Froschgrundsee in Coburg – Badesee mit Geschichte und vielseitigen Freizeitmöglichkeiten

Der Froschgrundsee, auch als Schönstädtspeicher bekannt, liegt im Landkreis Coburg und ist weit mehr als nur ein Hochwasserrückhaltebecken. Ursprünglich zum Schutz der Stadt Coburg vor den Hochwassern von Itz, Effelder und Grümpen angelegt, hat sich der See längst als attraktives Ziel für Badegäste, Wassersportler und Erholungssuchende etabliert. Mit einer Wasserfläche von rund 94 Hektar und eingebettet in die sanfte Hügellandschaft Oberfrankens, bietet der See eine ideale Mischung aus Natur, Freizeitwert und regionaler Bedeutung.

Vom Hochwasserschutz zum Freizeitsee

Zwischen 1982 und 1986 erbaut und 1986 in Betrieb genommen, dient der Froschgrundsee vorrangig dem Hochwasserschutz. Dank seines Stauraums von fast sieben Millionen Kubikmetern kann er die Abflussmengen der Zuflüsse wirksam regulieren und so die Altstadt von Coburg vor Überschwemmungen schützen. Doch der See ist nicht nur ein technisches Bauwerk – er hat sich in den letzten Jahrzehnten auch als beliebtes Naherholungsgebiet etabliert.

Baden und Wassersport am Froschgrundsee

Im Sommer verwandelt sich der See in einen Badesee, der Einheimische wie Besucher gleichermaßen anzieht. Saubere Uferbereiche und großzügige Flächen laden zum Schwimmen, Planschen und Sonnenbaden ein. Dank seiner Größe finden Badegäste genügend Raum, um Ruhe zu genießen oder sportlich aktiv zu werden. Neben dem klassischen Badevergnügen bietet der See auch Möglichkeiten für Wassersport – vom Stand-Up-Paddling bis hin zu kleinen Bootstouren.

Ganzjährige Freizeitangebote

Der Froschgrundsee ist nicht nur im Sommer attraktiv. In den Wintermonaten, wenn die Temperaturen es zulassen, lockt er mit Eislaufen auf der zugefrorenen Wasserfläche. Rund um den See führt ein Weg, der sowohl zum Wandern als auch zum Radfahren bestens geeignet ist. Damit bietet er zu jeder Jahreszeit Abwechslung und Bewegung inmitten einer reizvollen Naturkulisse.

Angeln im Froschgrundsee

Auch Angler kommen hier auf ihre Kosten: Der See gilt als hervorragendes Karpfen- und Raubfischgewässer. Zander, Waller, Schleien, Barsche und Weißfische sind hier zu Hause. Der Angelfischereiverein Rödental bewirtschaftet das Gewässer und sorgt für nachhaltige Nutzung und Artenvielfalt.

Natur- und Landschaftsschutz

Ein Teil des Gebietes rund um den See wurde 1997 zum Naturschutzgebiet Itztal und Effeldertal erklärt. Hier haben bedrohte Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum gefunden. Damit vereint der See Bade- und Freizeitmöglichkeiten mit einem hohen ökologischen Wert und macht deutlich, wie Erholung und Naturschutz Hand in Hand gehen können.

Markante Bauwerke – Staudamm und Talbrücke

Charakteristisch für den Froschgrundsee ist der 18 Meter hohe und 350 Meter lange Staudamm. Ein weiteres markantes Bauwerk ist die imposante Talbrücke Froschgrundsee, die zwischen 2006 und 2011 für die Schnellfahrstrecke Nürnberg–Erfurt errichtet wurde. Mit fast 800 Metern Länge und einem Bogen von 270 Metern gilt sie als technisches Meisterwerk und verleiht dem See ein unverwechselbares Panorama.

Fazit

Der Froschgrundsee bei Coburg verbindet auf eindrucksvolle Weise Funktionalität und Freizeit. Ursprünglich für den Hochwasserschutz errichtet, ist er heute ein vielseitiger Badesee, ein Sport- und Ausflugsziel und ein Ort, an dem Natur und Technik harmonisch nebeneinander bestehen. Wer in der Region Coburg nach einem idyllischen Ort für Erholung, Bewegung oder Naturerlebnis sucht, wird hier garantiert fündig. (cg)

Karte und Anfahrt

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