FKK und Nacktbaden an der Donau in Baden-Württemberg - Ein umfassender Reiseführer zu den schönsten Plätzen

Die Donau durchfließt in Baden-Württemberg malerische Landschaften – vom Quellgebiet im Schwarzwald bis zur Ulmer Region – und bietet dabei auch Freunden der Freikörperkultur (FKK) Gelegenheit, im Einklang mit der Natur nackt zu baden. Offizielle FKK-Strände sind entlang des baden-württembergischen Donauverlaufs zwar rar, doch gibt es zahlreiche inoffizielle Plätze direkt am Flussufer oder an nahegelegenen Badeseen, an denen Nacktbaden geduldet wird. Im Folgenden stellen wir alle wichtigen offiziellen **und** inoffiziellen FKK- und Nacktbadeplätze entlang der Donau in Baden-Württemberg vor. Wir geben Hinweise zu Lage, Status (offiziell oder geduldet), Beschreibung der Umgebung, Erreichbarkeit, vorhandener Infrastruktur, geeigneten Besuchszeiten und Besonderheiten sowie Empfehlungen für passende Zielgruppen (Familien, Paare, LGBTQ+, Alleinreisende, Senioren etc.). Bitte beachten Sie stets lokale Regeln und verhalten Sie sich rücksichtsvoll gegenüber Natur und Mitmenschen – dann steht dem hüllenlosen Badevergnügen an der Donau nichts im Wege!

Donaueschingen und Umgebung – Donauquellen und Schwarzwaldrand

Im Quellgebiet der Donau bei Donaueschingen entspringt der Fluss und fließt durch idyllische Seenlandschaften am Rande des Schwarzwalds. Hier finden sich traditionsreiche FKK-Plätze, die teils seit Jahrzehnten von Naturisten genutzt werden. Besonders hervorzuheben sind ein kleiner Waldsee bei Donaueschingen-Pfohren sowie der größere Kirnbergsee bei Bräunlingen. Beide liegen nur wenige Kilometer von der jungen Donau entfernt.

Fischbachweiher (Donaueschingen-Pfohren)

  • Name und Standort: Fischbachweiher, ein kleiner Natursee im Südosten von Donaueschingen (Ortsteil Pfohren). Er liegt westlich des größeren Riedsees und ist von Wald und Wiesen umgeben. Koordinaten ca. 47.9359° N, 8.5211° E.
  • Status: Inoffizieller FKK-See (seit Jahrzehnten etabliert und weitgehend geduldet). Es gibt keine offizielle Ausweisung, jedoch hat sich der Weiher als FKK-Geheimtipp in der Region einen Namen gemacht.
  • Umgebung: Sehr ruhige, naturbelassene Umgebung im Wald. Der Fischbachweiher ist klein, aber außerordentlich klar und fischreich. Die Wasserqualität wird als hervorragend eingestuft und ermöglicht ungetrübtes Badevergnügen in sauberem Wasser. Rund um den See finden sich sowohl sonnige Liegeplätze als auch schattige Bereiche unter Bäumen. Durch die abgeschiedene Lage herrscht eine entspannte, ungestörte Atmosphäre. Gegen Abend kann die Stimmung mitunter erotisch aufgeladen sein – einige Paare genießen hier in der Dämmerung sehr freizügig ihre Zweisamkeit, was von anderen toleriert wird.
  • Erreichbarkeit: **Auto:** Über Donaueschingen-Pfohren Richtung Campingplatz Riedsee fahren. Am Parkplatz beim Riedsee-Camping (Textilstrand) parken. Von dort ca. 15 Minuten Fußweg: Dem Zaun des Campingplatzes entlang und durch ein Wäldchen, dann links auf einen Feldweg und weitere ~100 m bis zum Weiher. **Fahrrad:** Der Donau-Radweg verläuft in der Nähe – Radfahrer können vom Donau-Ursprung (Donaueschingen) aus einen Abstecher zum Riedsee/Fischbachweiher machen. **ÖPNV:** Bahnhof Donaueschingen ca. 5 km entfernt; von dort weiter per Rad oder Taxi. Direkte Busverbindungen nach Pfohren sind begrenzt, sodass individuelle Anreise zu bevorzugen ist.
  • Infrastruktur: Am Fischbachweiher selbst gibt es keine Infrastruktur – keinerlei Kioske, Toiletten oder Bewachung. Besucher müssen Proviant, Wasser etc. selbst mitbringen. Müllentsorgung ist nicht vorhanden, daher bitte alles wieder mitnehmen. Allerdings befindet sich in fußläufiger Nähe (am benachbarten Riedsee) ein öffentlicher Campingplatz mit Textil-Badestelle. Dort gibt es Parkplätze, Sanitäranlagen, einen Kiosk mit Imbiss, einen Spielplatz und ggf. eine DLRG-Station. Diese Einrichtungen sind primär für die Textil-Badegäste gedacht; FKK-Besucher vom Fischbachweiher können sie im Notfall nutzen, sollten dabei aber Rücksicht nehmen (gegebenenfalls Kleidung überwerfen).
  • Besuchszeiten & Saison: Der Weiher ist ganzjährig frei zugänglich, aber zum Baden natürlich hauptsächlich in den warmen Monaten (Mai bis September) geeignet. Es gibt keine offiziellen Öffnungszeiten oder Aufsicht. Morgens und werktags ist es meist sehr ruhig. An heißen Sommertagen trifft man gelegentlich einige Stammgäste an. In den Abendstunden kann es – wie erwähnt – zu sehr freizügigen Szenen kommen. Wer damit nicht einverstanden ist, sollte diese Zeiten meiden. Insgesamt ist der Platz ein **Geheimtipp für den Sommer**, insbesondere für Frühaufsteher oder Spätbadende, die die besondere Stimmung schätzen.
  • Regeln & Besonderheiten: Offiziell ist Nacktbaden hier zwar nicht ausgewiesen, wird aber von den Behörden toleriert, solange keine Beschwerden vorliegen. Wichtig ist, sich dezent zu verhalten, wenn Textilwanderer in Sichtweite sind, und Konflikte zu vermeiden. Lagerfeuer oder Zelten sind nicht erlaubt. Da keine Entsorgung vorhanden ist, gilt **Müll wieder mitnehmen!** Die Natur rund um den Weiher steht unter Schutz, also bitte keine Pflanzen beschädigen und auf den Pfaden bleiben. Hunde sollte man angeleint lassen und nicht ins Wasser lassen (Trinkwasserschutz).
  • Zielgruppen-Eignung: **Paare:** Sehr beliebt bei Paaren, die ungestört nackt sonnenbaden und baden möchten – auch solche, die eine prickelnde Atmosphäre nicht scheuen. **Alleinreisende:** Viele Einzelpersonen (überwiegend Männer) nutzen den Weiher zum Nacktbaden; teils sind auch Voyeurs unterwegs, was alleinreisende Frauen bedenken sollten. **Familien:** Für Familien mit Kindern ist der Fischbachweiher weniger geeignet – es fehlen flache Uferzonen, sanitäre Einrichtungen und die Atmosphäre ist eher auf Erwachsene ausgerichtet (inklusive gelegentlicher erotischer Aktivitäten anderer Gäste). Familien weichen besser auf offizielle Badeseen aus. **LGBTQ+:** Der Platz ist grundsätzlich offen für alle; es gibt Hinweise, dass auch schwule Naturisten hier anzutreffen sind (das waldige Umfeld lädt zum diskreten Cruisen ein). **Senioren:** Ältere FKK-Freunde gehören hier zum gewohnten Bild – viele Besucher sind schon seit Jahren Stammgäste und schätzen die Ruhe. Insgesamt ein Ort für aufgeschlossene Naturist*innen, die ein libertäres Miteinander suchen.

