badegäste – dann steht dem ungezwungenen Badevergnügen an der Donau nichts im Wege!
Skibowski-See (Dillingen an der Donau)
**Beschreibung:** Der Skibowski-See bei Dillingen ist Teil einer Gruppe ehemaliger Kiesabbauseen nahe dem Donaukieswerk Deffner & Co. Hier hat sich seit vielen Jahren eine inoffizielle FKK-Oase etabliert. Umgeben von natürlicher Vegetation und Kiesbänken genießen Nacktbader die Ruhe und das klare Wasser der Baggerseen. Die Atmosphäre ist entspannt und naturnah – oft hört man nur Vogelgezwitscher, gelegentlich unterbrochen durch fernes Arbeitsgeräusch von Kieswerk oder Bagger, wenn überhaupt. An heißen Sommertagen trifft man hier einige Paare und Einzelpersonen, die hüllenlos die Sonne und das Wasser genießen, ohne dabei neugierige Blicke fürchten zu müssen.
- Standort: Ca. 3 km außerhalb von Dillingen a.d. Donau Richtung Holzheim, beim Donaukieswerk (GPS Koordinate etwa N48.54, E10.51). Liegt direkt in der Donauaue auf einer Kiesabbaufläche.
- Status: **Inoffiziell geduldet.** Kein offiziell ausgewiesener FKK-Bereich, aber seit Jahrzehnten akzeptierter Treffpunkt für Nacktbader aus der Region. Die Behörden tolerieren FKK, solange niemand belästigt wird.
- Umgebung: Mehrere miteinander verbundene Kiesweiher mit sehr klarem Wasser. Ufer teils kiesig-sandig, teils bewachsen mit Büschen und Bäumen, die vereinzelte Schattenplätze bieten. Naturbelassene Atmosphäre, keine großflächigen Liegewiesen – man sucht sich sein Plätzchen am Ufer oder auf kleinen Lichtungen. Die Wasserqualität gilt als hervorragend; an warmen Tagen erwärmt sich das flache Uferwasser angenehm.
- Erreichbarkeit: **Auto:** Über Dillingen in Richtung Steinheim/Holzheim fahren. Am Kieswerk führen unbefestigte Wege zu Parkmöglichkeiten am Feldrand (kein offizieller Parkplatz). Von dort wenige Minuten Fußweg über Trampelpfade zu den Seen. **Fahrrad:** Über den Donauradweg oder landwirtschaftliche Wege gut erreichbar. **ÖPNV:** Nicht direkt – nächster Bahnhof Dillingen, ab dort Taxi oder Rad. Parkmöglichkeiten sind begrenzt und unbefestigt; man stellt den Wagen meist improvisiert am Wegesrand ab.
- Infrastruktur: **Keine**. Weder Toiletten noch Kiosk vorhanden – dies ist Wildbaden in Reinform. Müllentsorgung muss selbst vorgenommen werden (bitte hinterlassen Sie den Platz sauber). Kein offizieller Rettungsdienst oder Badeaufsicht, Schwimmen auf eigene Gefahr. Keine ausgewiesene Barrierefreiheit; der Zugang erfolgt über Trampelpfade durch teils unebenes Gelände.
- Besonderheiten & Regeln: Saison hauptsächlich Mai bis September bei sonnigem Wetter. Frühmorgens oder werktags ist es oft sehr ruhig (man hat den See mit etwas Glück für sich alleine); an Wochenenden treffen sich mehrere FKK-Freunde, was für ungezwungene Stimmung sorgt. Offizielle Regeln gibt es nicht, jedoch gelten ungeschriebene Gebote: respektvoller Umgang, keine aufdringlichen Blicke, keine Kameras, kein offensives Verhalten. Lagerfeuer oder laute Partys sind nicht erlaubt, da es sich um ein Naturschutz- und Privatgelände (Kieswerk) handelt. Die Nacktbader hier freuen sich einerseits über Gleichgesinnte, wahren andererseits aber die Privatsphäre – wer vorbeikommt, wird freundlich gegrüßt, aber nicht behelligt.
- Zielgruppen: **Paare und Alleinreisende** fühlen sich hier besonders wohl, ebenso **Freunde der freien Natur**. Stammbesucher sind oft mittleren Alters bis Senioren, aber auch jüngere FKK-Neulinge schätzen die diskrete Umgebung. Für **Familien mit Kindern** ist der Platz weniger geeignet – es gibt weder flache Spielbereiche noch Infrastruktur, zudem sind meist nur Erwachsene vor Ort. **LGBTQ+ Gäste** sind willkommen; die Stimmung ist tolerant, wobei dieser Spot kein spezifischer Treff für eine bestimmte Community ist, sondern allgemein für FKK-Liebhaber offen steht.
Baggerseen bei Lauingen (Donau)
**Beschreibung:** Östlich an Dillingen schließt sich das Gebiet der Lauinger Baggerseen an. Auch hier, entlang alter Donau-Kiesgruben, hat sich eine lebhafte FKK-Szene entwickelt. Mehrere kleinere Seen liegen eingebettet in die Auenlandschaft nahe Lauingen. Nacktbader können sich an den abgelegenen Ufern dieser Seen nach Lust und Laune sonnen und schwimmen, ohne auf Textilbader zu stoßen. Das Gelände ist flach und von Kieswerken geprägt – man badet quasi mitten in einer vom Menschen geschaffenen Seenplatte, die sich die Natur Stück für Stück zurückerobert hat. Dadurch ergeben sich idyllische, fast private Badebuchten, in denen man ungestört die Freiheit genießen kann.
- Standort: In der Donauaue südlich und östlich von Lauingen (zwischen Lauingen und Höchstädt). Die Seen liegen nahe der Donau, teilweise versteckt hinter Feldwegen und Baumreihen. Beispielhaft ist der Bereich an der Adolf-Kolping-Straße/Landstraße Richtung Faimingen, wo mehrere Kiesweiher zu finden sind.
- Status: **Inoffiziell geduldet.** Es gibt keine offiziellen FKK-Schilder, doch die örtlichen Behörden und Anwohner tolerieren das Nacktbaden an diesen abgelegenen Seenabschnitten, da sie abseits der regulären Badestellen liegen.
- Umgebung: Ehemalige Kiesgruben mit sandigem oder feinkiesigem Ufer. Einige Uferbereiche sind offen und sonnig, andere von Gebüsch und jungen Bäumen gesäumt, was für Sichtschutz sorgt. Schatten findet man unter vereinzelten Bäumen oder am Rand der angrenzenden Wälder. Die Wasserqualität ist typischerweise sehr gut – die Kiesgrubenseen haben glasklares, erfrischendes Wasser. Die Natur drumherum (Schilf, Wildblumen, Weidengebüsch) schafft ein angenehm ruhiges Ambiente. Manchmal sind sogar Wasservögel und Libellen zu beobachten, was den naturnahen Charakter unterstreicht.
- Erreichbarkeit: **Auto:** Von Lauingen aus über lokale Straßen und Feldwege erreichbar. Es gibt keine ausgewiesenen Parkplätze, aber geparkte Autos am Wegesrand in Seenähe sind keine Seltenheit (bitte Zufahrten für Landwirte frei halten!). **Fahrrad:** Sehr gut erreichbar über den Donau-Radweg oder parallel verlaufende Wege – Lauingen liegt an der Donauroute, von der man zu den Seen abzweigt. **ÖPNV:** Lauingen hat einen Bahnhof; von dort sind es etwa 2–3 km zu den Seen (zu Fuß etwas weit, besser per Rad). Die meisten Besucher aus der Region kommen mit dem Fahrrad oder Auto.
- Infrastruktur: **Keine offizielle Infrastruktur.** Wie bei den Dillinger Seen handelt es sich um Wildbadestellen. Es gibt keine Sanitäranlagen, keinen Kiosk und keine Überwachung. Teilweise stehen noch Relikte des Kiesabbaus in der Landschaft (Kiesbänke, Zufahrtsrampen). An manchen Seen haben Badegäste improvisierte Sitzgelegenheiten aus Treibholz geschaffen. Wichtig: Trinkwasser, Verpflegung und Sonnenschutz muss man selbst mitbringen; Abfall bitte unbedingt wieder mitnehmen.
- Besonderheiten & Regeln: Die Lauinger FKK-Seen werden vor allem im Hochsommer frequentiert. Wer früh am Tag kommt, findet meist absolute Einsamkeit vor. Gegen Nachmittag/Abend treffen sich hier gelegentlich kleine Grüppchen von Freunden zum gemeinsamen Nacktbaden oder Grillen (offenes Feuer ist allerdings offiziell nicht gestattet). Da die Bereiche weitläufig sind, verteilt sich alles gut – zu Konflikten mit Textilbadenden kommt es kaum, da diese eher an den offiziellen Badesee in Lauingen (Auwaldsee) gehen. Offizielle Regeln gibt es nicht, aber bitte beachten: respektieren Sie die Natur (das Areal ist teils Naturschutzgebiet), bleiben Sie auf bestehenden Pfaden und verhalten Sie sich rücksichtsvoll. Insbesondere an Wochentagen, wenn das Kieswerk in Betrieb sein könnte, sollte man Absperrungen beachten und Maschinen fernbleiben.
- Zielgruppen: **FKK-Puristen und Naturisten** fühlen sich hier sehr wohl. Es ist ein Treffpunkt für Einheimische, die die Freiheit der inoffiziellen Plätze schätzen – überwiegend **Einzelpersonen** (häufig männlich, aber auch weibliche Gäste) und **Paare** mittleren Alters. **Familien** sind eher selten, da es keinerlei Komfort gibt und das Gelände teils roh und ungesichert ist. Jugendliche oder große Gruppen suchen den Platz kaum auf – entsprechend ruhig ist die Stimmung. **LGBTQ+**-Badegäste können selbstverständlich kommen; die Atmosphäre ist generell tolerant, jedoch ist dies kein ausgewiesener Szenetreff, sondern ein Ort für alle, die nackt baden möchten. **Senioren** aus der Umgebung gehören ebenfalls zum Stammpublikum, da die kurzen Wege vom Auto zum Wasser für viele machbar sind.
Joshofener Weiher (Neuburg a.d. Donau – Stadtteil Joshofen)
**Beschreibung:** Der Joshofener Weiher gilt als **offizieller FKK-Badesee** im Raum Neuburg. Hier findet man das Beste aus zwei Welten: Einen gut ausgestatteten Badesee mit Freizeitangeboten und gleichzeitig abgelegene Buchten für nahtloses Sonnenbaden. Der See liegt im Neuburger Stadtteil Joshofen und ist ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt – Textil- und FKK-Badegäste nutzen unterschiedliche Bereiche. Große Liegewiesen mit Spielplatz und Sanitäranlagen machen den vorderen Bereich attraktiv für Familien (dort ist Badebekleidung üblich). Am Rand hingegen, in kleinen von Schilf und Bäumen abgetrennten Buchten, dürfen FKK-Freunde hüllenlos baden. Die Stimmung ist ungezwungen und freundlich: Oft liegen nur wenige Meter entfernt angezogene und nackte Badegäste – dank klarer Bereichstrennung stört das niemanden. Konflikte sind hier selten, da jeder seinen Platz findet.
- Standort: Neuburg an der Donau, Ortsteil Joshofen. Nur ca. 4 km nordwestlich vom Neuburger Stadtkern. In unmittelbarer Nähe liegen auch die Ortschaften Egweil und Nassenfels (jeweils ~4–5 km entfernt). Beschilderung häufig als „Baggersee Joshofen“ oder „Freizeitsee Joshofen“ zu finden.
