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Seit Jahren bekommen unbedarfte
kleine Webmaster und Homepagebesitzer aus heiterem Himmel Abmahnungen mit
Gebühren von über 500 Euro bis zu (in Einzelfällen) 10 000 Euro.
Die Tendenz ist steigend!
Wie ist das überhaupt möglich?
1. jeder der etwas im Internet
veröffentlicht, also jede Homepage (den Ausdruck "privat" gibt es im
Internetrecht überhaupt nicht), unterliegt automatisch dem Wettbewerbsrecht, und
dem neuen Urheberrecht sowieso.
2. an jedem schöpferischen
Produkt, Foto, Grafik, Midi, Text, Zitat besteht ein Urheberrecht. Es gibt im
deutschen Recht kein "Public Domain"! Jeder der also mehr als seinen
persönlichen Lebenslauf und Privatfotos veröffentlicht, liefert sich automatisch
der Willkür von Rechteinhabern und deren (selbsternannten?) Vertretern aus.
3. das deutsche Recht erlaubt es,
Anwaltsgebühren dem Abgemahnten in Rechnung zu stellen. So kommen mit einem
einzigen Verwarnbrief erhebliche Gebühren von 500 Euro aufwärts zustande!
Was kann man tun?
Seit Jahrzehnten schon wird die
deutsche Politik und Gesetzgebung im wesentlichen durch Interessenverbände und
Lobbies bestimmt. Privatpersonen und kleine Unternehmen haben keine Lobbies. So
wundert es wenig, dass sich im Laufe der Jahre im Internet eine Gesetzgebung
etablieren konnte, die Interessen und Schutzbedürfnis von Privatpersonen mit
Füßen tritt.
Es gilt jetzt
1. ein Problembewusstsein zu
schaffen. Zu informieren und auf Missstände hinzuweisen. Und zwar nicht in einem
Internet-Magazin auf Seite 203, sondern in der großen Öffentlichkeit.
2. ein Gefühl der Solidarität
unter den Webmastern herzustellen. Eine Lobby der kleinen nicht- und
semiprofessionellen Homepages. Denn noch sind wir in der Mehrheit. WIR sind
das Internet!
Besucht Rettet-das-Internet.de
und tragt Euch in unsere Liste ein!
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