Kirnbergsee (Bräunlingen-Unterbränd)

  • Name und Standort: Kirnbergsee, gelegen bei Unterbränd (Stadt Bräunlingen) im Schwarzwald-Baar-Kreis, etwa 8 km südwestlich von Donaueschingen. Es handelt sich um einen Stausee (ca. 31 ha), malerisch eingebettet zwischen Wäldern und Hügeln am Ostrand des Schwarzwalds.
  • Status: Offiziell **kein** FKK-Bereich (die Stadt Bräunlingen hat 2010 per Verordnung Nacktbaden am Kirnbergsee ausdrücklich verboten und entsprechende Verbotsschilder aufgestellt). Inoffiziell wurde der See zuvor lange Zeit auch von FKK-Anhängern genutzt. Heute ist nacktes Baden hier nur noch sehr diskret und auf eigenes Risiko möglich – Verstöße könnten theoretisch mit Bußgeld geahndet werden. Im öffentlichen Strandbad und Campingplatz herrscht Textilpflicht.
  • Umgebung: Weitläufige, naturnahe Landschaft. Der Kirnbergsee gilt als einer der wärmsten Badeseen der Region, da er relativ niedrig liegt und vom Klima begünstigt wird. Dichter Wald säumt große Teile des Ufers, es gibt aber auch offene Liegewiesen. Am Nordostufer bei Unterbränd befindet sich das offizielle Strandbad mit Liegewiese und Badebucht; dort ist meist Trubel mit Familien und Campern (Textil). Abseits davon, insbesondere an ruhigeren, bewaldeten Uferstellen, suchten früher FKK-Freunde die Abgeschiedenheit. Das Wasser ist sauber und im Sommer angenehm temperiert. Die Natur rundherum lädt zum Wandern ein (Rundweg ca. 3 km). Insgesamt herrscht eine idyllische Schwarzwald-Atmosphäre mit Vogelgezwitscher und duftenden Tannen – ideale Voraussetzungen für Naturgenuss pur.
  • Erreichbarkeit: **Auto:** Über Bräunlingen Richtung Unterbränd/Kirnbergsee. Es gibt einen großen Parkplatz am Campingplatz/Strandbad Kirnbergsee. Von Donaueschingen sind es ca. 15 Minuten Fahrzeit. **Fahrrad:** Der Kirnbergsee liegt etwas abseits der Donau, kann aber z.B. von Donaueschingen oder Hüfingen über kleine Landstraßen und Waldwege erreicht werden (anspruchsvolle Strecke mit Steigungen). **ÖPNV:** Bräunlingen-Unterbränd ist mit Buslinien erreichbar (im Sommer verkehrt ggf. ein Freizeitsbus); die Haltestelle „Unterbränd Kirnbergsee“ liegt in Strandbad-Nähe. Vom Bahnhof Donaueschingen aus ggf. Taxi oder Rufbus, da ÖPNV selten fährt.
  • Infrastruktur: **Strandbad/Camping:** Am Nordostufer befindet sich ein Campingplatz mit angrenzendem öffentlichem Badebereich. Dort gibt es: Sanitäranlagen (auch barrierefreie Toiletten und Duschen), eine Gaststätte mit Biergarten und Eiscafé, einen Kiosk, Liegewiesen, Badesteg, Nichtschwimmerbereich mit DLRG-Aufsicht (in den Sommerferien), Kinderspielplatz und sogar einen kleinen Streichelzoo für Kinder. Der Campingplatz bietet Stellplätze, Ferienhütten und Mietzeltmöglichkeiten. **Abgelegene Uferbereiche:** Keine Infrastruktur – wer sich in entlegene Bereiche zum Nacktbaden zurückzieht, findet dort weder Mülleimer noch Bänke. Schatten spenden die Bäume; an Ausrüstung sollte man alles Nötige mitnehmen (Trinken, Picknickdecke etc.). Wichtig: Offenes Feuer ist verboten. Insgesamt ist die Infrastruktur hervorragend im offiziellen Bereich, aber inoffizielle Badestellen sind komplett naturbelassen.
  • Besuchszeiten & Saison: Das Strandbad ist während der Badesaison (etwa Mai bis September) tagsüber geöffnet; in dieser Zeit ist auch die Gastronomie und Rettungsaufsicht in Betrieb. Hauptsaison Juli/August: entsprechend voll mit Urlaubern. **Nacktbader** sollten nach Möglichkeit Randzeiten wählen: früh morgens, werktags oder am späten Abend, wenn weniger Textilgäste unterwegs sind. Außerhalb der offiziellen Badezeiten (und Saison) ist das Gelände frei zugänglich, allerdings ohne Service. Im Winter ist der See zugefroren – laut Verordnung ist sogar Eislaufen verboten (also bitte auch nicht nackt aufs Eis wagen!). Als **Saison-Fazit:** Im Hochsommer bietet der Kirnbergsee alles, was Textil-Badegäste brauchen. FKK-Fans haben offizielle keine Saison, doch wer es dennoch versucht, wählt einen ruhigen Sommer-Wochentag.
  • Regeln & Besonderheiten: Die aktuelle Benutzungsordnung untersagt FKK – daher sollte man, falls man doch nackt baden möchte, äußerst umsichtig sein. In unmittelbarer Nähe anderer Badegäste sollte man darauf verzichten, um niemanden zu provozieren. Eventuell kann man mit gleichgesinnten Freunden eine etwas abgeschiedene Ecke aufsuchen und dort diskret bleiben. Sollte sich jemand gestört fühlen und die Behörden informieren, muss man sich anziehen – es gibt keinen offiziellen Schutzraum für Nackte. Abgesehen von der FKK-Problematik ist der Kirnbergsee ein sehr familienorientierter Ort mit regem Vereinsleben (Angelverein etc.). Auf dem Campinggelände gilt Nachtruhe und kein Lärm ab 22 Uhr. Hunde sind im ausgewiesenen Badebereich meist nicht erlaubt (außer an speziellen Hundebadeplätzen). Außerdem wichtig: Das Wasser dient teilweise der Stromerzeugung; Schwimmen ist aber überall erlaubt, nur Bereiche in Dammbereichen sind abgesperrt. Wer rudert oder SUP fährt, sollte auf Angler Rücksicht nehmen.
  • Zielgruppen-Eignung: **Familien:** Für Textil-Bader hervorragend – durch flachen Uferbereich, Spielmöglichkeiten und Bewachung sehr familienfreundlich. FKK ist jedoch für Familien hier keine Option, da verboten; Familien, die naturistisch baden möchten, sollten auf andere Seen ausweichen. **Paare:** Textil-Paare finden hier einen romantischen See mit allen Annehmlichkeiten. Nacktbaden als Paar ist heikel – falls doch, dann nur versteckt und beide sollten sich dabei wohlfühlen, mit dem Risiko erwischt zu werden. **LGBTQ+:** Der Campingplatz und Badesee heißen alle Gäste willkommen, jedoch gibt es keine spezielle FKK- oder LGBTQ-Zone. Öffentliche Zärtlichkeiten (gleich welcher Ausrichtung) sind im familiengeprägten Strandbad eher zurückhaltend auszuleben. **Alleinreisende:** Für einen Tagesausflug zum Schwimmen ideal (textil); allein nackt zu baden könnte mehr Aufmerksamkeit erregen als in Gruppe. Daher sollten Einzelpersonen sehr vorsichtig sein, um keine negativen Reaktionen zu provozieren. **Senioren:** Ältere Menschen verbringen hier ihren Sommerurlaub auf dem Campingplatz und nutzen den See gerne – textil und teils auch inoffiziell nackt an entlegenen Plätzen. Wer schon lange kommt, kennt vielleicht noch Ecken, wo früher FKK üblich war. Insgesamt ist der Kirnbergsee heute ein **schöner Badesee für jedermann in Badekleidung**; FKK-Anhänger können ihn genießen, müssen sich aber den offiziellen Regeln beugen.