- Status: **Offiziell erlaubt.** Der Weiher ist als EU-Badegewässer ausgewiesen und die Stadt Neuburg duldet bzw. bewirbt sogar das FKK-Baden in bestimmten Bereichen. Zwar ist kein durchgehender Uferabschnitt ausschließlich als FKK-Strand ausgewiesen, aber mehrere **FKK-Buchten** sind offiziell bekannt. Schilder vor Ort weisen auf die textilfreien Buchten hin und die geltenden Bestimmungen.
- Umgebung: Großflächiger Baggersee (ca. 8 ha Wasserfläche) inmitten von Feldern und Auwald. Ufer teils sandig, teils Wiese. Am Hauptufer gibt es einen kleinen Sandstrand und großzügige Liegewiesen mit Baumbestand am Rand (dort meist Textilbereich). In den abgelegenen FKK-Buchten ist das Ufer durch Schilf und Büsche unterteilt, was jeweils intime Nischen schafft. Wasserqualität ist sehr gut – im Sommer angenehm warm und klar, ideal zum Schwimmen. Die Landschaft ringsum ist relativ offen; Richtung Süden und Westen schließt landwirtschaftliches Gebiet an, Richtung Norden ein kleines Waldstück. Insgesamt eine gepflegte, halbnatürliche Badelandschaft.
- Erreichbarkeit: **Auto:** Über Neuburg -> Joshofen oder via B16 (Ausfahrt Neuburg, dann Richtung Joshofen/Bergheim). Vor Ort gibt es einen großen Parkplatz direkt am See (kostenfrei). **Fahrrad:** Von Neuburg in 15 min erreichbar; liegt auch nahe dem Donauradweg – ein Abstecher von der Strecke bietet sich an. **ÖPNV:** Busverbindung von Neuburg nach Joshofen/Bergheim existiert in begrenztem Takt; die Haltestelle ist etwa 1 km vom See entfernt. Dank des nahen Parkplatzes ist die Anreise unkompliziert, auch mit Wohnmobil (es gibt ausgewiesene Stellflächen am Rand, teils wird auch auf einer Wiese geparkt).
- Infrastruktur: **Umfassend.** Am Südwestufer befindet sich eine kleine Gaststätte/Biergarten, die Snacks und Getränke anbietet. Es gibt Toiletten und Duschen sowie Umkleidekabinen am Hauptbadebereich. Ein abgegrenzter Zeltplatz und ausreichend Pkw-Stellplätze sind vorhanden. Für Kinder: Spielplatz mit Klettergerüsten und ein Bolzplatz/Fußballfeld auf der Liegewiese. Der FKK-Bereich selbst verfügt zwar nicht über eigene Infrastruktur, liegt aber nur wenige Gehminuten vom Textilbereich entfernt, sodass man Sanitäranlagen und Kiosk mit benutzen kann (dabei sollte man sich kurz etwas überwerfen). Behindertengerechte Zugänge: Der Hauptbereich ist barrierearm (ebenerdig, Rampe ins Wasser), die FKK-Buchten allerdings nur über schmale Trampelpfade zugänglich.
- Besonderheiten & Regeln: **Besuchszeit:** in der Badesaison Mai bis September täglich gut besucht, bei schönem Wetter auch abends und an Wochenenden. Offizielle Öffnungszeiten gibt es nicht – der See ist öffentlich zugänglich, jedoch ist der Kiosk nur tagsüber geöffnet. **Regeln:** FKK ausschließlich in den dafür vorgesehenen Buchten. Diese liegen voneinander getrennt, was Privatsphäre schafft, aber auch bedeutet, dass zwischen den einzelnen FKK-Nischen keine Nacktheit außerhalb des Wassers erlaubt ist (um Konflikte zu vermeiden). Man sollte also nicht unbekleidet über die Hauptliegewiese spazieren. Schilder vor Ort informieren: z.B. kein offenes Feuer, Hunde im FKK-Bereich verboten (an der Leine im Textilbereich aber erlaubt), Angeln nur für Berechtigte an ausgewiesenen Uferteilen. Die Wasserwacht hält am Wochenende am Hauptstrand Aufsicht, kommt bei Notfällen aber natürlich jedem zugute. Insgesamt herrscht am Joshofener Weiher eine sehr familiäre Atmosphäre mit gegenseitiger Rücksichtnahme: Textil- und Nacktbader akzeptieren einander, solange jeder in seinem Bereich bleibt.
- Zielgruppen: **Breit gefächert.** Durch die umfangreiche Ausstattung ist der See besonders **familienfreundlich** – auch im FKK-Bereich trifft man gelegentlich Familien, die das geschützte Nacktsein genießen. Für **Paare** bietet der Weiher romantische Rückzugsorte, und **Alleinreisende** finden leicht Anschluss, da viele Stammgäste kommunikativ sind. **LGBTQ+**-Gäste sind willkommen; es gibt keinen spezifischen LGBTQ-Treffpunkt, aber die generelle Offenheit sorgt dafür, dass sich jeder wohlfühlen kann. **Senioren** schätzen den bequemen Zugang und die Möglichkeit, wahlweise nackt oder textil zu baden – viele kommen seit Jahrzehnten hierher. Gleichzeitig zieht die Lage in Stadtnähe auch **jüngere Leute** und **Studierende** aus Neuburg/Ingolstadt an, die im FKK-Bereich neugierig erste Erfahrungen sammeln können. Kurz: Ein Ort, an dem alle Generationen und Lebensentwürfe friedlich nebeneinander baden.
Auwaldsee (Ingolstadt) – FKK-Strand am Naherholungsgebiet
**Beschreibung:** Der Ingolstädter Auwaldsee – oft einfach „Baggersee“ genannt – ist das zentrale Badegewässer der Stadt und bietet neben Textilbereichen auch einen offiziellen FKK-Abschnitt. Eingebettet in den Auwald am nördlichen Donauufer, liegt der See nur einen Steinwurf von der Donau selbst entfernt. Das Wasser stammt teils aus Donaugrundwasser und ist von guter Qualität. Am Ostufer des Sees befindet sich ein Campingplatz, an dessen angrenzendem Ufer ein **ausgewiesener FKK-Strand** eingerichtet wurde. Dieser Bereich ist durch Schilder gekennzeichnet und vom übrigen Strand durch einen bewachsenen Grünstreifen leicht getrennt – dadurch haben FKK-Fans ihre Ruhe, ohne vollständig abgeschottet zu sein. Der Strand selbst ist sandig bis kieselig mit anschließender Liegewiese. Dank der Stadtnähe herrscht hier im Sommer reger Betrieb: Sonnenhungrige liegen dicht an dicht – textilfrei im FKK-Sektor und bekleidet nebenan. Die Stimmung ist aber entspannt und tolerant. Viele schätzen das unkomplizierte Miteinander: man grüßt sich freundlich, während man unbekleidet im See schwimmt oder am Ufer entspannt.
- Standort: Am nordöstlichen Stadtrand von Ingolstadt, im Naherholungsgebiet Auwaldsee (Adresse z.B. „Am Auwaldsee“). Unmittelbar an der Autobahn A9 (Ausfahrt Ingolstadt-Süd) gelegen und etwa 4 km vom Stadtzentrum entfernt. Der Donaufluss fließt wenige hundert Meter südlich.
- Status: **Offiziell ausgewiesen.** Die Stadt Ingolstadt hat einen Abschnitt des Auwaldsees als FKK-Bereich freigegeben. Schilder am Ufer markieren den genauen Beginn/Ende. Außerhalb dieses Bereichs ist Nacktbaden am Auwaldsee nicht gestattet, wird aber teils am abgelegeneren Nordufer dennoch toleriert (inoffizielle Plätze nahe dem Fischerheim).
- Umgebung: Große Wasserfläche (~€50 ha) mit mehreren Buchten. Der FKK-Strand liegt am Nordufer in der Nähe des Campingplatzes: Hier gibt es feinen Sand und flaches Wasser – ideal zum Sonnen und für den sicheren Einstieg. Dahinter erstreckt sich eine gepflegte Liegewiese mit einigen schattenspendenden Bäumen am Rand. Das übrige Seeufer ist von Schilf und Waldsäumen geprägt, im Textilbereich auch mit Liegewiesen und Kiesstränden. Typisch für einen Stadtsee teilen sich verschiedene Nutzer den Raum: neben Badegästen auch Angler (in separaten Zonen) und Spaziergänger auf dem Rundweg. Insgesamt ist das Ambiente lebhaft, aber durch die Größe des Geländes findet jeder ein Plätzchen. Die Wasserqualität wird regelmäßig geprüft und ist meist gut (im Hochsommer erwärmt sich der flache Uferbereich stark, tiefer draußen bleibt das Wasser angenehm kühl).
- Erreichbarkeit: **Auto:** Über die A9 Ausfahrt Ingolstadt-Süd, dann der Beschilderung „Auwaldsee/Campingplatz“ folgen. Es gibt einen großen gebührenfreien Parkplatz am Westufer, von dort 5 Gehminuten zum FKK-Strand. **ÖPNV:** Stadtbusse (Linie 50) fahren bis Haltestelle „Auwaldsee“ oder „Campingplatz“ in unmittelbarer Nähe. **Fahrrad/zu Fuß:** Der See liegt am beliebten Freizeitweg entlang der Donau – aus der Innenstadt radelt man ca. 15–20 min, vom Bahnhof ~20 min. Das Gelände ist eben und gut ausgebaut, somit auch per Inlineskates, Rollstuhl oder Kinderwagen erreichbar.
- Infrastruktur: **Sehr gut.** Am Campingplatz angrenzend finden sich Toiletten, Duschen und eine Strandgaststätte (diese kann von allen Besuchern genutzt werden, nicht nur Campern). Der FKK-Strand selbst hat keine separaten Anlagen, aber dank der Nähe zum Campingplatz sind sanitäre Einrichtungen und ein Kiosk/Imbiss nur wenige Schritte entfernt. Es gibt Mülleimer, einige Bänke und im Textilteil sogar Grillstellen und einen Beachvolleyballplatz. Ein DLRG-Wachturm befindet sich am gegenüberliegenden Ufer; die Rettungsschwimmer behalten das gesamte Geschehen im Blick, auch den FKK-Bereich. Wege sind gut befestigt, wodurch der Zugang **barrierefrei** möglich ist (Rampe ins Wasser jedoch nicht direkt im FKK-Teil, sondern am Hauptbadestrand).
- Besonderheiten & Regeln: Der Auwaldsee ist **ganzjährig zugänglich**, doch die offizielle Badesaison mit bewachtem Strand und geöffnetem Kiosk geht etwa von Mai bis September. In dieser Zeit kann es an heißen Wochenenden sehr voll werden – wer in Ruhe nackt baden möchte, kommt am besten vormittags oder unter der Woche. **Regeln:** Im FKK-Bereich ist Nacktheit Pflicht? – Nein, wer sich unsicher fühlt, darf natürlich zunächst ein Handtuch umbinden, aber allgemein wird erwartet, dass man dort unbekleidet badet. Außerhalb dieses Bereichs textil bleiben! Das Gelände ist städtisch: Lagerfeuer sind verboten, ebenso laute Musik. Hunde sind am gesamten See leider nicht erlaubt (auch nicht im FKK-Teil). Ansonsten gilt: gegenseitige Rücksicht – im Familienbereich wird beispielsweise um gemäßigte Lautstärke gebeten. Im FKK-Abschnitt selbst verhalten sich die meisten diskret; Fotografieren ist tabu. Das Nebeneinander von FKK und Textil funktioniert in Ingolstadt seit Jahren, weil jeder Bereich klar definiert ist und die Besucher tolerant sind.
- Zielgruppen: **Sehr gemischt.** Durch die städtische Lage nutzen alle möglichen Gruppen den Auwaldsee. Im FKK-Sektor findet man **Paare** jeden Alters, **Einzelpersonen** (vom Studenten, der nach der Vorlesung vorbeikommt, bis zum Rentner, der täglich seine Runden schwimmt) und auch gelegentlich **Familien**, die ihre Kinder natürlich frei spielen lassen. Dank Spielplatz und Imbiss unmittelbar nebenan können Eltern entspannt sein, allerdings wählen die meisten Familien doch den bekleideten Bereich. **LGBTQ+**-Personen sind Teil des bunten Publikums – der Ingolstädter FKK-Strand ist kein ausgewiesener Cruising-Spot, sondern ein offener Ort für alle, wodurch hier z.B. schwule Paare ebenso selbstverständlich nackt baden wie heterosexuelle. **Senioren** aus der Stadt schätzen den See als leicht erreichbaren Treffpunkt – man kennt sich und hält gerne ein Schwätzchen unter Gleichgesinnten. Insgesamt: Ein lebendiger, urbaner FKK-Platz, der besonders für Einsteiger geeignet ist, die unverkrampfte Freikörperkultur in gemischter Gesellschaft erleben möchten.
Hopfenwehrl (bei Ingolstadt)
**Beschreibung:** Das Hopfenwehrl ist ein kleiner, idyllischer Weiher nördlich der Donau in der Nähe Ingolstadts – ein echter Geheimtipp für FKK-Anhänger, die Abgeschiedenheit suchen. Dieser etwa 2 Hektar große Waldweiher liegt versteckt rund 200 m abseits des Donauufers und bietet ein naturbelassenes Badeerlebnis. Ein schmaler Trampelpfad führt um den gesamten Weiher und erschließt zahlreiche verwunschene Plätzchen am Ufer. Anders als an großen Badeseen gibt es hier keine weiten Strände, sondern viele kleine Nischen zwischen Schilf und Sträuchern. Genau das macht den Reiz aus: man kann sich sein lauschiges Plätzchen suchen und fühlt sich wie allein in der Natur. Die umliegenden Bäume spenden im Sommer sattgrünen Schatten und schirmen neugierige Blicke ab. Das Hopfenwehrl ist zwar kein offizieller FKK-Platz, wird aber seit langem von Nacktbadern besucht und gilt als toleriert, solange es ruhig und sauber bleibt. Wer das urbane Treiben von Ingolstadt hinter sich lassen möchte, findet hier einen starken Kontrast: nur das Rascheln der Blätter und das Plätschern des Wassers begleiten das hüllenlose Bad.
- Standort: Etwa 8 km westlich von Ingolstadt, nahe der Ortschaft Unterhaunstadt (Richtung Neuburg). Geografisch gehört es schon zum Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Der Weiher liegt versteckt im Auwald, ungefähr 200 m nördlich der Donau und 1 km südlich des Dorfes Unterhaunstadt. (GPS grob: N48.744, E11.379)
- Status: **Inoffiziell und geduldet.** Kein ausgewiesener FKK-Bereich, aber das Nacktbaden wird hier prinzipiell erlaubt, da keine Konflikte mit anderen Nutzern bestehen. Der Weiher ist primär ein Angelgewässer; solange FKK-Badende die Angler nicht stören, wird beiderseits Rücksicht genommen. Die Behörden schreiten nicht ein, vorausgesetzt es gibt keine Beschwerden.
- Umgebung: Dichter Auwald ringsum, wodurch das Hopfenwehrl sehr abgeschieden wirkt. Ufer sind naturbelassen: Schilfgürtel, Moos und Wurzelwerk, dazwischen kleine Lichtungen mit Zugang zum Wasser. Die Wasserfläche ist ruhig, da der Weiher nur vom Grundwasser und vielleicht von einem kleinen Bach gespeist wird – kein nennenswerter Zu- oder Abfluss. Dadurch kann sich das Wasser im Sommer auf angenehme Temperaturen erwärmen. Es ist meist sauber, aber wegen des Waldes leicht bräunlich (Huminstoffe). Das Gelände eignet sich nicht für Sport oder Spiel – es ist eher „verwunschen“ und verwachsen. Ideal zum Lesen, Dösen oder meditativem Baden. Die Natur ist allgegenwärtig: Libellen schwirren, Frösche quaken, manchmal sieht man Angler still am Rand sitzen.
- Erreichbarkeit: **Auto/Fahrrad:** Vom Ingolstädter Zentrum Richtung Westen (z.B. über die B13) bis Unterhaunstadt, dort den Hinweisschildern zu den Donauauen folgen oder den kleinen Straßen „Am Weiher“/„Im Auwald“ nach Süden. Die letzten 500 m geht es über einen Forstweg (nicht offiziell befahrbar). Man stellt das Auto üblicherweise im Dorf ab und geht oder radelt den Rest. Radfahrer auf dem Donauradweg entdecken das Hopfenwehrl oft zufällig – es liegt nur wenige Meter abseits des Weges, allerdings nicht sofort sichtbar. **ÖPNV:** Kaum praktikabel, da keine Haltestelle in unmittelbarer Nähe. Tipp: Mit dem Rad oder zu Fuß entlang des Donau-Leinpfads aus Ingolstadt kommt man direkt vorbei (ca. 40 Minuten Fußweg von Ingolstadt, 15 Minuten per Rad).
- Infrastruktur: **Keine.** Das Hopfenwehrl ist ein wildes Naturgewässer ohne jegliche Ausstattung. Weder Mülleimer noch Bänke, natürlich auch keine Toiletten. Alles, was man benötigt (Trinken, Decke, evtl. Insektenschutz), muss mitgebracht werden. Hinsichtlich Barrierefreiheit ist es ungeeignet – die Pfade sind schmal, wurzelig und je nach Witterung matschig. Wichtig: Da Angler hier aktiv sind, sollte man deren Bereiche respektieren (oft erkenntlich an Angelruten und Hockern). Auch befindet sich in der Nähe ein Biberlebensraum – bitte auf den Wegen bleiben, um die Tierwelt nicht zu beeinträchtigen.
- Besonderheiten & Regeln: **Saison:** hauptsächlich Spätfrühling bis Frühherbst. Im Hochsommer kann das Wasser auch mal niedrig stehen, was mehr Schlammzonen bedeutet – Badeschuhe schaden dann nicht. **Regeln:** Offiziell keine, aber es gelten die ungeschriebenen Gesetze der Einsamkeit: Ruhe bewahren (laute Musik würde hier deplatziert wirken), Natur respektieren (kein Feuer, kein Müll, Flora und Fauna schonen). Da keine großen Flächen vorhanden sind, verteilen sich die Besucher automatisch. Oft ist nur eine Handvoll FKKler gleichzeitig da, manchmal auch niemand – perfekt für FKK-Anfänger, die ein stilles Plätzchen suchen. Sollte doch mal ein Textil-Spaziergänger vorbeikommen, gilt: einfach freundlich bleiben oder sich ein Stück zurückziehen, falls sich jemand gestört fühlt. In der Regel passiert das aber nicht, da das Hopfenwehrl abseits gängiger Routen liegt. Die einzigen, die man häufiger trifft, sind Angler – diesen sollte man nicht direkt vor der Angel ins Wasser springen. Hier hat sich ein stillschweigendes Miteinander eingependelt: Nacktbader halten respektvollen Abstand zu den Angelplätzen, dafür akzeptieren die Fischer das hüllenlose Treiben rundum.
- Zielgruppen: **Ruhe suchende Naturisten.** Dieser Ort ist ideal für Einzelpersonen oder Paare, die dem Trubel entfliehen wollen. **FKK-Neulinge** schätzen oft die Anonymität und Ungestörtheit – man kann sich langsam an das Nacktsein im Freien gewöhnen, ohne gleich in großer Gesellschaft zu sein. **Familien** kommen eher nicht hierher; das Gelände ist dafür ungeeignet (keine Spielflächen, tiefer Weiher ohne Flachufer für Kinder, zudem Anglerhaken – zu riskant für kleine Kinder). **LGBTQ+**-Badegäste sind willkommen, wobei das Hopfenwehrl kein ausgewiesener Treffpunkt ist – wer jedoch Zweisamkeit mit dem Partner in freier Natur genießen will, findet hier eine tolle Kulisse. Auch **Senioren** aus der Umgebung nutzen das Hopfenwehrl gern für einen ruhigen Nacktbade-Ausflug unter der Woche, wenn sie gut zu Fuß sind. Insgesamt richtet sich dieser Platz an Individualisten und Naturliebhaber, nicht an große Gruppen. Wer Einsamkeit und Naturverbundenheit schätzt, wird das Hopfenwehrl ins Herz schließen.
Maurer See (Neustadt an der Donau)
**Beschreibung:** In Neustadt an der Donau – etwa auf halbem Weg zwischen Ingolstadt und Regensburg – liegt der Maurer See, ein weiteres Kleinod für Freunde der Freikörperkultur. Dieser See entstand ebenfalls aus früherem Kiesabbau und hat sich zu einem beliebten Badegewässer der Region entwickelt. Offiziell ist der Maurer See ein öffentliches Bad und wird auch entsprechend gepflegt. Es gibt zwar keinen reinen FKK-Strand, doch gilt der See als **FKK-freundlich**: Insbesondere an einem Uferabschnitt (einer kleinen Halbinsel am Nordostufer) wird Nacktbaden toleriert und von vielen praktiziert. Die Badenden arrangieren sich – textil und nackt – je nach Bereich. Insgesamt ist der Besucherandrang am Maurer See moderater als an größeren Seen, sodass man selbst an Sommertagen vergleichsweise viel Platz hat. „Prüde Bayern“ ironisierte einmal ein Badegast und meinte damit, dass er oft allein nackt war – doch das kann auch Glückssache sein. Die meisten kommen in Gruppen oder Paaren, manche bleiben textil, andere ziehen sich aus, ohne dass es Aufsehen erregt. Die landschaftliche Lage ist reizvoll: Felder und Wiesen umgeben den See, am gegenüberliegenden Ufer sieht man die Türme von Neustadt und Bad Gögging. Für FKK-Fans ist der Maurer See ein guter Stopp auf der Donau-Reise, wenn man abseits großer FKK-Hotspots ruhige Stunden verbringen möchte.
- Standort: Am nordöstlichen Stadtrand von Neustadt a.d. Donau (Landkreis Kelheim). Ca. 1 km vom Ortskern, in Richtung Bad Gögging/Donau. Zufahrt über die Abensberger Straße, dann der Ausschilderung „Badesee/Erholungszentrum“ folgen. Der See ist nur ~500 m nördlich des Donauufers entfernt.
- Status: **Halboffiziell geduldet.** Es gibt keine offizielle Widmung als FKK-Gelände, jedoch weisen diverse Freizeitführer und lokale Kenner darauf hin, dass am Maurer See unbekleidetes Baden erlaubt wird. An einigen Tagen nutzen viele Nacktbadende den See, was als stillschweigende Zustimmung seitens der Stadt interpretiert werden kann. Offizielle Verhaltensregeln (Badeseeordnung) hängen aus – Nacktbaden ist darin nicht ausdrücklich verboten. Solange FKKler sich an den ruhigen Abschnitt halten, gilt es als akzeptiert.