Sigmaringen und Oberes Donautal

Weiter flussabwärts durchbricht die junge Donau die Schwäbische Alb und bildet das Obere Donautal mit beeindruckenden Felswänden und Wäldern. Rund um Sigmaringen, der ehemaligen Hohenzollern-Residenz, und im benachbarten Donautal finden sich neben dem Fluss selbst auch Baggerseen, die zum Baden einladen. Zwei hervorstechende Plätze für FKK und Nacktbaden in dieser Region sind der Laizer See bei Sigmaringen/Inzigkofen und die Krauchenwieser Seenplatte südlich von Sigmaringen. Beide liegen nicht direkt an der fließenden Donau, aber nur wenige Kilometer entfernt und stehen in engerem Zusammenhang mit dem Fluss (als ehemalige Donau-Nebenarme oder in deren Auenbereich gelegen). Entlang des Donauufers selbst gibt es in diesem Bereich keine offiziell ausgewiesenen Nacktbadezonen, doch an abgeschiedenen Flussbuchten im Donautal wird gelegentlich spontan hüllenlos gebadet.

Laizer See (Inzigkofen bei Sigmaringen)

  • Name und Standort: Laizer See (auch Inzigkofer See genannt), ein idyllischer Baggersee ca. 3 km südwestlich von Sigmaringen beim Dorf Laiz/Inzigkofen. Eingebettet in die Hügellandschaft des oberen Donautals, umgeben von Wäldern. Zufahrt über die Straße Sigmaringen – Göggingen (Hinweisschilder zum See vorhanden). Koordinaten etwa 48.0649° N, 9.1849° E.
  • Status: Inoffizieller FKK-Bereich vorhanden. Offiziell ist der See ein allgemeiner Badesee ohne ausgewiesenen FKK-Strand, jedoch hat sich an einem schwer zugänglichen Uferabschnitt eine tolerierte Nacktbadekultur etabliert. Dieser inoffizielle FKK-Platz wird von den Behörden geduldet, solange kein öffentliches Ärgernis entsteht. Es gibt also **keine offizielle Freigabe**, aber erfahrene FKK-Gänger nutzen den Platz regelmäßig.
  • Umgebung: Sehr naturbelassen und ruhig. Der Laizer See liegt fernab vom Straßenlärm in einem waldigen Tal. Ein Uferbereich ist als „Textilbereich“ frequenziert, wo normale Badegäste ins Wasser gehen. **Der FKK-Bereich befindet sich am gegenüberliegenden Ufer**, auf einem felsigen Hang oberhalb des Sees. Man erreicht diese Stelle, indem man vom offiziellen Zugang aus den See umrundet und den besagten Hang erklimmt. Oben auf dem Felsen finden sich flache, teils grasbewachsene Liegeplätze, die relativ uneinsehbar sind – ideal zum nahtlosen Bräunen. Zwischen einigen Kiefern und Sträuchern kann man sowohl Sonne als auch Schatten genießen. Durch die topografische Trennung (steiler Hang) ist dieser Bereich gut abgeschirmt vom Trubel der übrigen Badegäste. Weiter hinten schließt sich dichter Wald an. Dort nutzen gelegentlich auch einzelne Spaziergänger die Pfade – teils neugierige „Beobachter“, wie an solchen inoffiziellen Plätzen üblich, die aber harmlos sind. Insgesamt herrscht eine friedliche, naturverbundene Stimmung. Der See selbst hat sauberes, klares Wasser mit guten Sichttiefen (ehemalige Kiesgrube) und lädt zum Schwimmen ein. Achtung: Ufer sind teilweise steil – vorsichtig ins Wasser gehen!
  • Erreichbarkeit: **Auto:** Von Sigmaringen über Laiz Richtung Inzigkofen/Göggingen, Beschilderung zum Badesee folgen. Am See existiert ein einfacher Parkplatz oder Parkmöglichkeiten am Wegesrand in der Nähe des Eingangs. Die inoffizielle FKK-Stelle erreicht man nur zu Fuß: vom Parkplatz den Trampelpfaden entlang ans gegenüberliegende Seeufer (ca. 10–15 Minuten Fußweg, teils über Wurzeln und Felsen). **Fahrrad:** Gut erreichbar über regionale Radwege (z.B. Donauradweg bis Sigmaringen, dann Abzweig nach Inzigkofen). Das letzte Stück geht es jedoch über Waldwege, wo Schieben nötig sein kann. **ÖPNV:** Sigmaringen hat Bahnanschluss; von dort gibt es in der Sommerzeit Busse oder Rufbus nach Inzigkofen/Laiz. Ansonsten Taxi (~5 Minuten) oder Radtour ab Sigmaringen Bahnhof.
  • Infrastruktur: Der Laizer See ist ein eher einfacher Badesee ohne kommerzielles Strandbad. **Am Haupteingang** (Textilseite) gibt es meist nur eine kleine Liegewiese und evtl. eine Badestelle, jedoch keine festen Einrichtungen. Möglicherweise stellt die Gemeinde in der Saison mobile Toiletten auf und es kann einen Mülleimer geben. Einen Kiosk oder Bewirtung gibt es nicht – oftmals kommen Badegäste aus der Region und bringen Picknick mit. **Am FKK-Hang** natürlich keinerlei Infrastruktur: keine Toiletten, kein Trinkwasser. Die FKK-Gemeinde dort agiert autonom – wichtig ist, seinen Müll selbst wieder mitzunehmen, da leider in letzter Zeit vermehrt Unrat liegen gelassen wurde. Offizielle Reinigung gibt es nicht. Auch gibt es keine Strandaufsicht oder Markierungen – jeder badet auf eigene Gefahr. Insgesamt muss man sich also auf Natur pur einstellen und eigenverantwortlich handeln. Wer Bedarf an Verpflegung hat, findet die nächsten Gastronomieangebote im Ort Laiz oder Sigmaringen.
  • Besuchszeiten & Saison: Im Sommer (ca. Juni bis September) ist der See am attraktivsten. **Beste Zeiten für FKK:** Wochentags oder früh am Tag, wenn wenige Textilbadende da sind, kann man ungestört den FKK-Platz nutzen. Am Wochenende kommen auch mehr FKK-Anhänger, aber auch Textilfamilien auf der anderen Seite – hier ist gegenseitige Rücksicht gefragt. Da der Zugang beschwerlich ist, bleibt der FKK-Hang auch an Nachmittagen meist den Nacktbadern vorbehalten. Abends, wenn die meisten Besucher gehen, ist das Nacktbaden ebenfalls ungestört möglich und die Atmosphäre besonders reizvoll beim Sonnenuntergang über dem Wald. **Saisonverlängerung:** Mutige Naturisten springen auch schon im späten Frühling oder frühen Herbst mal nackt hinein – das Wasser ist dann aber recht frisch. Im Winter wird der See kaum besucht; Nacktbaden ist dann wegen der Wassertemperaturen nicht praktikabel.
  • Regeln & Besonderheiten: Es handelt sich um keinen offiziellen Badebetrieb. Das heißt, es gibt keine ausgewiesenen Regeln vor Ort außer den allgemeinen Geboten der Rücksichtnahme und Sicherheit. **Nacktbaden ist toleriert**, solange es auf der abgelegenen Seite bleibt. Am belebteren Ufer sollte man sich an Textil-Regeln halten, um Familien nicht zu verschrecken. Es gilt: keine Belästigung anderer (also kein offensives Nacktsein vor Textilgästen) – wer nackt sein will, begibt sich auf den FKK-Hang. Dort oben kann man sich relativ frei bewegen. Dennoch sollte selbst dort allzu öffentlich gezeigte Sexualität vermieden werden; auch wenn Paare ab und an intim werden, ist dies kein offizieller Erotik-Treffpunkt. Spanner (Neugierige) laufen im Wald umher – am besten ignorieren oder freundlich grüßen, falls man ihnen begegnet. Wichtig: **Müllentsorgung** – bitte den Platz so verlassen, wie man ihn vorfinden möchte (in letzter Zeit appellieren Schilder und Online-Foren an Besucher, ihren Müll mitzunehmen, da Beschwerden über Verschmutzung laut wurden). Offenes Feuer und Grillen sind nicht gestattet. Hunde sollten aus Naturschutzgründen nicht frei herumlaufen. Zusammengefasst: Rücksicht auf Natur und andere Gäste, dann wird das stille Nacktbaden hier weiterhin möglich bleiben.
  • Zielgruppen-Eignung: **Familien:** Eher ungeeignet. Der Zugang ist für Kinder beschwerlich und gefährlich (steile Felsen), zudem gibt es keine kindgerechten Flachwasserzonen. Familien nutzen besser den regulären Badeplatz in Laiz (mit Kleidung). **Paare:** Sehr gut geeignet für naturistisches Sonnen und Baden zu zweit – man findet ungestörte Plätze für Zweisamkeit. Romantische Stimmung insbesondere abends. Paare sollten sich aber bewusst sein, dass oben am Hang auch mal fremde Augen mitlesen (Voyeurs); wer damit umgehen kann, wird es dennoch genießen. **LGBTQ+:** Der Laizer See hat keine spezifische LGBTQ-Szene, aber als FKK-Platz in freier Natur ist er grundsätzlich offen für alle Orientierungen. Schwule Paare oder Einzelpersonen können hier entspannen; vereinzelt sind auch queerfreundliche Gruppen vor Ort. Allerdings sollte man beachten, dass die meisten Besucher heterosexuelle Paare oder Einzelmänner sind – eine ausgeprägte Gay-Cruising-Kultur ist nicht bekannt, wenn auch gelegentliche Kontakte entstehen mögen. **Alleinreisende:** Solo-Naturisten – insbesondere Männer – frequentieren den Platz regelmäßig. Wer allein kommt, findet sicherlich ein Plätzchen, sollte aber beachten, dass Einzelpersonen (vor allem Männer) mitunter von den erwähnten älteren Herren beobachtet oder in Gespräche verwickelt werden. Frauen alleine sollten sich bewusst sein, dass die Abgeschiedenheit Vor- und Nachteile hat – man genießt Ruhe, kann aber auch neugierige Blicke auf sich ziehen. **Senioren:** Ältere Naturisten fühlen sich hier wohl, da es kein lauter Jugendtreff ist, sondern ruhig und naturnah. Einige Senioren gehören zum Stammpublikum. Insgesamt ist der Laizer See ein Platz für **FKK-Puristen und Naturliebhaber**, geeignet für Erwachsene, die die Einsamkeit der Natur schätzen – weniger ein Ort für Komfortsuchende oder für Aktivitäten jenseits vom Baden und Sonnen.

Krauchenwieser Seenplatte (Region Sigmaringen/Mengen)