- Umgebung: Der See ist mit etwa 10 ha mittelgroß. Es gibt einen Hauptbadebereich mit Liegewiese und flachem Sandufer (meist textil genutzt), und einen ruhigeren Uferstreifen mit Büschen und Schilf, wo FKK-Fans gern liegen. Vereinzelte Bäume spenden etwas Schatten, insgesamt ist das Gelände aber recht offen und sonnig. Das Wasser ist sauber und klar, wird Richtung Mitte schnell tiefer. Enten und Blesshühner ziehen über den See – ein Indiz für intakte Natur trotz Nähe zum Ort. Landschaftlich blickt man auf die flache Donau-Ebene, eingerahmt von Feldern; in der Ferne sieht man den Dampf der Geothermie-Anlage bei Bad Gögging. Die Atmosphäre ist ländlich-gemütlich: kaum Verkehrslärm, nur das Murmeln der Besucher und gelegentlich Kinderlachen vom Spielplatz her dringt ans Ohr.
- Erreichbarkeit: **Auto:** Von der B16 (Abfahrt Neustadt) oder der B299 leicht erreichbar. Parkplätze sind am südwestlichen Seeufer vorhanden (kostenlos). **Fahrrad:** Der Donau-Radwanderweg führt direkt durch Neustadt – ein kurzer Abstecher (ca. 2 km) führt zum See. Auch von Bad Gögging oder Abensberg existieren Radwege zum Maurer See. **ÖPNV:** Neustadt hat einen Bahnanschluss (Donautalbahn); vom Bahnhof sind es ca. 2,5 km zu Fuß. Alternativ Buslinie zwischen Neustadt und Abensberg, Haltestelle „Badesee“ in der Nähe. Insgesamt ist die Anreise bequem; viele Ortsansässige kommen mit dem Rad oder zu Fuß.
- Infrastruktur: **Gut ausgebaut.** Am Hauptbadeplatz befinden sich Toiletten und Umkleidekabinen. Im Sommer öffnet ein Kiosk mit Eis, Snacks und Getränken. Es gibt einen kleinen befestigten Weg und Sitzbänke sowie einen Bade- und Anglersteg. Ein ausgewiesener Nichtschwimmerbereich mit Bojen sorgt für Sicherheit. Für Kinder ist ein Spielplatz mit Schaukel und Sandkasten am Ufer. Müllbehälter sind vorhanden und werden regelmäßig geleert – der See ist sauber. Einen eigenen FKK-Bereich gibt es nicht an Infrastruktur, aber die nahegelegenen Anlagen können natürlich von allen genutzt werden (für den Gang zum Kiosk ziehen sich FKKler in der Regel etwas über oder werfen sich ein Handtuch um).
- Besonderheiten & Regeln: **Saison:** Offiziell von Mai bis September, in der Zeit ist auch der Kiosk geöffnet und die Wasserqualität wird kontrolliert. Im Hochsommer teilt sich die Besucherschaft auf – werktags ist es ruhiger, am Wochenende kommen Familien und Jugendliche verstärkt, die meist textil baden. FKK-Anhänger weichen dann oft an die entlegeneren Ufer aus. **Regeln:** Die übliche Badeordnung gilt (kein offenes Feuer, kein Zelten, Hunde nicht auf Liegewiesen etc.). Für FKK gibt es keine gesonderten Regeln, außer dem Gebot der Rücksichtnahme. Das heißt konkret: unbekleidet nur dort liegen, wo es alle Beteiligten okay finden – meist am Nord- oder Ostufer in kleineren Gruppen. Sollte sich ein Textilbader in eine „FKK-Bucht“ verirren, kommt man sich entgegen: Entweder bleibt derjenige tolerant, oder man als Nackter rückt etwas ab. In der Praxis kommt das selten vor, da die Bereiche mittlerweile eingeübt sind. Es gibt keinen Rettungsschwimmer vor Ort – also bitte nur geübte Schwimmer weiter raus. Abends genießt man herrliche Sonnenuntergänge; das Gelände ist frei zugänglich, aber nach Einbruch der Dunkelheit sind Baden und laute Treffen untersagt (Ruhezeiten beachten).
- Zielgruppen: **Gemäßigte FKK-Freunde.** Der Maurer See zieht vor allem **Einheimische** an – viele kennt man vom Sehen. Im FKK-Bereich trifft man auf eine Handvoll **Stammgäste** (meist mittleren Alters bis älter), die fast täglich kommen, und auf ein paar **gelegentliche Besucher**, die mal einen Nachmittag nackt sonnen möchten. **Paare** genießen die entspannte Stimmung, ohne Trubel. **Singles** (ob männlich oder weiblich) finden hier eine sichere Umgebung, in der niemand belästigt wird – Kontakt entsteht, wenn überhaupt, durch ein nettes Gespräch über’s Wetter. **Familien** nutzen eher den Textilabschnitt; es soll aber auch Eltern geben, die mit ihren kleinen Kindern in einer ruhigen Ecke nackt baden – die offene Anlage erlaubt das durchaus, solange alle ok damit sind. **LGBTQ+**-Gäste fallen nicht weiter auf, es ist ein ganz normaler Badesee für alle Orientierungen. Wer gezielt auf Gleichgesinnte aus ist (z.B. andere schwule FKK-Fans), wird hier kein Szene-Treffen vorfinden, aber auch keine Vorurteile spüren – es mischt sich einfach. **Senioren** gibt es einige, besonders vormittags, die ihre Bahnen ziehen oder Gymnastik im Wasser machen. Insgesamt ist der Maurer See ideal für Leute, die gerne nackt baden, aber dabei auf die grundsätzlichen Annehmlichkeiten (WC, Kiosk) eines öffentlichen Badeplatzes nicht verzichten möchten. Er ist weniger überlaufen als die großen Spots – ein guter Tipp für Ruhesuchende und Neugierige.
Almer Weiher (Regensburg/Mintraching)
**Beschreibung:** Östlich von Regensburg, versteckt im dichten Wald zwischen Mintraching und Geisling, liegt der Almer Weiher – unter FKK-Anhängern der Region ein wahrer **Geheimtipp**. Dieser langgezogene Waldsee (rund 2 km lang und 1 km breit) bietet eine beeindruckende Naturkulisse und reichlich Platz für hüllenloses Badevergnügen. Offizielle Ausweisung gibt es keine, doch der Almer Weiher ist seit den späten 1980er Jahren bei Nacktbadern äußerst beliebt und wird stillschweigend geduldet. Rund um den See erstrecken sich idyllische Sand- und Kiesstrände, kleinere Halbinseln und weiche Liegewiesen im Schatten großer Bäume. Hier kann man wirklich eins werden mit der Natur: Das Wasser glitzert im Sonnenlicht, Libellen tanzen über die Buchten, und außer dem Wind in den Blättern und gelegentlichem Gelächter anderer Badegäste ist nichts zu hören. FKK wird am Almer Weiher praktisch überall betrieben – es gibt keine strikte Trennung von Textil- und Nacktbereichen, wobei an den schönsten Plätzen (etwa der markanten Halbinsel am Ostufer und einer weiten Kiesbank am Nordufer) fast ausschließlich Nacktbader liegen. Textilgäste verirren sich selten hierher. Insgesamt herrscht eine friedliche, ungezwungene Atmosphäre, die viele als nahezu paradiesisch beschreiben.
- Standort: Ca. 15 Autominuten östlich von Regensburg, im Waldgebiet zwischen den Gemeinden Mintraching und Aholfing. Zufahrt über die Staatsstraße St2148 (Mintraching – Straubing): etwa auf halber Strecke zweigt ein kleiner Waldweg ab (nicht explizit beschildert). Der Weiher selbst liegt versteckt im Forst „Gmünder Holz“. Aus der Luft erkennt man ihn als langgezogene Wasserfläche parallel zur Donau (diese fließt nur ~3 km südlich). Nächstgelegene Orte: Mintraching (4 km westl.), Geisling (2 km östl.).
- Status: **Inoffiziell geduldet.** Weder ausgewiesen noch beworben, aber traditionell von FKK-Freunden genutzt. Die Fläche gehört wohl einem Angelverein, der den See jüngst gekauft hat – dennoch hat sich am FKK-Betrieb bislang nichts geändert. Offizielle Kontrollen finden kaum statt, solange keine Ordnungswidrigkeiten auftreten. Wichtig: Der See liegt abseits von Anwohnern, daher gab es bisher kaum Beschwerden.
- Umgebung: Mitten im Wald gelegen, rundherum Bäume und keinerlei Bebauung. Uferabschnitte teils sandig mit feinem weißem Sand (ideal zum Liegen), teils kiesig. Dazwischen gibt es immer wieder grasbewachsene Flächen, die als Liegewiese dienen. Große Kiefern und Laubbäume spenden reichlich Schatten – man findet aber auch sonnige Abschnitte, gerade auf der Kiesbank am Nordufer. Das Wasser ist an den flachen Stellen glasklar, weiter draußen dunkel (der Weiher ist stellenweise recht tief). Dank der isolierten Lage ist die Wasserqualität sehr gut; es gibt weder Abwasserzuflüsse noch landwirtschaftliche Verschmutzung. Die Natur am Almer Weiher ist beeindruckend vielfältig: Am Ufer blühen Wildblumen, Libellen schwirren umher und mit etwas Glück sieht man am frühen Morgen Rehe oder Hasen am Waldrand. Die Stimmung unter den Badenden ist sehr entspannt – viele kennen den Weiher seit Jahrzehnten und kommen immer wieder, loben das „fast karibische Gefühl“ auf der Sandbank und die Freiheit, überall nackt sein zu können.
- Erreichbarkeit: **Auto:** Von Regensburg über die B8 Richtung Straubing bis Mintraching, dort Richtung Roith/Geisling abbiegen. Kurz vor Geisling zweigt links ein nicht-asphaltierter Waldweg ab (auffällig ist ein Schild des Fischereivereins oder ähnliche Markierung). An diesem Weg wird häufig am Rand geparkt, bevor ein Schlagbaum oder unbefahrbares Stück kommt. Von dort zu Fuß ca. 5–10 Minuten durchs Gehölz bis zum Seeufer. **Fahrrad:** Sehr gut erreichbar über den Donauradweg – bei Geisling oder Roith Richtung Norden in den Wald abzweigen (Ortskundige fahren direkt bis ans Wasser). Radler aus Regensburg brauchen etwa 45 Minuten. **ÖPNV:** Ohne direkten Anschluss; nächster Bus in Mintraching, von dort ca. 4 km Wandern. Die meisten Besucher kommen mit dem Auto (und laufen das letzte Stück) oder direkt per Rad. Vorsicht bei der Anfahrt: die Waldwege können nach Regen schlammig sein und haben Schlaglöcher, langsam fahren!
- Infrastruktur: **Keine offizielle, minimale inoffizielle.** Der Weiher ist vollkommen naturbelassen. Es gibt keine Toiletten oder gastronomischen Angebote. Einige der langjährigen Besucher haben jedoch über die Jahre ein paar Annehmlichkeiten geschaffen: So findet man an beliebten Stellen einfache Sitzbänke aus Holz, und an der großen Halbinsel haben Camper gelegentlich provisorische Feuerstellen (nicht erlaubt, aber vorhanden) und Treppen ins Wasser angelegt. Mülleimer gibt es nicht – jeder ist verpflichtet, seinen Abfall wieder mitzunehmen. Da der Angelverein Eigentümer ist, trifft man vereinzelt auf deren kleine Hütten oder Stege am Ufer, diese sind aber abgeschlossen und den Anglern vorbehalten. **Camping:** Offiziell nicht gestattet, dennoch sieht man hin und wieder Wohnmobile oder Zelte am Rande des Waldwegs stehen – eine Praxis, die geduldet scheint, solange kein Müll hinterlassen wird. Barrierefreiheit: praktisch nicht gegeben, da die Wege unbefestigt sind und Wurzeln sowie unebenes Gelände dominieren.
- Besonderheiten & Regeln: **Saison:** vom späten Frühjahr bis in den Herbst. Bereits im März/April, sobald die ersten warmen Tage kommen, sieht man die ersten Sonnenanbeter unbekleidet auf den Lichtungen liegen. Offizielle Badetemperaturen oder Wasserwacht gibt es nicht – hier badet auf eigene Verantwortung, wer es wagt (viele Hartgesottene springen auch noch im Oktober nackt hinein). **Regeln/Umgang:** Obwohl keinerlei Aufsicht besteht, hat sich eine Art „Selbstregelung“ etabliert. Die Stammgäste achten darauf, dass es gesittet zugeht. Exhibitionistische Handlungen oder Annäherungsversuche, die über freundlichen Smalltalk hinausgehen, werden nicht toleriert. In der Vergangenheit gab es wohl mal vereinzelte Personen mit zweideutigen Absichten im Gebüsch; diese werden von der Community jedoch schnell in die Schranken gewiesen (im Zweifel droht man, die Polizei zu rufen, was in den seltensten Fällen nötig ist). Generell gilt: Jeder soll die Freiheit genießen können, aber bitte **ohne** sexuelle Handlungen in der Öffentlichkeit. Lagerfeuer sind offiziell verboten – einige machen es trotzdem am Ufer, was aber das Risiko eines Waldbrandes birgt, daher besser unterlassen. Angler feiern gelegentlich am Ufer (auch mal mit lauter Musik); die FKKler und Angler tolerieren einander, auch wenn mal etwas Müll liegen bleibt (leider lassen letztere eher mal Flaschen liegen, so Berichte – also ggf. vorher Platz säubern). Wer mit Kindern kommt, dem sei gesagt: offiziell kein Verbot, aber es gibt einen alternativen Roither Weiher in der Nähe, der für Familien besser geeignet ist (Textilbadesee). Hunde sind nicht explizit verboten, jedoch aus Naturschutzgründen nicht gern gesehen – und freilaufende Hunde könnten FKK-Gäste stören. Am Almer Weiher hat man also große Freiheit, sollte diese aber mit Verantwortungsbewusstsein ausüben: die Natur respektieren, Mitmenschen mit Anstand begegnen, Lärm vermeiden. Dann bleibt dieser Ort weiterhin ein kleines Paradies für Nacktbader.
- Zielgruppen: **Erfahrene Naturisten und freie Geister.** Der Almer Weiher zieht vor allem **Stammgäste** an, die oft seit Jahrzehnten hierher kommen (nicht selten Ü50 und sehr naturverbunden). **Paare** mittleren Alters genießen die romantischen Buchten, aber auch **jüngere FKK-Fans** aus Regensburg haben den Weiher für sich entdeckt – insbesondere jene, die dem Trubel am Guggenberger See entgehen wollen, finden hier Ruhe. **Familien mit Kindern** werden, wie erwähnt, eher den Roither Weiher bevorzugen, da dort offiziell Textil gebadet wird und Infrastruktur (Spielplatz) vorhanden ist – am Almer Weiher sieht man Kinder nur selten. **Alleinreisende Männer** sind durchaus zahlreich hier, allerdings ohne die unangenehmen Begleiterscheinungen mancher anderer Seen: Die meisten sind einfach zum Schwimmen und Sonnen da, nicht auf Kontaktsuche. **LGBTQ+**-Gäste: Der Ort ist nicht speziell darauf ausgerichtet, aber wer als gleichgeschlechtliches Paar nackt badet, wird hier keinerlei Probleme haben – die Gemeinschaft ist bunt gemischt. Wichtig: Wer FKK-Neuling ist, sollte wissen, dass am Almer Weiher durchaus eine sehr freie Atmosphäre herrscht. Wer absolute Abgeschiedenheit sucht, findet zwar ein Plätzchen, aber es laufen auch andere Nackte umher. Viele schätzen gerade das gemeinschaftliche Gefühl („alle sind nackt, niemand urteilt“). **Senioren** gehören zum Bild dazu – einige „Oldies“ erwähnen, dass sie seit den 80ern hier baden und es sich kaum verändert hat. So bildet der Weiher eine Art generationsübergreifende FKK-Gemeinde. Insgesamt richtet sich der Almer Weiher an genuin FKK-Begeisterte, die Wert auf Natur pur legen und dafür auf Komfort verzichten können. Für eine erste Erfahrung mit Nacktbaden in freier Wildbahn ist er – dank der Weitläufigkeit und Toleranz – dennoch sehr gut geeignet.
FKK-Strand „Weiher 12“ (Parkstetten bei Straubing)
**Beschreibung:** Im Landkreis Straubing-Bogen befindet sich einer der wenigen **vereinsgeführten FKK-Plätze** an der Donau: die FKK-Badestelle am Weiher 12 bei Parkstetten, oft auch „FKK-Strand Straubing“ genannt. Dieser Platz gilt als wahres Eldorado für Freikörperkultur in Niederbayern. Auf rund 6.000 m² Wiesenfläche können FKK-Anhänger ungestört nackt sonnenbaden, schwimmen und Gemeinschaft erleben. Der Bereich liegt an einem der zahlreichen Baggerweiher nördlich der Donau und wird vom **Verein für naturnahe Erholung und Freikörperkultur e.V. Straubing** betreut. Obwohl ein Verein dahintersteht, ist die Anlage öffentlich zugänglich – auch Nicht-Mitglieder sind herzlich willkommen, müssen sich jedoch an ein paar Regeln halten. Das Gelände selbst ist teils mit einem grünen Sichtschutz umgeben und als FKK-Areal klar gekennzeichnet, sodass Textilbadende gar nicht erst versehentlich hineinplatzen. Die Liegewiese ist eben und gepflegt; man merkt, dass hier jemand regelmäßig mäht und sauber macht. Im hinteren Teil spenden Bäume und Büsche angenehmen Schatten, während zum Wasser hin offene Liegeflächen und ein kleiner Sandstrand vorhanden sind. Der Weiher schimmert im Sommer grüntürkis und lädt zu einer Abkühlung ein. Oft sieht man auf der Liegewiese bunt gemischte Gruppen: Familien, Paare, Alleinstehende – alle teilen die Freude an der ungezwungenen Nacktheit. Die Atmosphäre ist sehr freundlich und gemeinschaftlich; viele kennen einander vom Vereinsleben oder wiederholten Besuchen. Dadurch fühlt man sich auch als Neuankömmling schnell integriert, wenn man möchte, oder man findet ein ruhiges Plätzchen für sich allein – beides ist möglich.
- Standort: Weiher Nr. 12 im Erholungsgebiet nördlich der Donau bei Parkstetten (ca. 5 km nördlich von Straubing-Zentrum). Anfahrt über die B20 Ausfahrt Steinach/Parkstetten, dann Richtung Parkstetten. Kurz hinter dem Ort in den Weiherweg einbiegen (Beschilderung „FKK-Strand“ vorhanden). Das Gelände liegt direkt am Weiher, linkerhand am Ende einer Stichstraße. In der Nachbarschaft befinden sich weitere Badeweiher und landwirtschaftliche Flächen.
- Status: **Offiziell, vereinsbetrieben.** Der FKK-Verein Straubing pachtet oder besitzt dieses Gelände und unterhält es. Dadurch ist der Bereich rechtlich abgesichert für Nacktbaden. Es handelt sich jedoch nicht um ein geschlossenes Vereinsgelände – jeder kann den Strand nutzen, sofern er die Benutzerordnung einhält. Vereinsmitglieder haben natürlich einen gewissen „Heimvorteil“, aber der Verein ist gastfreundlich und neuen Interessierten gegenüber aufgeschlossen. Eine Mitgliedschaft ist keine Voraussetzung, um hier zu baden.
- Umgebung: Das Areal umfasst eine große Liegewiese mit weichem Gras. Zum Ufer hin gibt es einen flach abfallenden Strand aus feinem Kies/Sand, ideal um barfuß ins Wasser zu gehen. Rund um die Wiese sorgen schmale Baumreihen und Sträucher für eine gemütliche Atmosphäre und auch etwas Sichtschutz nach außen. Der Weiher selbst ist ca. 150 m lang, 100 m breit und moderat tief – typisch für einen Baggersee. Das Wasser erwärmt sich im Sommer auf angenehme Temperaturen und hat meist ausgezeichnete Qualität (regelmäßige Kontrollen durch Behörden und Verein). An heißen Tagen springen Groß und Klein nackt ins Wasser; es ist genug Platz zum Schwimmen oder auf Luftmatratzen treiben. Die umliegende Landschaft ist flach; am Horizont sieht man vielleicht den Bogenberg oder die Ausläufer des Bayerischen Waldes schimmern. Insgesamt eine ruhige, ländliche Umgebung – außer fröhlichen Badegeräuschen und vielleicht mal einem Traktor in der Ferne dringt kaum Lärm her.
- Erreichbarkeit: **Auto:** Über die A3 Ausfahrt Straubing, dann auf der B20 Richtung Cham bis Ausfahrt Steinach. Weiter nach Parkstetten, dort der Ausschilderung zu den Badeseen folgen. Direkt am FKK-Gelände gibt es Parkmöglichkeiten (Wiese/Schotter, ausreichend für ca. 20–30 Fahrzeuge). **Fahrrad:** Vom Stadtkern Straubing in etwa 20 Minuten erreichbar, meist entlang kleiner Straßen oder der Donau. Auch der Donauradweg führt südlich vorbei – ein kleiner Umweg über die Donaubrücke Straubing und dann nach Parkstetten lohnt sich. **ÖPNV:** Busse verkehren von Straubing nach Parkstetten/Steinach, allerdings muss man vom Ort noch ca. 2 km laufen. Viele Besucher kommen mit dem eigenen Auto oder Rad. Hinweis: In unmittelbarer Nähe befindet sich auch ein Textil-Badesee mit Biergarten – nicht verwechseln; der FKK-Strand ist ausgeschildert.
- Infrastruktur: **Einfach, aber vorhanden.** Am Eingang des Geländes steht ein kleines Vereinshäuschen, das als Anlaufstelle dient. Dort findet man **Dixi-Toiletten** (mobiles WC) und Mülleimer. Zudem sind einfache Umkleidemöglichkeiten (Holzwände als Sichtschutz) vorhanden, wobei die meisten Besucher direkt nackt kommen oder es am Platz machen. Ein Kiosk oder gastronomisches Angebot gibt es nicht dauerhaft, aber der Verein organisiert gelegentlich gemeinsame Grillnachmittage; zudem kommt es vor, dass Mitglieder Kaffee und Kuchen anbieten (gerade an Vereinstagen). Offenes Feuer ist untersagt, aber ein fester Grillplatz kann genutzt werden (Grill mitbringen oder bei Vereinsveranstaltungen vorhanden). Die Wege auf dem Gelände sind kurz und eben – prinzipiell könnten auch mobilitätseingeschränkte Personen den Strand nutzen, jedoch ist der Zugang ins Wasser naturbelassen (kein Steg/Rampe). Wasserversorgung: kein Trinkwasser vor Ort, bitte selbst mitbringen. Insgesamt spürt man, dass hier freiwillige Helfer am Werk sind: Das Gelände ist sauber, oft sind auch Campervans oder Wohnwagen von Mitgliedern für ein Wochenende da (Stellplätze am Rand vorhanden). Diese leichte Camping-Atmosphäre macht den Charme aus – man plauscht miteinander, Kinder spielen zusammen und Neuankömmlinge werden gern herumgeführt.