  • Name und Standort: Krauchenwieser Seenplatte – eine Gruppe von zehn Baggerseen im Ablachtal zwischen Krauchenwies und Mengen (Landkreis Sigmaringen), ca. 10 km südlich der Donau bei Sigmaringen. Der für Badegäste wichtigste See ist der **Krauchenwieser Badesee** (auch Steidlesee I genannt) nahe Krauchenwies. Dort befindet sich ein offizielles Strandbad. Unmittelbar gegenüber, auf einer Landzunge zwischen zwei Seen, liegt der inoffizielle FKK-Bereich. Das Areal gehört zur Freizeitanlage Krauchenwieser Seenplatte, die gut ausgeschildert ist (Zufahrt über die B 311/B 313, Abzweig Krauchenwies).
  • Status: FKK nur inoffiziell. Das Strandbad selbst ist textilpflichtig. Lange Zeit wurde an den abgelegenen Buchten abseits des Strandbades hüllenlos gebadet, was geduldet war. Seit etwa 2013 steht die neue Bewirtschaftung der Seen dem FKK etwas kritischer gegenüber – Berichten zufolge wurden damals FKK-Gäste von Sicherheitsleuten gebeten, das Gelände zu verlassen. Offiziell ist FKK-Baden also **nicht erlaubt**, aber in der Praxis wird es in entlegenen Winkeln weiterhin betrieben. Die Duldung liegt in einer Grauzone: wer diskret bleibt, hat meist keine Probleme, sollte aber wissen, dass jederzeit ein Verweis möglich ist, falls Kontrollpersonal unterwegs ist.
  • Umgebung: Die Krauchenwieser Seenplatte ist ein landschaftlich reizvolles Gebiet mit mehreren Seen, Schilfzonen und Waldstreifen. Teile der Seen stehen unter Naturschutz (europäisches Vogelschutzgebiet), andere Bereiche sind als Freizeitgelände ausgewiesen. Der Krauchenwieser Badesee selbst bietet einen großen Sand-/Rasenstrand für Textilgäste. Jenseits davon, auf der erwähnten Landzunge zwischen dem Krauchenwieser See und einem benachbarten See, findet man kleine, verwunschene Buchten mit Schilf und flachem Ufer – dort spielt sich traditionell das FKK-Baden ab. Die Buchten sind von Sträuchern umgeben, sodass man relativ sichtgeschützt liegt. Das Wasser in den Seen ist typischer Kiessee-Standard: meist klar, im Sommer angenehm temperiert, allerdings werden die Ufer rasch tiefer (vorsichtig für Nichtschwimmer!). In den Buchten ist der Zugang ins Wasser sanft, teils sandig oder kieselig. Die Umgebung bietet ein Panorama von Wäldern und Feldern, man hört gelegentlich Vogelrufe und in der Ferne die Regionalbahn vorbeifahren. Insgesamt eine Mischung aus Freizeitareal und Naturparadies. Hinweis: Durch die Größe der Seen und den offenen Charakter kann es bei Wind Wellen geben, und es gibt kaum natürlichen Schatten direkt am Wasser – Sonnenschirm oder Sonnenschutz sollte man dabei haben.
  • Erreichbarkeit: **Auto:** Über die Bundesstraße B311/B313 bis Krauchenwies, dann den Schildern zur „Seengruppe“ oder „Strandbad Krauchenwies“ folgen. Großer Besucherparkplatz direkt am offiziellen Strandbad (kostenlos). Von dort aus gelangt man zum FKK-Bereich, indem man **nicht** ins Strandbad hineingeht, sondern noch etwa 300 m weiter zu Fuß einem Pfad entlang der Bahngleise folgt. Dieser Pfad führt auf die Landzunge zwischen zwei Seen, wo man die ruhigen Buchten findet. **Fahrrad:** Die Seenplatte liegt etwas abseits des Donauradwegs, lässt sich aber z.B. von Sigmaringen auf einer flachen Strecke in ca. 40–50 Minuten mit dem Rad erreichen. Fahrräder können am Strandbad-Eingang abgestellt werden. **ÖPNV:** Nächster Bahnhof ist Krauchenwies (Regionalbahn Sigmaringen–Mengen), etwa 2 km vom See – von dort kann man theoretisch zu Fuß gehen. Alternativ Bus bis Krauchenwies Ortsmitte, dann 1,5 km Fußweg. Insgesamt ist die Anbindung für Nicht-Auto-Reisende mäßig, aber machbar. Viele FKK-Gäste kommen mit dem Auto und wissen um den kurzen Fußmarsch zu „ihren“ Buchten.
  • Infrastruktur: **Offizielles Strandbad:** Auf der gegenüberliegenden Seite der Landzunge liegt das öffentliche Strandbad Krauchenwies. Hier gibt es umfassende Infrastruktur: große Liegewiese, Sandstrand, Badeinseln, abgegrenzter Nichtschwimmerbereich, zwei Badestege, Spielplätze, Beachvolleyballfeld, Tischtennisplatten, Grillstellen, Kiosk/Imbiss mit Terrasse, Toiletten und Duschen sowie rund 480 Parkplätze. In der Saison ist die DLRG/Wasserwacht an Wochenenden vor Ort. **FKK-Buchten:** In den FKK-Bereichen selbst gibt es keinerlei Ausstattung. Es sind wilde Uferstellen ohne Mülleimer, Bänke oder Beleuchtung. Die Entfernung zurück zum Strandbad ist nicht weit – wer Bedarf hat, könnte theoretisch die dortigen Toiletten oder den Kiosk nutzen, muss dafür aber bekleidet dorthin gehen. Die meisten FKK-Stammgäste bringen eigene Verpflegung und legen Wert auf Ruhe abseits vom Trubel. Die nächste Ortschaft Krauchenwies bietet Einkaufsmöglichkeiten (Supermarkt, Bäcker ca. 2 km entfernt) für Selbstversorger. Ein Campingplatz („Seencamping Krauchenwies“) befindet sich ebenfalls am Ablacher See, einem der Seen der Platte – dieser hat sogar einen ausgewiesenen FKK-Bereich für seine Gäste. Insgesamt gilt: Volle Infrastruktur im Textilbereich, **keine** im inoffiziellen FKK-Bereich.
  • Besuchszeiten & Saison: Die Hauptsaison ist im Sommer, etwa Juni bis August, wenn das Strandbad geöffnet ist und das Wetter beständig warm. **FKK-Anhänger** finden in dieser Zeit an den Buchten Zuflucht vor den Menschenmassen – gerade unter der Woche oder in den frühen/vorabendlichen Stunden ist es sehr angenehm. Am Wochenende oder Feiertag kann es auch in den FKK-Buchten etwas voller werden (wobei „voll“ hier relativ ist – es verteilen sich vielleicht 10–20 Leute auf mehrere Buchten, sodass es selten eng wird). Offiziell hat das Strandbad Öffnungszeiten (meist tagsüber 10–19 Uhr); das Gelände an sich ist aber nicht umzäunt, sodass man theoretisch auch außerhalb dieser Zeiten an den See kann. Viele Nacktbader kommen schon vormittags oder erst am späten Nachmittag, um ungestört zu sein. Abends, nach Schließung des Kiosks, kehrt eine besondere Ruhe ein – ideal zum textilfreien Sonnenuntergangsschwimmen. **Früh- und Spätsommer:** Im Mai oder September sind weniger Besucher da, FKK ist dann noch problemloser möglich, aber das Wetter kann wechselhaft sein. In diesen Monaten sollte man prüfen, ob der Zugang eventuell eingeschränkt ist (manche Jahre gab es Vogelschutzgebiete zeitweise abgesperrt). **Winter:** Im Winter ist die Seenplatte ein Wanderziel, kein Badeplatz. Insgesamt kann man sagen, dass **Juli und August die belebtesten Monate** sind – wer es ruhiger mag, wählt die Randmonate oder Randzeiten.
  • Regeln & Besonderheiten: Im offiziellen Strandbad gelten die üblichen Badeordnung-Regeln (kein FKK, keine Glasflaschen, Hunde verboten, Nachtruhe etc.). Für die FKK-Buchten gibt es **keine offiziellen Regelungen**, jedoch sollten Besucher sich an bestimmte Etiquette halten: Diskretion ist oberstes Gebot (bleiben Sie im verborgeneren Bereich der Landzunge, sodass Textilgäste am Hauptstrand Sie nicht zufällig sehen). Sollten Security-Mitarbeiter oder Ranger auftauchen, kleiden Sie sich an, um Konflikte zu vermeiden – Diskussionen bringen wenig, da formal das Verbot gilt. Seit die neue Verwaltung strenger ist, ist offenes Nacktbaden in Sichtweite der Strandbadgäste tabu. Daher wirklich nur in den versteckten Buchten auskleiden. Weiterhin gilt: **Naturschutz beachten** – einige Uferzonen sind Vogelbrutgebiete, bitte keine Absperrungen ignorieren. Lärmbelästigung vermeiden: FKK-Bader schätzen die Ruhe, also keine laute Musik. Müll unbedingt wieder mitnehmen; es gab in der Vergangenheit Diskussionen im Gemeinderat, ob man das wilde Baden vollständig unterbinden soll – sauberes Verhalten der Besucher trägt dazu bei, dass es weiterhin toleriert wird. Eine Besonderheit vor Ort: Durch den Campingplatz gibt es auch FKK-Camper, die gelegentlich in den Buchten anzutreffen sind – hier mischen sich also Tagesgäste mit Campingurlaubern. **Fazit Regeln:** Wer an der Krauchenwieser Seenplatte nackt baden möchte, sollte dies dezent tun, sich auf mögliche Aufforderung zum Anziehen einstellen und ansonsten den Ort genießen – die Mehrheit vor Ort ist aufgeschlossen, solange man sich korrekt verhält.
  • Zielgruppen-Eignung: **Familien:** Familien mit Kindern finden im offiziellen Strandbad ein tolles Ausflugsziel (Textil). Für FKK-Familien ist die Situation schwierig – offiziell nicht erlaubt, und man würde mit Kindern in der Grauzone sicherlich ungern riskieren, weggeschickt zu werden. Zudem fehlt im wilden Bereich jede Infrastruktur für Kinder (keine flachen Sandspielplätze oder WC). Daher: FKK mit Kindern lieber nicht hier. **Paare:** Nacktbaden zu zweit ist in den versteckten Buchten romantisch und meist ungestört möglich. Viele Paare – ob jung oder älter – nutzen den Ort zum gemeinsamen Sonnenbaden. Durch die Weitläufigkeit kann jedes Paar ein eigenes Plätzchen finden. Solange man sich unauffällig verhält, können Paare hier sehr schöne Stunden verbringen. **LGBTQ+:** Der Platz hat keine spezielle LGBTQ-Historie, aber FKK zieht ein bunt gemischtes Publikum an. Auch gleichgeschlechtliche Paare oder Gruppen werden hier akzeptiert, solange sie sich wie alle diskret verhalten. In der Region allgemein gibt es einige FKK-Treffpunkte, die auch von schwulen Männern genutzt werden; in Krauchenwies trifft man vereinzelt LGBTQ-Gäste, aber es ist kein klassischer Treff für diese Community. **Alleinreisende:** Viele Einzelpersonen (Männer und Frauen) kommen zum FKK-Baden hierher, teils aus der weiteren Umgebung. Besonders männliche Alleinbader sind regelmäßig vertreten. Wer alleine kommt, findet Anschluss, wenn gewünscht – man kennt sich teilweise untereinander. Frauen allein sollten sich der Situation bewusst sein: grundsätzlich sicher, aber wenn wenige Leute da sind, ist man schon relativ isoliert. Bisher sind jedoch keine negativen Vorfälle bekannt; oft sind ohnehin mehrere Nacktbader gleichzeitig vor Ort. **Senioren:** Auch ältere Naturisten sind Teil der Besucher. Manche sind seit Jahrzehnten FKK-Anhänger und freuen sich über diesen inoffiziellen Platz. Sie schätzen die Ruhe und Natur. Senioren, die mobil genug für den kurzen Fußmarsch sind, werden sich hier wohlfühlen. Insgesamt zieht die Krauchenwieser FKK-Landzunge **vor allem Stammgäste und Kenner** an – Menschen, die bewusst die Abgeschiedenheit suchen und bereit sind, sich den Gegebenheiten (kein offizieller Status) anzupassen. Für Neulinge ist die Atmosphäre aber genauso offen und freundlich, wenn man die Grundregeln beherzigt.