- Besonderheiten & Regeln: **Saison:** Geöffnet typischerweise von Frühjahr bis Herbst. Offiziell gibt es keine Schranke, aber der Verein startet seine Aktivitäten meist im Mai (abhängig vom Wetter). In den Sommermonaten finden auch vereinsinterne Feste und FKK-Treffen statt – Gäste sind dann meist willkommen. Die beste Besuchszeit ist an sonnigen Wochenendtagen, dann ist die Wiese gut gefüllt und es kommt Stimmung auf. Wochentags oder am frühen Morgen/Abend ist es sehr ruhig, ideal für alle, die lieber in kleiner Runde entspannen. **Regeln:** Als vereinsgepflegter Platz gibt es eine Nutzungsordnung. Wichtigste Punkte: Keine Hunde auf dem Gelände (um Hygiene und Ruhe zu wahren), kein offenes Feuer (Brandgefahr, daher auch Feuerstellen verboten), Diskretion gegenüber Nicht-FKK-Besuchern (das heißt, außerhalb des Geländes bitte bekleidet bleiben – rundum sind ja andere Seen). Außerdem wird darauf geachtet, dass es ein familienfreundlicher Ort bleibt: sexuelle Handlungen oder aufdringliches Anstarren werden nicht geduldet. Im Gegenzug ist Fotografieren ebenfalls tabu, es sei denn mit ausdrücklicher Genehmigung aller Anwesenden. Der Verein achtet auf diese Regeln, auch wenn keine permanente Aufsicht da ist. Besucher sollten sich beim ersten Mal kurz am Vereinshäuschen melden – oft kommt aber auch einfach ein freundliches Vereinsmitglied auf Neuankömmlinge zu, erklärt die Gegebenheiten und sorgt so für eine angenehme Aufnahme. Alles in allem sind die Regeln vernünftig und dienen dem harmonischen Miteinander.
- Zielgruppen: **Sehr breit und familienorientiert.** Da der FKK-Verein Straubing hier seine Heimat hat, sind **Vereinsmitglieder** aller Altersklassen regelmäßig vor Ort: vom jungen Paar Ende 20 bis zum rüstigen Rentner. An normalen Badetagen mischen sich Mitglieder und externe Besucher völlig unkompliziert. **Familien** fühlen sich besonders wohl – der Verein legt Wert darauf, dass auch Kinder natürlich mit der Freikörperkultur aufwachsen können. So sieht man häufig Kinder, die am Ufer plantschen oder im Gras spielen, was dem Platz ein fröhliches und unbeschwertes Gepräge gibt. **Paare** – ob jung verliebt oder älter – genießen die entspannte Atmosphäre ohne Voyeurismus. **Singles** (Männer wie Frauen) sind willkommen; wer Anschluss sucht, findet schnell Gesprächspartner, wer lieber für sich bleibt, findet auch ein Eckchen. Durch die Vereinsstruktur gibt es eine **besonders offene und sichere Stimmung für Frauen**, da störendes Verhalten sofort auffallen und geahndet würde – allein badende Damen berichten, dass sie sich hier sehr wohl und respektiert fühlen. **LGBTQ+**-Personen sind ebenfalls Teil der bunten Gemeinschaft; der Verein hat keine Ausrichtung außer der Freude am Nacktsein. Sollte ein gleichgeschlechtliches Paar mit Kindern kommen oder eine Gruppe queerer Freunde, wird das nicht anders behandelt als jede andere Besuchergruppe – man ist per Du und freut sich, gemeinsam die Sonne zu genießen. **Senioren** schätzen das gesellige Miteinander; viele Ältere sind aktiv im Vereinsleben und freuen sich über neue Gesichter. Der Parkstettener FKK-Strand kann somit als einer der inklusivsten und freundlichsten Plätze entlang der Donau gelten, wo wirklich jeder – vom überzeugten Naturisten bis zum neugierigen Einsteiger – eine schöne Zeit verbringen kann.
Stauffendorfer Weiher („Hackerweiher“, Deggendorf)
**Beschreibung:** Nacktbader kommen auch in Deggendorf voll auf ihre Kosten – genauer gesagt südlich der Stadt, am sogenannten Stauffendorfer Weiher. Dieser Ort hat sich einen Ruf als inoffizielles FKK-Paradies erworben. Tatsächlich handelt es sich um ein **Kiesweiher-Areal mit zwei Seen**: einem großen Badesee mit gemischter Nutzung und einem kleineren Nebenweiher, der vor allem von FKK-Gästen frequentiert wird. Unter der Woche ist hier noch Kiesabbau im Gange, aber an den Wochenenden verwandelt sich der Platz in eine entspannte Badewelt. Der größere See bietet klassischen Badebetrieb (mit Textilbadenden, Familien und sogar einem kleinen Kiosk/Biergarten), doch am abgelegenen Ufer sowie am kleineren See geht es freizügiger zu. Dort trifft man insbesondere nachmittags und abends zahlreiche Nacktbader. Auffällig sind auch Wohnmobile und Camper, die am Ufer stehen – offenbar ist es geduldet, wenn Naturisten hier über Nacht bleiben. Die Atmosphäre ist locker, fast festivalartig an manchen Tagen: Man grüßt sich, manche grillen am Ufer (es gibt informelle Feuerstellen), und gelegentlich wird Gitarre gespielt oder zusammen am Lagerfeuer gesessen. Trotz dieser Lebendigkeit gibt es genug Rückzugsmöglichkeiten: Das Gelände ist weitläufig, mit vielen versteckten Buchten und Grasflächen hinterm Schilf. So findet sowohl derjenige ein stilles Plätzchen, der Ruhe sucht, als auch die, die in kleiner Runde Geselligkeit möchten. Eine Besonderheit sind die provisorischen „Luxus“-Verbesserungen: Engagierte Dauergäste haben an den steileren Uferstellen hölzerne Treppen und Einstiege ins Wasser gebaut, um den Zugang zu erleichtern. Der Spitzname „Hackerweiher“ kommt übrigens vom nahen Weiler Hacker oder schlicht von der anwesenden Hackerschaft an FKKlern – genau weiß man es nicht. Unterm Strich ist der Stauffendorfer Weiher ein lebendiger Treffpunkt der FKK-Szene, bei dem man fast vergisst, dass alles inoffiziell ist.
- Standort: Am südlichen Stadtrand von Deggendorf, Ortsteil Fischerdorf/Stauffendorf. Zufahrt über die Staatsstraße Richtung Metten/Straubing: beim Erlebnisbad „elypso“ vorbei und dann etwa 2 km der Ausschilderung „Flugplatz“ folgen. Direkt neben dem kleinen Segelflugplatz Stauffendorf liegen die Kiesweiher rechterhand. Der FKK-Bereich erstreckt sich hauptsächlich am kleineren südlichen Weiher und am südwestlichen Ufer des großen Weihers.
- Status: **Inoffiziell geduldet.** Weder Stadt noch Betreiber des Kieswerks haben offiziell einen FKK-Strand ausgewiesen, aber die langjährige Nutzung spricht für sich. Insbesondere der Nebenweiher wird quasi ausschließlich von Nacktbadern besucht, was einer faktischen Ausweisung gleichkommt. Offizielle Beschilderungen fehlen, doch ortskundige wissen Bescheid. Solange keine Gesetzesverstöße passieren, toleriert die Gemeinde das Treiben.
- Umgebung: Weitläufiges Kiesgrubengelände mit zwei Seen. Der Hauptsee hat ein gepflegtes Nordufer mit Badebucht (Textil) und flachem Zugang, während die übrigen Ufer wilder sind (Schilf, Waldinseln). Am Nordufer steht auch ein kleiner Biergarten/Imbiss, was eine Art „zivilisierten Pol“ markiert. Im Kontrast dazu der Südteil: hier dominieren naturbelassene Ufer mit Schotter, Kieshügeln und Röhricht. Der kleinere Weiher ist ringsum von Feldwegen umgeben; an seinem Ufer findet man mehrere Buchten mit Lagerfeuerspuren und parkenden Wohnmobilen. Der Ausblick ist ländlich: im Hintergrund Felder und die Hangkante des Gäubodens, ab und zu segeln kleine Sportflugzeuge vom benachbarten Flugfeld lautlos über den Seen. Das Wasser der Weiher ist, solange nicht gearbeitet wird, schön sauber und klar. Wer unter der Woche kommt, könnte etwas Lärm und Trübung durch laufende Kiesbagger erleben – am Wochenende hingegen absolute Ruhe. Die Dimension der Fläche erlaubt es, dass selbst bei 50+ Nacktbadenden genug Abstand zwischen den Gruppen bleibt. Einige Nischen sind teils durch Büsche verborgen, ideal für ein wenig Privatsphäre; andere Liegeplätze sind offen und gemeinschaftlich. Die Wiesen hinter dem Ufer dienen auch als Stellfläche – daher sieht man hier hin und wieder Zelte und Camper stehen.
- Erreichbarkeit: **Auto:** Sehr gut, da fast direkt anfahrbar. Man kann über einen Schotterweg bis nahe ans Ufer fahren. Viele stellen ihr Auto oder Wohnmobil direkt am Ufer ab. Achtung: Der Weg ist offiziell ein Betriebsweg, aber am Wochenende stört das niemanden. **Fahrrad:** Von Deggendorfs Zentrum ca. 5 km – einfach der Beschilderung zum Flugplatz folgen. Der Donauradweg liegt auf der gegenüberliegenden Flussseite, aber über die Deggendorfer Donaubrücke kommt man fix rüber. **ÖPNV:** Deggendorf-Fischerdorf wird von Stadtbussen bedient, jedoch sind es vom nächsten Halt (beim Erlebnisbad) noch rund 2 km zu Fuß. Für Nicht-Autofahrer ist das Fahrrad klar zu empfehlen. Im Umfeld des Sees gibt es genug Fläche zum Abstellen von Fahrzeugen; Parkprobleme sind selten, nur bitte nicht die Wege zum Kieswerk oder Flugplatz blockieren.
- Infrastruktur: **Teilweise vorhanden (im Mischbetrieb).** Der bereits erwähnte Biergarten am großen Weiher (Nordufer) versorgt alle Badenden – auch FKKler schlendern dort mit einem Pareo oder Handtuch um die Hüften hin, um sich eine kühle Halbe oder eine Bratwurst zu holen. Toiletten sind in Form von Dixi-Klos oder im Biergarten vorhanden, jedoch nicht direkt an den FKK-Buchten. Camping ist offiziell nicht erlaubt, faktisch aber praktiziert: Es gibt keine Strom- oder Wasseranschlüsse, aber Camper richten sich autark ein. Einige „wilde“ Mülltonnen (von Nutzern hingestellt) stehen an viel frequentierten Plätzen, dennoch sollte man seinen Abfall besser selbst entsorgen, da keine regelmäßige Reinigung durch städtische Stellen erfolgt. Ein Vorteil dieses Platzes: Da dort werktags gearbeitet wird, sind die **Zufahrtswege solide** (für schwere LKW ausgelegt). Barrierefreiheit: bedingt, da die Geländeoberfläche uneben ist (Kies, Gras, keine festen Wege am Südufer). Wer schlecht zu Fuß ist, kann aber mit dem Fahrzeug bis an die Liegewiese fahren. In Summe gilt: Infrastruktur an der Textilseite gut (Essen, WC), an der FKK-Seite selbst nur das, was man sich mitbringt. Bei medizinischen Notfällen wäre das städtische Klinikum Deggendorf nicht weit – aber es ist kein Rettungsdienst vor Ort stationiert.
- Besonderheiten & Regeln: **Saison:** Im Sommer am besten, aber auch schon ab Mai und bis in den September hinein genutzt. Off-Peak: Abends treffen sich häufig Erwachsene zum Nacktbaden und geselligen Beisammensein am Lagerfeuer, auch wenn dies nicht ganz legal ist. In warmen Sommernächten entsteht so eine beinahe festivalartige Stimmung. **Regeln:** Offiziell keine ausgewiesen, aber de facto üblich: FKKler halten sich an den ihnen angestammten Uferbereich. Wer textil baden möchte, bleibt beim Biergarten-Strand. Die Durchmischung passiert selten, damit jeder ungestört ist. Wichtig ist: Hinterlassen Sie keinen Müll und keine Schäden – das Areal ist trotz Freiheiten privater Grund des Kieswerks. Provokatives Verhalten (intime Handlungen in aller Öffentlichkeit) wäre fehl am Platz und könnte die Duldung gefährden. Tatsächlich achten aber alle darauf, die Freiräume nicht zu überstrapazieren. Einige Stammgäste haben sich quasi als inoffizielle „Platzwarte“ etabliert: Sie weisen Neuankömmlinge freundlich ein, wo man gut liegen kann, und wo vielleicht doch Textiler in Sichtweite wären. Ab und zu macht auch mal die Polizei eine kurze Runde (meist wenn Hinweise auf nächtliches Zelten oder Lärm kommen), bleibt aber entspannt, solange keine Beschwerden vorliegen. Der in der Nähe gelegene Segelflugplatz bringt ein paar eigene Regeln mit sich: Beim Starten und Landen der Segelflieger sollte niemand am südwestlichen Ufer ins Flugfeld laufen oder lasern etc. – aber das versteht sich von selbst. Im Grunde sind die wenigen Regeln hier: genieß die Freiheit, aber nimm Rücksicht auf Natur und andere.
- Zielgruppen: **Freizeit-FKKler, die Geselligkeit schätzen.** Der Hackerweiher wird von einer bunten Mischung besucht, tendenziell aber eher von Erwachsenen als von Familien. **Junge Leute** aus Deggendorf (20-35 Jahre) findet man hier überraschend viele – sie genießen es, ungestört nackt zu baden, und machen vielleicht abends eine kleine Strandparty unter Freunden. Gleichzeitig sind auch **ältere Stammgäste** (50+) präsent, die ein Auge aufs Ganze haben. Diese Altersmischung funktioniert gut: man respektiert sich. **Familien** mit Kindern sind selten, da es in Deggendorf auch ein offizielles Familienfreibad und textil Badeseen gibt. Wenn doch mal Kinder da sind (z.B. mit FKK-affinen Eltern), werden sie herzlich aufgenommen und finden sicher sofort Spielkameraden – die Umgebung ist aber ohne Aufsicht nicht kindersicher (offene Feuerstellen, tiefe Kiesgruben), deshalb bleibt es die Ausnahme. **Alleinreisende Männer** bilden einen Teil der Besucherschaft – manche kommen wegen der entspannten Community, manche einfach um FKK zu betreiben. Die Atmosphäre ist aber so freundschaftlich, dass niemand zum Außenseiter wird. **Paare** – ob hetero oder queer – können hier ungestört zu zweit entspannen oder Anschluss suchen, je nach Laune. Speziell für die **LGBTQ+**-Community gibt es keinen ausgewiesenen Bereich, doch es ist bekannt, dass auch schwule Männer den Weiher als Treffpunkt nutzen (vor allem abends an bestimmten Buchten). Das geschieht unaufgeregt im Rahmen des Allgemeinen; wer nicht gezielt darauf aus ist, wird es kaum bemerken. **Senioren** kommen eher tagsüber für ruhige Stunden und ziehen sich gegen Abend zurück, wenn die Jugend übernimmt. Insgesamt ist die Zielgruppe am Hackerweiher eher die ungezwungene FKK-Gemeinschaft – Leute, die gern campen, grillen, Freiheit genießen. Wen steife Vereinsregeln abschrecken, der ist hier genau richtig: Es ist fast alles erlaubt, solange man freundlich und verantwortungsbewusst ist.
Burgsee (Natternberg bei Deggendorf)
**Beschreibung:** Neben dem Stauffendorfer Weiher hat Deggendorf noch einen weiteren Tipp für Freiluft-Freunde: den Burgsee am Natternberg. Dieser versteckte See am Fuß des markanten Natternberg-Hügels ist ein Kleinod für ruhiges Nacktbaden inmitten von Schilf und Wald. Offiziell ist der Burgsee ein Freizeitsee mit Segelclub, inoffiziell hat sich sein abgelegeneres Ufer zu einem beliebten FKK-Plätzchen entwickelt. Wer den Weg dorthin findet, wird mit lauschigen Badebuchten und einer größeren Liegewiese belohnt, die praktisch nur von Nacktbadern genutzt werden. Der Weg führt zunächst durch dichten Auwald – plötzlich lichtet sich der Wald und man steht an einem idyllischen Ufer, wo vereinzelte Sonnenanbeter unbekleidet in der Nachmittagssonne liegen. Einige Meter weiter entdeckt man zwischen Weidenbüschen die nächste kleine Bucht, vielleicht von einem Paar belegt. Wenn man dem schmalen Pfad am bewaldeten Nordufer folgt, gelangt man nach etwa 100 m zu einer größeren Lichtung: Hier befindet sich die „inoffizielle FKK-Wiese“. Dieser Bereich liegt etwas erhöht, mit Blick auf den funkelnden See und ist groß genug für eine Handvoll Leute. Durch die halbhohen Büsche ist man gut vor Blicken vom Wasser oder gegenüberliegendem Ufer geschützt. Das Wasser am Burgsee ist angenehm frisch und sauber, allerdings gibt es keine Sandstrände – ins Wasser gelangt man über schmale Lücken im Schilf oder von ein paar kleinen Stegen aus, die wohl vom Segelclub angelegt wurden. Insgesamt herrscht am Burgsee viel Ruhe. Keine Straße führt direkt her, man hört nur Vögel und manchmal entfernte Rufe vom Segelclub. Für Nacktbader, die Abgeschiedenheit suchen, ist das hier ein kleiner Traum – man muss ihn sich nur erarbeiten durch den kurzen Fußmarsch.
- Standort: Stadt Deggendorf, Bereich Natternberg (das ist ein Stadtteil südwestlich des Zentrums, bekannt durch den markanten Hügel mit Burgruine). Der Burgsee liegt westlich des Hügels, erreichbar über die Verlängerung der Wiesenstraße/Heerweg in Fischerdorf. Man fährt in Richtung Segelclub/Seenplatte Natternberg. Der FKK-Bereich befindet sich am nordwestlichen Ufer des Burgsees, etwa auf halbem Weg zwischen Segelclub und Donau.
- Status: **Inoffiziell geduldet.** Weder ausgeschildert noch beworben, aber seit Jahren bekannt. Insbesondere zum „Tag der Nacktheit“ oder in lokalen Presseartikeln wurde der Burgsee als einer der Top-FKK-Spots Niederbayerns erwähnt. Das zeigt, dass die Behörden Bescheid wissen, es aber tolerieren. Solange FKKler sich in den versteckten Buchten aufhalten, gab es keine Probleme.
- Umgebung: Naturnaher Baggerweiher umgeben von Auwald und dem bewaldeten Natternberg-Hügel. Der Segelclub hat am Ostufer sein Gelände (Bootssteg, Liegewiese, teils textil badende Clubmitglieder). Das Nord- und Westufer hingegen sind wild: Hier säumen dichtes Schilf und Sträucher die Uferkante. Ein teils kaum erkennbarer Trampelpfad führt entlang des Wassers. Hinter den Büschen erheben sich alte Bäume, die in heißen Stunden wohltuenden Schatten spenden. Die FKK-Liegeplätze sind kleine natürliche „Buchten“ im Uferbewuchs – mal eine sandige Mini-Einbuchtung, mal eine moosige Stelle zwischen den Wurzeln, bis hin zur größeren Wiese am Ende. Die Wasserqualität ist gut, es gibt aber keine flachen Strandbereiche – man watet durch etwas Schilf oder steigt an einer lichten Stelle direkt ins tiefe Wasser. Das Setting ist sehr romantisch und abgeschieden; man fühlt sich wie an einem verwunschenen Waldsee. Ab und an kann man in der Ferne ein leises Motorboot auf der Donau hören oder eben die Segelboote sehen, aber die kriegen von den FKK-Badern meist nichts mit (umgekehrt genauso). Abends, wenn die Sonne tiefer steht, liegt die FKK-Wiese herrlich im goldenen Licht, während der Rest des Waldes schon dämmrig ist – solche Stimmungen locken vor allem Ruhesuchende an.
- Erreichbarkeit: **Auto/Fahrrad:** Man gelangt
am besten über Deggendorf-Fischerdorf zum Burgsee. Es gibt einen
Feldweg (teilweise gesperrt) in Richtung Segelclub/Baggerseen. Das
Auto stellt man üblicherweise dort ab, wo offizieller Parkplatz
des Segel
- Erreichbarkeit: **Auto/Fahrrad:** Man gelangt am besten über Deggendorf-Fischerdorf zum Burgsee. Es gibt einen Feldweg (teilweise als Privatweg ausgewiesen) in Richtung Segelclub/Baggerseen Natternberg. Das Auto stellt man üblicherweise am Rand dieses Weges oder auf einem kleinen inoffiziellen Parkplatz nahe dem Segelclub ab (bitte nicht die Zufahrt zum Club blockieren). Von dort führt ein unbeschilderter Pfad nach rechts in den Wald, dem man etwa 5–10 Minuten folgt, bis man ans nördliche Seeufer kommt. Radfahrer können bis zum Segelclub fahren und das Rad dort abstellen. **ÖPNV:** Vom Deggendorfer Zentrum fährt selten ein Bus nach Natternberg, die Haltestelle ist jedoch weit entfernt; praktisch ist ÖPNV keine Option. Tipp: Mit dem Fahrrad (oder zu Fuß) über den Damm entlang der Donau und dann Richtung Natternberg – der Fußmarsch lohnt sich für die Idylle.
- Infrastruktur: **Nicht vorhanden.** Der Burgsee bietet keinerlei Einrichtungen für Badegäste. Es existieren lediglich die Einrichtungen des Segelclubs auf der gegenüberliegenden Seite (diese sind privat). Die FKK-Besucher am Nordufer müssen ohne Toiletten, Wasser oder ähnliches auskommen. Müllbehälter gibt es nicht – bitte Abfälle im Rucksack wieder mitnehmen. Die Wege sind wild und schmal, daher nicht für Kinderwagen oder Rollstuhl geeignet. Wer hierher kommt, sollte alles Nötige dabei haben (Getränke, Handtuch, evtl. Mückenschutz) und sich auf Natur pur einstellen.