Ulm und Alb-Donau-Region

Schließlich erreicht die Donau bei Ulm die Grenze Baden-Württembergs. In der Region Ulm/Neu-Ulm gibt es zwar städtische Freibäder, jedoch kaum offizielle FKK-Bereiche entlang des Flusses. Die Stadt Neu-Ulm auf bayerischer Seite hat FKK-Baden an öffentlichen Seen sogar per Verordnung untersagt, während Ulm (auf Baden-Württemberger Seite) ebenfalls keine offiziellen Nacktbadestellen ausweist. Trotzdem müssen Naturisten nicht verzagen: Im Alb-Donau-Kreis südlich von Ulm liegt bei Erbach ein beliebtes Naherholungsgebiet mit Baggerseen, wo sich ein inoffizieller FKK-Treffpunkt etabliert hat. Zudem existieren FKK-Vereinsgelände (z.B. Sportfreunde Helios in Neu-Ulm/Ludwigsfeld, auf bayerischer Seite) – diese sind jedoch vereinsintern. Im Folgenden konzentrieren wir uns auf den frei zugänglichen Platz bei Erbach-Ersingen, der direkt an der Donau(aue) liegt und in wenigen Radminuten von Ulm erreichbar ist.

Erbacher Baggersee (Ersingen, Alb-Donau-Kreis)