- Besonderheiten & Regeln: **Saison:** vor allem im Sommer. Der Burgsee wird in der warmen Jahreszeit besucht, an kühleren Tagen sind meist nur Angler da. In der Badesaison (Juni bis August) findet man fast täglich ein paar FKK-Gäste, besonders nach Feierabend oder am Wochenende. **Regeln:** Offizielle Regeln fehlen. Grundsätzlich gilt: Nacktbaden ist geduldet, solange es diskret bleibt. Daher nutzt man vornehmlich die versteckten Buchten – wenn man zum Auto zurückgeht, zieht man sich besser etwas über, da am Weg auch andere Spaziergänger oder Angler unterwegs sein können. Der Segelclub ist in Sichtweite: bitte nicht nackt auf deren Gelände laufen oder von deren Stegen aus baden, um keine Irritationen zu provozieren. Ansonsten verhält man sich ruhig und zurückhaltend. Da keine Reinigung erfolgt, bitte den Platz sauber hinterlassen. Offenes Feuer ist wegen Waldbrandgefahr tabu (und würde wohl sofort negativ auffallen). Insgesamt sind die FKKler hier sehr darauf bedacht, nicht unangenehm aufzufallen – dieses stille Einvernehmen hält den Platz konfliktfrei. Interessant: Obwohl die Buchten Privatsphäre bieten, ist Burgsee kein Treffpunkt für erotisches Abenteuer – die wenigen Stammgäste hätten dafür auch kein Verständnis. Es herrscht eher ein meditatives Flair: Nackt sein, Sonne und Natur spüren und abschalten.
- Zielgruppen: **Ruhe liebende Individualisten.** Der Burgsee zieht hauptsächlich **Alleingänger und Paare** an, die ungestörte Stunden verbringen wollen. Altersmäßig sind viele Besucher jenseits der 40, oft langjährige FKK-Anhänger, aber auch jüngere Naturliebhaber verirren sich her. **Familien** mit Kindern kommen so gut wie nie – dafür ist das Terrain zu unpraktisch (weder Platz noch Sicherheit für Kinder). **LGBTQ+**-Gäste nutzen den Ort vereinzelt; z.B. trifft man schon mal ein gleichgeschlechtliches Paar auf der Wiese – was absolut kein Thema ist, da selten überhaupt mehr als 5 Leute gleichzeitig da sind. Burgsee ist kein Cruising-Ort und keine Szene-Location, sondern einfach ein stiller Platz für alle, die die Freikörperkultur inmitten der Natur genießen möchten. **Senioren** aus Deggendorf gehören ebenfalls zum Bild: Wer gut zu Fuß ist, liebt diesen See für seine Abgeschiedenheit. Manche Angler sind übrigens gleichzeitig FKK-Freunde und springen – wenn keine Textilkollegen in der Nähe sind – spontan nackt ins Wasser. So verschwimmen hier manchmal die Grenzen. Insgesamt ist die Zielgruppe klein, aber fein: Menschen, die die Ruhe vorziehen und bereit sind, ein paar Schritte abseits der ausgetretenen Pfade zu gehen.
Stausee Oberilzmühle (Passau)
**Beschreibung:** Auch im Passauer Raum gibt es eine Möglichkeit zum hüllenlosen Badevergnügen – und zwar am idyllischen Stausee Oberilzmühle. Dieser kleine Stausee liegt zwar nicht direkt an der Donau, sondern an der Ilz (einem Zufluss der Donau), aber nur wenige Kilometer oberhalb von deren Mündung in Passau. Eingebettet in dichte Wälder bietet der Ort eine abgeschiedene, naturbelassene Badestelle, die vor allem von den Passauern als inoffizieller FKK-Spot genutzt wird. Am Ostufer des Stausees, in der Nähe des Wehres Oberilzmühle, findet man eine kleine Wiesenfläche direkt am Wasser. Dort treffen sich bei schönem Wetter Anhänger der Freikörperkultur, um nackt zu sonnen und im klaren Ilzwasser zu schwimmen. Die Wiese ist von Wald umgeben und somit gut abgeschirmt. Da es sich nicht um ein offizielles Freibad handelt, gibt es keine Anlagen – man genießt Natur pur. Das Wasser der Ilz ist kühler als das der Donau und wunderschön klar, so dass ein Sprung ins Nass besonders erfrischend ist. Die Atmosphäre ist ruhig und beschaulich; meist verlieren sich nur wenige Leute gleichzeitig hierher. Man grüßt sich freundlich und respektiert die Zurückgezogenheit des anderen. Wer einen Besuch in Passau mit einem FKK-Ausflug verbinden möchte, findet hier genau das Richtige: nur wenige Minuten vom Stadttrubel entfernt fühlt man sich wie in einer anderen Welt, nackt und frei am Waldrand.
- Standort: Stausee Oberilzmühle, ca. 6 km nördlich der Passauer Innenstadt. Erreichbar über die B12 (Richtung Freyung), Ausfahrt Salzweg/Oberilzmühle. Parkmöglichkeit am „Parkplatz Oberilzmühle“ direkt an der Ilz (beim Wasserkraftwerk/Wehr). Von dort zu Fuß etwa 500 m flussabwärts entlang des rechten (östlichen) Ufers bis zur Wiese. Die Badestelle liegt kurz vor dem Stauwehr Oberilzmühle auf der rechten Flussseite (östliches Ufer).
- Status: **Inoffiziell geduldet.** Nacktbaden ist hier nicht ausgeschildert, aber bekannt. Weder Stadt Passau noch Betreiber des Wasserkraftwerks haben bisher etwas dagegen unternommen. Die Stelle ist abgelegen genug, dass kaum Textilbader dort rasten – und wenn doch, zeigen sich diese oft tolerant oder sie wählen einfach einen anderen Platz am Ilzufer.
- Umgebung: Ein kleiner Fluss-Stausee mitten im Wald. Hanglage: gegenüber (Westufer) steigt bewaldetes Gelände an, am Ostufer verläuft ein Pfad und darüber ebenfalls Waldhang. Die Ilz fließt hier langsam, weil sie durch das untere Wehr aufgestaut ist – das Wasser wirkt eher seeartig ruhig. Die FKK-Wiese ist ca. 20 x 20 m groß, mit Gras und einigen weichen Moospolstern, umgeben von Bäumen und Farnen. Man hat Blick auf das glitzernde Wasser und die waldigen Hänge gegenüber. Stellenweise spenden die Bäume am Rand Schatten, aber generell ist die Lichtung sonnig. Das Wasser der Ilz ist sehr sauber (die Ilz gilt als einer der letzten Wildflüsse, zumindest oberhalb) – es kann allerdings recht kühl sein, selbst im Hochsommer selten über 20°C. Der Einstieg ins Wasser ist naturbelassen: ein paar felsige Flachstellen erlauben den Zugang, oder man geht direkt vom Ufer aus hinein (der Boden ist kiesig/sandig). An warmen Tagen wird die Wiese von Schmetterlingen und Libellen besucht; ab und an plätschert ein Fisch. Insgesamt eine sehr abgeschiedene, fast schon mystische Waldatmosphäre.
- Erreichbarkeit: **Auto:** Über Passau-Süd (B12) bis Abzweigung Salzweg. Die Zufahrtsstraße zur Oberilzmühle ist asphaltiert, aber schmal und kurvig. Am Ende befindet sich ein kleiner Parkplatz (in der Regel kostenlos). Die meisten Besucher kommen von Passau mit dem Auto, Fahrzeit ~10 min. **Fahrrad/Wanderer:** Von Passau führt ein schöner Wanderweg entlang der Ilz; ab dem Ilzstadtviertel dauert es etwa 1 Stunde zu Fuß bis Oberilzmühle. Mit dem Rad ist man in 20 min dort (allerdings auf dem letzten Stück auf der Landstraße, vorsichtig fahren!). **ÖPNV:** Passau Stadtbus bis Salzweg, von dort rund 3 km Fußweg – eher unpraktisch. Insgesamt muss man ein kleines Stück Naturpfad einplanen, daher festes Schuhwerk ratsam.
- Infrastruktur: **Keine.** Dies ist ein wilder Naturplatz. Am Parkplatz Oberilzmühle gibt es zwar Mülleimer und manchmal ein Eiswagen (an Wochenenden mit Ausflüglern), aber direkt an der Badewiese nicht. Keine Toiletten, kein Kiosk, keine Bänke. Man sitzt auf mitgebrachten Decken oder direkt im Gras. Aufgrund der Lage am Hang ist der Platz nicht barrierefrei zugänglich; der Pfad hat Wurzeln und Steine. Wer auf Komfort wert legt, ist hier falsch – dieser Ort lebt vom einfachen Naturerlebnis.
- Besonderheiten & Regeln: **Saison:** durch das kühle Wasser eher Hochsommer von Juni bis August. Im Frühling/Herbst kann man zwar nackt sonnen, aber Baden ist dann nur für Abgehärtete. **Regeln:** Keine offiziellen. Wie immer bei inoffiziellen Plätzen gilt: Verhalten Sie sich so, dass kein Anstoß erregt wird. Da auch Textilwanderer auf dem Ilzpfad vorbeikommen könnten (wenn auch selten), hält man sich am besten direkt auf der Wiese und geht nicht unbekleidet den Weg entlang. In der Vergangenheit gab es keinerlei Konflikte – die Nacktbader liegen etwas abseits des Pfades, so dass Vorbeikommende sie nicht unbedingt sehen müssen. Wichtig ist Naturschutz: Die Ilz ist ökologisch wertvoll, also bitte keine Seife/Shampoo im Wasser benutzen und keinen Müll hinterlassen. Lagerfeuer sind im Wald strikt verboten. Die meisten kommen für 1–2 Stunden, genießen die Ruhe und ziehen dann wieder ab – es ist kein Treffpunkt, an dem bis spät gefeiert wird. Abends kann es übrigens schnell kühl und schattig werden, da die Sonne hinter den Hügeln verschwindet. Insgesamt verhält man sich hier eher wie ein stiller Beobachter der Natur, der möglichst keine Spuren hinterlässt.
- Zielgruppen: **Einheimische FKK-Fans und Erholungssuchende.** Der Oberilzmühle-Spot wird überwiegend von **Passauer Stammgästen** genutzt, die diesen Ort kennen. Das Spektrum reicht von jüngeren Naturliebhabern bis zu älteren Herren, die täglich ihre Ilz-Runde machen und dabei nackt ins Wasser hüpfen. **Paare** sieht man gelegentlich, meist auf der Wiese aneinander gekuschelt lesend oder dösend. **Alleinreisende** sind häufig – die Ilz-Wiese ist eher ein Ort, wo jeder für sich entspannt, als dass große Gruppen interagieren. **Familien** kommen so gut wie nie; der Fußweg und das kühle Wasser schrecken Kinder ab, zudem gibt es in Passau familienfreundlichere Badeplätze (allerdings textil). **LGBTQ+**-Besucher sind nicht explizit organisiert dort anzutreffen, aber es käme auch niemand auf die Idee, sich daran zu stören – der Platz ist so ruhig, dass sexuelle Orientierung keinerlei Rolle spielt. **Senioren**: Ja, einige Pensionäre nutzen den Ort regelmäßig für ihr „Waldbad“. Sie kennen jeden Stein und freuen sich über ein kurzes Plaudern, lassen aber ebenso denen ihren Frieden, die einfach allein sein wollen. Zusammengefasst ist dies ein Ort für besinnliche FKK-Momente, eher introvertiert und naturverbunden. Wer im Urlaub in Passau ist und ein abgeschiedenes Nacktbad erleben möchte, ist hier genau richtig – und trifft vermutlich auf die echten Kenner der lokalen FKK-Szene, die diesen Spot über Jahre bewahrt haben.

geschrieben von: Hanni (keine E-Mail Angabe), am: 13.08.2025 - 08:42
2025: Völlig veraltete Informationen. Es gibt de facto kein FKK am Abtsdorfer See, auch nicht am Höllerer See (es gibt dort nichts Verstecktes, bis auf das Landesregierungs-Bad und das Strandbad Haigermoos ist alles Privat). Am Berghamer Kiessee war ich 2024 auch mal, hab dort nicht eine einzige nackte Person gesehen.