  • Name und Standort: Erbacher Baggersee im Sport- und Freizeitgebiet Erbach-Ersingen, Alb-Donau-Kreis. Das Areal umfasst zwei benachbarte Seen: einen kleineren „Kindersee“ und einen größeren „Natursee“. Es liegt direkt an der Donau (linkes Ufer) beim Ortsteil Ersingen, etwa 14 km südwestlich von Ulm und 3 km südlich der Stadt Erbach. Oft wird unterschieden zwischen dem kostenpflichtigen **Badesee Erbach** am Stadtrand von Erbach (Textil, mit Eintritt) und dem **frei zugänglichen Ersinger Baggersee** – letzterer ist unser Fokus.
  • Status: Offiziell ist **kein FKK** erlaubt. Die Stadt Erbach hat in ihrer Badeordnung für das Ersinger Freizeitgebiet ausdrücklich festgelegt, dass an den ausgewiesenen Badestellen keine Freikörperkultur gestattet ist. Ein offizieller FKK-Bereich ist weder ausgewiesen noch geduldet. **Dennoch** besteht in der Praxis eine kleine, standhafte FKK-Gemeinschaft, die sich an einer abgelegenen Stelle (einer bewachsenen Landzunge am Südufer des großen Sees) regelmäßig textilfrei aufhält. Diese Nutzung ist rein inoffiziell und erfolgt in stillem Einvernehmen – wer sich dort auszieht, tut dies auf eigenes Risiko und in der Hoffnung auf Toleranz von Seiten der Ordnungshüter und anderen Badegäste.
  • Umgebung: Das Freizeitgebiet Ersingen ist landschaftlich reizvoll: Ein großer Baggersee mit natürlicher Ufergestaltung (Schilf, Bäume) und ein kleinerer Badeweiher sind umgeben von Wiesen, einem Sportplatz und angrenzendem Auwald. Offizielle Liegewiesen befinden sich am Nord- und Ostufer. Dort baden Textilgäste und Familien. Das Wasser ist sauber und wird im Sommer regelmäßig auf Qualität geprüft; es gibt flache Einstiege, daher ist der See auch bei Familien beliebt. Abseits der Hauptrouten ist es sehr ruhig. **Der inoffizielle FKK-Platz** befindet sich auf einer kleinen Halbinsel am südwestlichen Ufer des großen Sees. Diese Landzunge ist mit Büschen und Bäumen bewachsen und etwas erhöht, sodass sie Sichtschutz bietet. Dort wachsen hohe Gräser, und es gibt ein paar schattige Stellen unter Weiden oder Sträuchern – ein natürlicher, wilder Liegeplatz. Man hat von dort einen schönen Blick über den See. Insgesamt herrscht eine friedliche, fast schon ländliche Atmosphäre: am Parkplatz hört man gelegentlich Kinder am Spielplatz, während am FKK-Plätzchen meist nur das Zwitschern der Vögel und das sanfte Plätschern des Wassers zu vernehmen ist. Perfekt zum Abschalten.
  • Erreichbarkeit: **Auto:** Über die B311 nach Erbach, dann Richtung Ersingen/Oberdischingen (ausgeschildert: Sportplatz/Festplatz). Direkt am See gibt es einen großen Parkplatz beim Sport- und Festplatz Ersingen (kostenfrei). Von dort sind es wenige Schritte zu den Seen. Die Landzunge (FKK-Bereich) erreicht man, indem man dem Uferweg am großen See entlang geht – ca. 5 Minuten Spaziergang vom Parkplatz. **Fahrrad:** Der Donau-Radweg (Etappe Ehingen–Ulm) führt unweit des Geländes vorbei. Radfahrer können bequem abzweigen (Beschilderung „Freizeitgebiet Ersingen“ beachten). Ab Ulm sind es ca. 16 km flache Strecke, ab Ehingen ca. 12 km. **ÖPNV:** Bahnhof Erbach (Donautalbahn Ulm–Sigmaringen) ist ca. 3 km entfernt; von dort Bus oder Rad. In Ersingen selbst gibt es eine Bus-Haltestelle unweit des Sees (Linie Ulm–Ehingen, Halt „Ersingen Sportplatz“), allerdings ist der Takt begrenzt. Insgesamt sehr gut erreichbar mit Auto und Rad, eingeschränkt mit ÖPNV.
  • Infrastruktur: **Freizeitgebiet allgemein:** Es gibt zwei ausgewiesene Badestellen mit Liegewiese (Textil). Dort stehen zur Saison mobile Toiletten (Dixie-Klos) und Müllcontainer bereit. Ein festes Sanitärhaus ist geplant, aktuell aber noch nicht realisiert. Am Parkplatz befindet sich ein kleiner Kinderspielplatz und ein Beachvolleyballfeld. An Wochenenden betreibt die Wasserwacht (DLRG) eine Wachstation am Ufer für Notfälle. **Gastronomie:** Keine direkte Verpflegung vor Ort – jedoch kommen gelegentlich Eiswagen oder mobile Imbissstände an den Wochenenden. Ansonsten nächste Bäckerei/Metzgerei in Erbach oder Oberdischingen. **FKK-Bereich:** Auf der Landzunge selbst natürlich keine Einrichtungen. Dank der Nähe zur allgemeinen Liegewiese sind es jedoch nur wenige Gehminuten zu den Toiletten oder zum Mülleimer, falls nötig. Schatten spenden die Büsche; wer länger bleibt, sollte Sonnenschirm oder genug Sonnencreme dabeihaben, da es auch offene Bereiche gibt. **Barrierefreiheit:** Das Gelände ist eben und grundsätzlich zugänglich, aber die Landzunge hat keinen befestigten Weg (Wiese/Trampelpfad), Rollstuhlfahrer hätten hier Schwierigkeiten. Für Menschen mit Behinderung bietet sich eher der offizielle Bereich an, wo das Ufer flach ist.
  • Besuchszeiten & Saison: Der Erbacher/Ersinger See ist ein öffentliches, jederzeit zugängliches Gelände. **Hauptsaison** ist von Juni bis August. In dieser Zeit sind an sonnigen Tagen viele Textilbader vor Ort, insbesondere nachmittags und am Wochenende. **FKK-Freunde** wählen oft bewusst Zeiten mit weniger Andrang: vormittags oder am früheren Abend. Wer unter der Woche kommt, findet die Landzunge manchmal ganz für sich allein oder in Gesellschaft weniger Gleichgesinnter. Am Wochenende kann es vorkommen, dass sich 5–10 Nacktbader dort einfinden, während ringsum bekleidete Besucher unterwegs sind – das funktioniert in der Regel ohne Probleme, wenn die Gruppe unauffällig bleibt. **Saisonbeginn:** Im Mai oder frühen Juni, wenn die Wassertemperaturen steigen, beginnen die ersten Mutigen mit dem Nacktbaden – meist älteres Stammpublikum. **Saisonende:** Bis in den September hinein, solange es warm ist. Außerhalb der Sommermonate ist kaum jemand am See, sodass Nacktbaden theoretisch möglich, praktisch aber wegen Kälte selten ist. Nachts sollte man das Gelände meiden (keine Beleuchtung, zudem gelegentlich Polizei-Streife zur Kontrolle, ob alles ruhig ist). Grundsätzlich ist die **beste Besuchszeit** für Nacktbader wohl werktags spätvormittags oder frühe Nachmittagsstunden – dann ist es warm, aber noch nicht überlaufen und man kann die Sonne textilfrei genießen.
  • Regeln & Besonderheiten: Offiziell gilt eine Badeordnung: Diese untersagt u.a. Nacktbaden, offenes Feuer, Lärm und Verschmutzung. Das heißt, wer nackt badet, verstößt gegen die Regeln – in der Praxis wird es aber (bei Zurückhaltung) toleriert, da man abseits liegt. Wichtig ist, sich gleich wieder zu bekleiden, falls man in den allgemeinen Bereich wechselt. Die Gemeinde hat in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass bauliche Maßnahmen am See geplant sind; wenn Bauarbeiten stattfinden, könnten Teilbereiche temporär gesperrt sein – daher im Zweifel auf lokale Aushänge achten. Bislang gibt es aber keine umfassende Sperre. **Polizeipräsenz:** Um sicherzustellen, dass niemand die Regeln übertreibt, schaut gelegentlich die Polizei oder der Ordnungsdienst vorbei – meist zu Stoßzeiten am Wochenende. Diese konzentrieren sich aber auf den offiziellen Bereich (Grillverbot etc.) und lassen friedliche FKKler meist in Ruhe, sofern keine Beschwerden vorliegen. **Besonderheiten:** Der See ist sehr kinderfreundlich (flaches Ufer) – daher sollten FKK-Gäste unbedingt die Distanz zu den Familienbereichen wahren, um keine Konflikte zu provozieren. Die FKK-Gemeinde am Ersinger See ist klein und kennt sich teilweise: Neuankömmlinge werden freundlich aufgenommen, sofern sie unaufdringlich sind. Unerwünschtes Verhalten (wie offensives Zurschaustellen der Nacktheit nahe Textilgästen oder gar sexuelle Handlungen) wird weder von der Gemeinde noch von anderen Besuchern toleriert. Insgesamt konnte sich durch diese vernünftige Selbstregulierung der inoffizielle FKK-Bereich halten. Die Wasserqualität wird übrigens offiziell überwacht und ist in den letzten Jahren stets ausgezeichnet gewesen – dem nackten Badevergnügen steht also hygienisch nichts entgegen.
  • Zielgruppen-Eignung: **Familien:** Mit Kindern ist dieses Gelände als normales Bad wunderbar – fürs Nacktbaden mit Kindern jedoch absolut nicht geeignet, da verboten und weil man Familien eher separieren möchte. FKK-Familien sollten lieber auf offizielle FKK-Campingplätze (z.B. in der weiteren Umgebung) ausweichen. **Paare:** Für Paare ohne Kinder ist der Ersinger See durchaus attraktiv. Wenn beide gerne nackt baden, können sie dies auf der Halbinsel tun und gemeinsam entspannen. Es ist kein romantischer abgelegener Ort wie manch anderer FKK-See, aber ein praktischer Treffpunkt auch für Paare aus Ulm/Umgebung, die nicht weit fahren wollen. Wichtig ist, als Paar etwas Zurückhaltung zu wahren – allzu zärtliches Verhalten in Sichtweite anderer könnte missverstanden werden. Wer einfach nur nackt sonnen und schwimmen will, ist herzlich willkommen. **LGBTQ+:** Keine spezifischen Hinweise auf LGBTQ-Treffen hier, doch wie überall gilt: Nacktheit kennt keine Orientierung, jede*r ist willkommen. Schwule oder lesbische Paare werden am FKK-Plätzchen vermutlich auf keine Vorurteile stoßen – die Atmosphäre ist tolerant. Allerdings gibt es, anders als an manch urbanen FKK-Plätzen, keinen ausgewiesenen Gay-Treff. **Alleinreisende:** Viele der hartnäckigen FKKler hier sind alleinstehende Herren mittleren oder höheren Alters, die regelmäßig kommen. Als Einzelperson kann man problemlos dazukommen, oft ergeben sich Gespräche über das Wetter oder die Lage – man kennt sich. Frauen alleine sind selten, würden aber sicherlich freundlich behandelt; bei geringer Frequentierung kann es allerdings ungewohnt sein, als einzige Frau unter mehreren älteren Herren nackt zu sein. Jede*r sollte nach dem eigenen Sicherheitsgefühl handeln. **Senioren:** Durch den ruhigen, unkomplizierten Charakter des Sees fühlen sich ältere Semester sehr wohl. Kein weiter Fußweg, keine Strömung, Bänke am Wegesrand – ideal auch für weniger mobile Naturisten. Einige Senioren aus Ulm und Umgebung sind regelmäßige Gäste. Insgesamt richtet sich der Erbacher/Ersinger Baggersee als FKK-Spot vor allem an **lokale Naturisten (Paare und Einzelpersonen)**, die Wert auf einen freien Eintritt und einen gemischten Textil-/FKK-Betrieb legen und bereit sind, sich an ungeschriebene Regeln zu halten. Für Urlauber mit viel Anreise wäre er weniger spektakulär, aber als Zwischenstopp auf der Donau-Tour oder für einen Nachmittag in Ulm lohnt er sich durchaus.

Kommentare (6):

geschrieben von: Hanni (keine E-Mail Angabe), am: 13.08.2025 - 08:42

2025: Völlig veraltete Informationen. Es gibt de facto kein FKK am Abtsdorfer See, auch nicht am Höllerer See (es gibt dort nichts Verstecktes, bis auf das Landesregierungs-Bad und das Strandbad Haigermoos ist alles Privat). Am Berghamer Kiessee war ich 2024 auch mal, hab dort nicht eine einzige nackte Person gesehen.

geschrieben von: idi (keine E-Mail Angabe), am: 10.06.2015 - 11:54

Was schreiben die Leute hier für einen Blödsinn? Folgendes: Es gibt zwei Bäder am Stollenwörthweiher, nur beim vorderen (Eingang bei der Strassenbahnhaltestelle) gibt es FKK, und auch nur auf der hinteren Liegewiese. Ein paar Euro Eintritt, aber die Wiese ist wirklich sehr schön und gepflegt. Rentner, Hunde, Wanderer oder Fischerer haben mich dort noch nie gestört. Vielleicht haben die ganzen anderen Kommentatoren den Stollenwörthweiher gar nicht gefunden und waren ganz woanders?

geschrieben von: Alex (keine E-Mail Angabe), am: 04.05.2014 - 20:34

Das mit dem "Rache"-Verpachten ist Schwachsinn! Stacheldraht war dort, jetzt nicht mehr! Baden ist ohnehin verboten, also bitte nicht über Rentner od Hundebesitzer aufregen ! Sind Leute, die dort in der Nähe wohnen! Einfach die Eier daheim lassen und/oder auf die Insel fahren, wo die faulen Eier "legal" frei rumlaufen dürfen ! :-)

geschrieben von: villacher (keine E-Mail Angabe), am: 12.04.2014 - 22:47

war heute dort :D ist zwar viel wasser wegen dem tauwetter aber ein paar stellen gabs wo man liegen konnte :)

geschrieben von: BaldBald (qq2@live.de), am: 23.08.2013 - 11:20

Stacheldraht?Wo?War erst letztens dort. Was dort nervt sind die Rentner, die die ganze Zeit dummes Zeug labern und einem auf die Eier glotzen. Auch nerven die ständig kläffenden Hunde der Dame. Der Rundweg ist ca. 20 cm vom Liegeplatz entfernt, sehr unangenehm, wenn die Wanderer direkt an einem vorbei latschen. Schade um diesen eigentlich schönen Platz.

geschrieben von: Andreas Frank (andreas@frankkosmetik.at), am: 26.07.2013 - 12:42

Leider wurde dieser Teich schon letztes Jahr an Fischer verpachtet!!! Wienerberger wollte daneben Reihhenhäuser bauen, aber die Gemeinde hat es verhindert. Daraufhin wurde dieser Teich aus Rache von Wienerberger verpachtet. Macht mal neue Fotos denn jetzt liegt dort Stacheldraht herum und man kann diesen Teich nicht mehr nutzen. Traurig Traurig...

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